Der Onlinehandel boomt und mit ihm unterschiedliche E-Commerce-Lösungen. Händlern stehen heutzutage zahlreiche Shopsysteme zur Verfügung, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Eine Auswahl des passenden Systems ist nicht immer leicht und ein nachträglicher Wechsel ist meist mit viel Aufwand verbunden.
Daher ist es umso wichtiger, sich bereits im Vorfeld mit den Vorzügen, aber auch mit den Stolpersteinen einzelner Lösungen zu beschäftigen. In diesem Beitrag teilen wir mit Ihnen unsere Shopify Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren Arbeit mit diesem Shopsystem und erklären, was Shopify 2026 kann, was es kostet, welche Vor- und Nachteile es hat und welche neuen Pflichten, etwa der Widerrufsbutton, für Händler gelten. Wichtige Zahlen, Preise und Anforderungen sind mit den offiziellen Shopify-Quellen verlinkt, damit Sie sie direkt überprüfen können.
Shopify ist ein cloudbasiertes Shopsystem (SaaS), mit dem Händler Onlineshops betreiben und auch im Ladengeschäft verkaufen können. Hosting, Checkout und Zahlungsabwicklung sind im Abo enthalten, Sie benötigen also keine eigene IT-Infrastruktur. Es gibt vier Tarife (Basic, Grow, Advanced und Plus) für Händler vom Einzelunternehmer bis zum Konzern.
Millionen Unternehmen in über 175 Ländern nutzen Shopify. Im zweiten Quartal 2026 erzielten Händler laut Shopifys Quartalsbericht über die Plattform einen Umsatz von 115,6 Mrd. US-Dollar, das fünfte Quartal in Folge mit mehr als 30 % Wachstum. In Europa lag das Wachstum währungsbereinigt bei 34%.
Shopify Test: Wichtige Funktionen im Überblick
Das Shopsystem ist eine sogenannte Software-as-a-Service (SaaS) Lösung. Das heißt, dass Sie keine Software auf Ihren Geräten installieren müssen und keine eigene, aufwendige IT-Infrastruktur benötigen. Die Software ist webbasiert und wird über eine Cloud bereitgestellt. Die Verwendung und Verwaltung Ihres Shopify Onlineshops geschieht über die Shopify Website bzw. die Shopify App ganz einfach von überall auf der Welt.
Als Shopify Plus Agentur haben wir einige Shopify Erfahrungen gesammelt. Im Folgenden schauen wir uns einige wichtige Shopify Funktionen für Onlinehändler genauer an.
Shopify Themes & Designs
Shopify besticht mit seiner Einfachheit, sodass auch Anfänger im E-Commerce schnell einen ansprechenden Shopify-Shop bauen können. Die Grundlage für einen attraktiven Shop bilden die vorgefertigten Shopify Themes, die die Nutzer auswählen und mit Hilfe des Customizer anpassbar sind.
Ein großer Pluspunkt besteht darin, dass diese Templates responsiv sind, also auf allen Geräten ohne Probleme ausgespielt werden. Gerade für die mobile Nutzung ist dies enorm wichtig.
Wer mit der kostenlosen Auswahl der Shopify Themes nicht zufrieden ist, kann sich aus den zahlreichen kostenpflichtigen Angeboten bedienen oder Experten damit beauftragen, ein exklusives Theme zu programmieren.
Sebastian Holgado
Senior Frontend Developer bei Latori
"Der Theme Editor mit Section- und Block-Architektur deckt die meisten Layout-Wünsche ohne eigenen Code ab. Inhalte aus Metafields, etwa technische Daten, Pflegehinweise oder PDFs, lassen sich per Drag-and-drop einbinden. Auch Mitarbeiter ohne technischen Hintergrund pflegen Katalog, Aktionen und Landingpages nach kurzer Einarbeitung."
Lesetipp: In diesem Beitrag nehmen wir das Thema Shopify Themes genauer unter die Lupe und zeigen Ihnen unsere Favoriten!
“Shopify war für uns die richtige Entscheidung, da wir damit sehr schnell einen guten internationalen Webshop aufsetzen konnten, welchen wir nun Step by Step weiter ausbauen und optimieren.” Jennifer Geiss, Head of Shop & Data Management bei fahrrad.de
Produkte hinzufügen und verwalten
Neben dem Design Ihres Shopify-Shops sind Ihre Produkte das Kernstück. Die Einbindung und die Pflege der Produkte sollte schnell und einfach erfolgen, damit mehr Zeit für andere Aufgaben zur Verfügung steht.
Shopify macht es dank einer intuitiven Oberfläche sehr leicht, Produkte hinzuzufügen. Die relevanten Produktinformationen (z. B. Titel, Beschreibung, Medien, Preis und SEO-Angaben) lassen sich einfach und selbsterklärend hinzufügen.
Durch die Nutzung der Artikelnummern (SKUs) und die Bestandsverfolgung kann der Bestand effizient verwaltet und Out-of-Stock-Situationen verhindert werden. Der Verkauf von digitalen Produkten wie Bildern oder Vorlagen via Download-Link ist nicht standardmäßig inbegriffen. Um Ihren Kunden einen Download-Link für ein digitales Produkt zur Verfügung zu stellen, benötigen Sie eine App aus dem Shopify App Store. Eine beliebte und benutzerfreundliche Lösung ist die kostenlose App Digital Downloads von Shopify. Alternativ stehen Ihnen auch weitere Drittanbieter-Apps zur Auswahl.
Individualisierbare Produkte benötigen ein benutzerdefiniertes Feld, in dem Nutzer beispielsweise Text für eine Gravur o. ä. eingeben können. Auch hier müssen Sie den Umweg über eine App gehen oder den Quellcode von Experten anpassen lassen.
“Wir haben eine Shop-Software gesucht, die so flexibel ist, dass sie unsere komplexen Anforderungen erfüllen kann. Dabei sollte sie gleichermaßen einfach zu handhaben und einfach an neue Anforderungen anpassbar sein. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt waren die Kosten für Updates, mit denen uns unser vorhergehender Onlineshop gehörig geärgert hatte." - Bianca Hosenfeld, E-Commerce Leiterin bei Neuland
Shopify Kategorien
Durch die Nutzung von Kategorien halten Sie Ihren Shopify Onlineshop übersichtlich. Diese Einstellung ermöglicht es, Produkte zu Gruppen zusammenzufassen.
Shopify kann dann auf Basis dieser Gruppierung für jede Kategorie automatisch eine Seite mit den enthaltenen Produkten anlegen. Somit können Sie Prozesse automatisieren und wertvolle Zeit sparen.
Tipp: Erstellen Sie eine Kollektion „Aktionen“, um rabattierte Produkte zusammenzufassen und sparen Sie sich die mühevolle Arbeit, die Aktionsseiten manuell zu pflegen.
„Der übersichtliche Aufbau [des Shops] kommt bei unseren Kunden besonders gut an.“
Ein weiterer wichtiger Faktor für Ihren Shopify Onlineshop ist die Auswahl geeigneter Zahlungsanbieter. In jedem Land existieren unterschiedliche Vorlieben, was die Zahlungsabwicklung angeht. Beispielsweise ist in Deutschland die Kreditkartenzahlung weniger beliebt als die Zahlung auf Rechnung.
Kurz erklärt: Was ist Shopify Payments?
Shopify Payments ist das hauseigene Zahlungs-Gateway von Shopify. In Deutschland unterstützt es unter anderem Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay, Shop Pay und Klarna, PayPal und SEPA-Lastschrift binden Sie je nach Setup über Shopify Payments oder einen externen Anbieter an. Wer externe Anbieter nutzt, zahlt laut Shopifys Preisseite zusätzlich eine Transaktionsgebühr an Shopify: 2 % im Basic-Tarif, 1 % bei Grow, 0,6 % bei Advanced und 0,2 % bei Plus.
Shopify bietet eine große Auswahl an Online-Zahlungsanbietern an und ist damit ein sehr flexibles System.
Für Deutschland unterstützt Shopify Payments unter anderem Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay, Shop Pay und Klarna. PayPal und SEPA-Lastschrift richten Sie je nach Setup über Shopify Payments oder einen externen Anbieter ein.
Das Unternehmen hat jedoch auch ein eigenes System mit dem Namen Shopify Payments entwickelt. Hierbei handelt es sich um das offizielle Zahlungs-Gateway des Anbieters.
Beachten Sie die Gebühren, die bei der Nutzung externer Zahlungs-Gateways anfallen. Neben der Gebühr des Zahlungsanbieters müssen Sie außerdem Transaktionsgebühren an Shopify zahlen. Wenn Sie sich für die hauseigene Lösung Shopify Payments entscheiden, entfallen diese Transaktionskosten.
Lesetipp: In diesem Beitrag finden Sie alles Wichtige über Shopify Payments!
Latori Experten-Tipp
Legen Sie vor dem Livegang fest, welchen Anteil PayPal, Klarna und Karte voraussichtlich haben. Läuft ein großer Teil über externe Anbieter, vergleichen Sie die Ersparnis des nächsthöheren Tarifs (z. B. 1 % Ihres Umsatzes über externe Gateways) mit dessen Aufpreis.
Shopify Versand
Der Versand ist im E-Commerce ein weiterer wichtiger Hebel, um die Anforderungen der Kunden zu befriedigen. Immer kürzere Versandzeiten und Kostendruck stellen Händler vor große Herausforderungen.
Shopify bietet ein effizientes System, um Zeit und Geld zu sparen. Das Shopsystem ermöglicht es, Versandregeln bequem für einzelne Produkte, Kategorien oder den gesamten Shopify-Shop einzurichten.
Hinzukommen sogenannte Live-Tarife. Damit verbinden Sie Ihren Shop mit Versanddienstleistern wie beispielsweise UPS und können die Versandkosten präzise beim Bezahlvorgang ermitteln. Bei den höherpreisigen Shopify-Tarifen ist diese Funktion standardmäßig integriert. Nutzer des Basic-Pakets müssen dazu den Shopify Support kontaktieren.
Hinweis: Live-Tarife sind nicht in allen Ländern verfügbar.
Reporting
Shopify bietet jedem Händler die Möglichkeit, umfassende Analysen und Reportings einzusehen. Je nachdem, welchen Tarif Sie nutzen, haben Sie mehr oder weniger Informationen zur Verfügung.
Nutzer des Basic-Tarifs können beispielsweise auf folgende Daten zugreifen:
„Ein allgemeiner großer Vorteil bei Shopify ist, dass wir viele Möglichkeiten haben, Dinge auszuwerten und auf einen Blick zu überblicken, seien es die Topseller oder der aktuelle Umsatz des Shops.“
Shopify API
Um das Nutzererlebnis zu individualisieren und Ihren Shop um wichtige Funktionen erweitern zu können, bietet Shopify sogenannte Application Programming Interfaces (APIs) an. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um Schnittstellen, die Interaktionen zwischen zwei Systemen ermöglichen.
Lesetipp: In diesem Beitrag gehen wir genauer auf die Verwendung von Shopify API ein.
Solche Shopify APIs sind notwendig, um beispielsweise Apps, Versanddienstleister oder Marktplätze an den Shop anzubinden oder die Storefront anzupassen.
Lekealem Asong
Backend Entwickler / Programmierer bei Latori
Shopify lässt sich sauber erweitern: Individuelle Daten liegen in Metafields und Metaobjects, die Checkout-Logik in Functions, und unsere Backends sprechen über die Admin GraphQL API und Webhooks mit dem Shop. Bei einem Direktvertriebskunden ist jedes Profil eines Vertriebsberaters ein Metaobject, ein separates CMS ist nicht nötig.
Shopify POS
Einige Onlinehändler überlegen, das Verkaufserlebnis mit klassischen Ladengeschäften zu erweitern und eine Omnichannel-Strategie umzusetzen. Mit Shopify POS steht eine Point-of-Sale (POS) Lösung bereit, die die Onlinewelt mit der Offlinewelt verbindet.
Mit der Shopify eigenen App können Sie offline verkaufen und synchronisieren automatisch Ihre Bestandsverwaltung, Preise und Berichte im Shopify Backend. Das heißt, dass Sie zwar auf mehreren Kanälen unterwegs sein können, Ihre Daten jedoch in einem Tool verwalten.
Mit der App können Sie beispielsweise Zahlungen akzeptieren oder auch mit der passenden Hardware in Ihrem Ladengeschäft Kartenzahlungen ermöglichen.
Lesetipp: Wie Sie mit ShopifyOmnichannel-Lösungen umsetzen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag!
Shopify App-Store
Shopify bietet von Grund auf einen funktionsfähigen und einfach zu verwaltenden Onlineshop. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie Ihren Shopify-Shop um bestimmte Funktionen ergänzen möchten.
Für diesen Fall wartet Shopify mit dem hauseigenen Shopify App-Store auf. Es gibt wohl kaum ein Shopsystem, das so viele Erweiterungen für den eigenen Store zur Verfügung stellt wie Shopify. Egal ob Sie Ihre E-Mail-Kampagnen, Social-Media-Kanäle oder Google-Services integrieren oder Dropshipping-Anbieter an Ihren Shop anbinden wollen, der App Store hat für alles eine Lösung parat.
Viele der Apps sind zwar kostenfrei nutzbar, aber der Großteil ist kostenpflichtig. Zusätzliche Erweiterungen können also schnell ins Geld gehen.
„Wir können bei diesem Shopsystem schnell und unkompliziert andere Systeme und Funktionen anknüpfen bzw. zuschalten, wie beispielsweise zusätzliche Zahlungsarten. Das ist durchaus ein Vorteil für die Endkunden, denn dadurch können wir eine größere Auswahl für verschiedene Länder bieten. Zudem lassen sich Social-Media-Kanäle wie Instagram sehr gut einbinden, sodass Kunden direkt die Bilder von der Social-Media-Plattform im Shop sehen und als Styling-Inspiration nutzen können.“
– Anne van Hout, Head of IT & Online bei COEUR DE LION
Shopify Support
Ein wichtiger Punkt für jeden Onlinehändler ist der Kundenservice, wenn einmal etwas nicht so läuft wie gewünscht.
Shopify bietet ein Help Center mit einem umfangreichen FAQ sowie detaillierten Anleitungen. Daneben steht Video-Content in Form von Videos und Webinaren zur Verfügung. In der Shopify Community findet reger Austausch statt.
Der Shopify Support steht rund um die Uhr per Live-Chat zur Verfügung. Ein deutschsprachiges Team unterstützt zusätzlich über das Help Center. Plus-Kunden erhalten priorisierten Support mit 24/7-Telefon. Im Gegensatz zu anderen E-Commerce-Lösungen bietet der Shopify Kundenservice oftmals eine schnelle und fachlich fundierte Lösung.
“Der Shopify Support ist immer gut erreichbar, egal ob über den Chat, per E-Mail oder über das Telefon. Die Mitarbeiter dort sind außerdem an einer sehr schnellen Problemlösung interessiert.”
Niclas Backes Global Platform Owner eCommerce bei Sonova
Kurz erklärt: Gibt es Shopify Support auf Deutsch?
Der Shopify Support ist rund um die Uhr per Live-Chat erreichbar, zusätzlich unterstützt ein deutschsprachiges Team über das Help Center. Plus-Kunden erhalten laut Preisseite priorisierten Support mit 24/7-Telefon, eine Hotline für alle Tarife gibt es nicht. Bei Migrationen, ERP-Anbindungen oder Checkout-Anpassungen ist oft eine Agentur der schnellere Weg.
Marketing
Marketingmaßnahmen sind für jeden Onlinehändler unverzichtbar. Shopify bietet einige Tools, um den Umsatz zu steigern und das Unternehmenswachstum zu beschleunigen. Ein paar davon schauen wir uns genauer an.
Lesetipp: Sie suchen konkrete Hilfe für Ihr Onlinemarketing? In diesem Beitrag geben wir Ihnen sieben Tipps für das Online-Marketing mit Shopify an die Hand!
“Wir sind sehr glücklich mit Shopify. Wir sind im Kern ein Marketing-Unternehmen und können uns endlich verlässlich auf unsere Kompetenzen fokussieren. Es liegen Welten zwischen der Vergangenheit und dem, was wir jetzt in allen Abteilungen anwenden. Es macht viel mehr Spaß.” - Nils Rheinfeld, COO bei Hecht & Barsch
Rabattcodes & Gutscheine
Für alle Shop-Betreiber stehen einfach einzurichtende Rabattcodes zur Verfügung. Diese lassen sich sehr flexibel in unterschiedlicher Form z. B. als Prozentsatz oder kostenlosem Versand einrichten.
Das Shopsystem bietet außerdem die Möglichkeit, Geschenkkarten für Ihre Kunden bereitzustellen. Wer einen Schritt weitergehen möchte und ein Treueprogramm integrieren will, muss den Weg über eine zusätzliche App gehen.
Kundenrückgewinnung
Viele Händler kämpfen mit abgebrochenen Warenkörben. Zahlen von Statista zeigen, dass die Zahl durchschnittlicher Warenkorbabbrüche bei über 60 Prozent liegt.
Shopify bietet Optionen zur Kundenrückgewinnung an. Über diese Funktionen kommen Sie mit den potenziellen Kunden in Kontakt, die ihren Kauf abgebrochen haben.
Wenn Sie noch mehr Funktionen benötigen, wie beispielsweise Banner oder Pop-Ups, finden Sie im Shopify App Store passende Erweiterungen.
Eine nicht zu unterschätzende Disziplin des Online-Marketings ist die Suchmaschinenoptimierung, SEO genannt. Damit Ihr Shopify-Shop im Netz gefunden wird, müssen Sie Ihre Inhalte optimieren.
Ihr Ranking hängt zwar maßgeblich von Ihren Inhalten ab, allerdings muss auch das Shopsystem einige Voraussetzungen mitbringen, um von der Optimierung profitieren zu können.
Shopify überzeugt auch hier mit der Einfachheit der Anpassung verschiedener Parameter wie beispielsweise Titel-Tags, Beschreibungen, ALT-Tags für Bilder etc. Auch gängige Tools wie Google Analytics und Facebook-Pixel sind einfach anzubinden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Shopify Ihre Sitemap automatisch erzeugt und automatische Weiterleitungen einrichtet, wenn Sie eine URL ändern.
Kleine Wermutstropfen sind die vorgegebene URL-Struktur und fehlende Unterkategorien. Wie Sie damit bei einer Migration umgehen, lesen Sie im Abschnitt „Shopify Erfahrungen aus der Praxis”.
Lesetipp: SEO, ALT-Tags und Google Analytics brauchen bei Ihnen einen neuen Anstrich? In unserem Shopify SEO-Guide haben wir Ihnen alles zur Suchmaschinenoptimierung zusammengefasst!
Kurz erklärt: Ist Shopify gut für SEO?
Ja, die technischen Grundlagen sind abgedeckt: Shopify erzeugt die Sitemap automatisch und richtet Weiterleitungen ein, wenn Sie eine URL ändern. Einschränkungen gibt es bei der URL-Struktur, denn Pfade wie /products/ und /collections/ sind vorgegeben und Unterkategorien lassen sich nicht abbilden.
Latori Experten-Tipp
Erstellen Sie vor einem Wechsel zu Shopify eine Tabelle mit allen bisherigen URLs und den neuen Shopify-Zielen, und prüfen Sie nach dem Go-live in der Google Search Console, ob Fehlerseiten (404) auftreten.
Shopify Backend
Das Shopify Backend bietet alle erforderlichen Schaltflächen, um Ihren Shop optimal zu steuern. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet, wodurch sämtliche Funktionen leicht auffindbar sind. Hierzu zählen:
Bestellungen: Verwalten Sie die Bestellungen mühelos.
Produkte: Verwalten Sie Produktinformationen effizient.
Kunden: Behalten Sie den Überblick über Kundenkontakte.
Statistiken: Erhalten Sie Einblicke in Leistungsstatistiken.
Marketing: Erstellen und Verwalten von Marketingaktionen.
Rabatte: Gestalten Sie Rabattaktionen nach Bedarf.
Apps: Integrieren Sie zusätzliche Shopify Apps nach Wunsch.
Vertriebskanäle: Nutzen Sie verschiedene Verkaufskanäle.
Home-Bereich: Hier erhalten Sie Shop-Nachrichten und Optionen für Zusatzfunktionen.
Die meisten Inhalte sind auf Deutsch verfügbar, einige wenige Bereiche sind jedoch noch auf Englisch. Der Home-Bereich bietet wichtige Shop-Meldungen sowie mögliche Zusatzfunktionen. Sie können manuell Rechnungen erstellen, abgebrochene Warenkörbe einsehen, Produkte und Wareneingänge verwalten, Rabatte und Werbeaktionen erstellen, Kunden hinzufügen oder eine Kundenliste aus einer CSV-Datei importieren. Sogar Multichannel-Kampagnen und Marketing-Automatisierungen sind mit nur wenigen Klicks umsetzbar.
“Die Bedienbarkeit ist super. Ich weiß alles, was ich machen muss - es ist selbsterklärend. Ich kann überall rein, ich kann meine Produkte, Bestände und Kunden pflegen. Ich kann alles einsehen - das ist schon gut.” - Barbara Graschi, CDC Reitsport
Shopify Frontend
Das Shopify Frontend ist die sichtbare Schnittstelle Ihres Onlineshops, die von Ihren Besuchern genutzt wird. Es repräsentiert das Design, die Benutzerfreundlichkeit und die gesamte Einkaufserfahrung, die Ihre Kunden auf Ihrer Website haben. Hier sind einige wichtige Aspekte des Shopify Frontends:
Design und Benutzeroberfläche: Das Frontend Ihres Shopify-Shops umfasst Layouts, Farben, Schriftarten und visuelle Elemente, die die Markenidentität widerspiegeln und das Interesse der Besucher wecken.
Produktpräsentation: Ein effektives Frontend ermöglicht es Ihnen, Ihre Produkte ansprechend zu präsentieren. Produktseiten können mit Shopify klare und detaillierte Informationen, hochwertige Bilder, Bewertungen und gegebenenfalls Produktvideos enthalten.
Navigation: Shopify ermöglicht eine klare Menüstruktur, Suchfunktionen und Filteroptionen, die dazu beitragen, die Benutzererfahrung zu verbessern.
Mobile Optimierung: Das Frontend muss auf mobilen Geräten gut funktionieren und optimiert sein, da immer mehr Nutzer mobil einkaufen. Der Großteil von Shopify Themes ist für Mobilgeräte bereits optimiert.
Checkout-Prozess: Der Checkout-Prozess sollte einfach, schnell und vertrauenswürdig sein. Durch Checkout-Erweiterungen (Checkout Extensibility) lässt sich die Kasse anpassen. Der vollständig anpassbare Checkout ist Shopify Plus vorbehalten, die anderen Tarife bieten eingeschränkte Anpassung. Laut Shopify erzielt der Shopify Checkout im Schnitt eine um 15 % höhere Conversion als andere Plattformen.
Integration von Zahlungs- und Versandoptionen: Das Frontend ermöglicht es den Kunden, aus verschiedenen Zahlungs- und Versandoptionen zu wählen. Eine nahtlose Integration dieser Optionen sorgt für Flexibilität und Bequemlichkeit.
Personalisierung: Ein fortschrittliches Frontend kann personalisierte Empfehlungen basierend auf dem Verhalten und den Vorlieben der Kunden bieten. Shopify treibt das Thema Personalisierung aktuell weiter voran.
Anpassungsfähigkeit: Das Shopify Frontend sollte anpassbar sein, um sich den sich ändernden Anforderungen Ihres Geschäfts anzupassen. Neue Produkte, Sonderangebote oder saisonale Designs können mit Shopify leicht integriert werden.
Ein gut gestaltetes und optimiertes Frontend ist entscheidend, um Kunden anzuziehen, sie zu begeistern und eine nahtlose Einkaufserfahrung zu bieten. Es ist ein zentraler Bestandteil Ihres Geschäfts und beeinflusst maßgeblich den Erfolg Ihres Shops.
Steuern mit Shopify
Shopify erleichtert es Online-Händlern, die komplexen Anforderungen in Bezug auf Steuern zu bewältigen, indem es eine Reihe von Tools und Funktionen anbietet, die bei der korrekten Berechnung, Sammlung und Berichterstattung von Steuern helfen. Es ist wichtig zu beachten, dass die steuerlichen Anforderungen je nach Standort und Art des Geschäfts variieren können. Daher sollten Händler sicherstellen, dass sie sich über die lokalen Steuergesetze und -vorschriften informieren und sicherstellen, dass ihre Shopify-Einstellungen korrekt konfiguriert sind, um die Einhaltung dieser Vorschriften zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Aspekte von Shopify im Zusammenhang mit Steuern:
Automatische Steuerberechnung: Shopify verfügt über integrierte Funktionen zur automatischen Berechnung von Steuern, die auf dem Standort des Kunden basieren. Dies bedeutet, dass die richtigen Steuersätze basierend auf der Adresse des Kunden automatisch auf Bestellungen angewendet werden.
Steuerliche Einstellungen: In den Shopify-Einstellungen können Händler Steuerinformationen wie Steuersätze, Standorte, an die Steuern gesammelt werden müssen, und Freibeträge festlegen. Diese Einstellungen können je nach den rechtlichen Anforderungen Ihres Standorts und Ihrer Zielmärkte angepasst werden.
Berichte und Buchhaltung: Shopify generiert automatisch Berichte über die gesammelten Steuern, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Diese Berichte können in Ihren Buchhaltungsprozess integriert werden, um die steuerliche Dokumentation zu erleichtern.
Sammeln von Steuern: Shopify kann automatisch Steuern für Produkte und Versandkosten sammeln, wenn dies erforderlich ist. Dies stellt sicher, dass die korrekten Steuerbeträge von den Kunden eingezogen und für die Weiterleitung an die Steuerbehörden bereitgehalten werden.
Steuerbefreiungen: Shopify ermöglicht es Händlern, Kunden bestimmter Standorte oder Kategorien von Produkten von der Steuer zu befreien, wenn dies gesetzlich zulässig ist.
Integration von Apps: Falls spezifische steuerliche Anforderungen über die Standardfunktionen von Shopify hinausgehen, können Händler Apps von Drittanbietern nutzen, um erweiterte steuerliche Funktionen zu implementieren. Auch Latori hat eine App dafür erstellt. Hier geht’s zum Tax Exempt Manager.
Internationale Steuern: Wenn Sie international verkaufen, kann Shopify dabei helfen, internationale Steuergesetze und -vorschriften zu beachten. Dies ist besonders wichtig, da sich Steuersätze und -regelungen je nach Land und Region unterscheiden können.
Updates und Compliance: Shopify hält sich über Änderungen in den Steuergesetzen auf dem Laufenden und aktualisiert seine Funktionen entsprechend, um sicherzustellen, dass Händler immer den neuesten steuerlichen Anforderungen entsprechen.
Mit Sidekick hat Shopify einen KI-Assistenten in den Admin integriert, der allen Händlern unabhängig vom Tarif zur Verfügung steht. Sidekick analysiert Verkaufszahlen, erstellt Kundensegmente, baut Automatisierungen in Shopify Flow und erzeugt auf Wunsch sogar eigene Admin-Apps. Außerdem passt Sidekick Themes per Texteingabe an. Mit Agentic Storefronts machen Sie Ihre Produkte in KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity und Microsoft Copilot auffindbar und kaufbar. Die Einrichtung erfolgt zentral im Shopify Admin. Beide Funktionen sparen besonders kleinen Teams mit begrenzten Ressourcen Zeit.
Kurz erklärt: Was ist Shopify Sidekick?
Sidekick ist der KI-Assistent im Shopify Admin. Er analysiert Verkaufszahlen, erstellt Kundensegmente, baut Automatisierungen in Shopify Flow und ist in allen Tarifen enthalten. Mit Agentic Storefronts machen Sie Ihre Produkte zusätzlich in KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity und Microsoft Copilot auffindbar.
Wenn wir über Shopify Erfahrungen sprechen, gehört auch ein ungeschönter Blick auf die Shopify Vor- und Nachteile dazu. Im Folgenden schauen wir uns die Vorzüge aber auch einige Wermutstropfen, die mit diesem Shopsystem verbunden sind, genauer an.
Shopify Vorteile
Als eines der größten Shopsysteme weltweit wartet Shopify mit einer ganzen Reihe von Vorteilen auf, die das System sehr attraktiv machen.
Benutzerfreundlichkeit
Der wohl entscheidendste Punkt für viele Onlinehändler ist die Nutzerfreundlichkeit des Shopsystems. Ist eine E-Commerce-Lösung zu kompliziert, verlieren Sie sich im Klein-Klein und haben keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Ihre Kunden.
Eine intuitive Benutzeroberfläche des Shopsystems sorgt dafür, dass Sie und Ihre Mitarbeiter schnell mit dem System vertraut werden. Die Erstellung Ihres Shops ist dank vorgefertigter Themes mit wenigen Klicks erledigt, ebenso die Pflege Ihrer Produkte stellt Sie kaum vor Probleme. Die Einbindung verschiedener Tools ist genauso problemlos mit wenigen Klicks möglich.
Riesiger App-Store
Ein weiterer Vorteil von Shopify ist der riesige App-Store, mit dem alle Bedürfnisse eines Onlinehändlers erfüllt werden können. Shopify stellt im hauseigenen Marktplatz eine Vielzahl an Apps für unterschiedliche Bereiche bereit. Eine Erweiterung Ihres Onlineshops ist demnach ebenso problemlos möglich wie die Einrichtung.
„Vorher, wenn wir ein neues Feature hinzufügen wollten, hat das aufgrund der Komplexität des Systems ewig gedauert. Jetzt auf Shopify Plus können wir App A gegen App B tauschen und Dinge ausprobieren. “
Hosting
Wenn Sie einen Shopify-Shop betreiben, ist das Hosting inbegriffen. Das heißt, dass Sie sich nicht um Server-Einrichtungen, Updates und Wartungen kümmern müssen.
Hosting, CDN, Traffic-Spitzen wie am Black Friday und der Shop-Pay-Checkout laufen bei Shopify von Haus aus. Dadurch konzentrieren sich Teams auf Verkauf und Marke statt auf Serverwartung.
Shopify bietet außerdem die Möglichkeit eine passende Domain für Ihren Shop direkt zu kaufen. Alternativ können Sie Ihre existierende Domain einfach mit der E-Commerce-Lösung verknüpfen.
Zusätzlich wartet das System mit einem kostenlosen SSL-Zertifikat und unbegrenzter Bandbreite auf. Das führt uns direkt zum nächsten Punkt.
Flexibilität & Skalierung
Shopify bietet standardmäßig einen großen Funktionsumfang. Wer seinen Shop dennoch individualisieren möchte, kann dies ohne große Probleme tun. Entweder über die Nutzung des hauseigenen App-Stores, die eigenständige Anpassung des Quellcodes oder durch die Beauftragung von Shopify-Experten.
Die Leistungsfähigkeit des Shopsystems sorgt dafür, dass auch schnell wachsende Onlineshops keine Wachstumssorgen haben müssen. Die Cloud-Lösung ermöglicht eine einfache Skalierung bei gleichzeitiger Stabilität des Systems.
Lesetipp: Wie Sie mit Shopify Ihre Website-Geschwindigkeit testen, erfahren Sie in diesem Artikel!
Stabilität
Die Serverstruktur des Anbieters ist hervorragend, was für schnelle Ladezeiten und geringe Down-Time sorgt. Shopify ergreift umfassende Maßnahmen, um das System aktuell und stabil zu halten.
Die Cloud-Lösung sorgt dafür, dass durchschnittlich mehr als 99 % Server-Up-Time im Jahr möglich ist. Auch für einen großen Besucheransturm ist Ihr Shopify-Shop gewappnet.
„Das Traffic-Management war der springende Punkt. Bei unseren anderen Drops hatten wir immer Probleme mit Überbestellungen oder dass Zahlungen nicht durchkamen. Mit Shopify waren diese Probleme alle auf einmal gelöst.“
Shopify ermöglicht den Verkauf in mehreren Sprachen und Währungen. Über Shopify Markets wählen Sie laut Shopify Help Center pro Markt Unterordner, Subdomains oder Länderdomains. Technische Grundlagen wie hreflang-Tags, kanonische URLs und Sitemaps erzeugt Shopify automatisch. Der Aufwand liegt vor allem in Übersetzungen, Preisen und Rechtstexten je Markt.
Shopify zählt zu den größten E-Commerce-Lösungen weltweit. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich rund um das Shopsystem eine große Community gebildet hat.
Dies ermöglicht den schnellen und einfachen Austausch mit Experten, Agenturen und anderen Händlern.
Neben der Community stellt Shopify umfangreiche Hilfsangebote in Form von Anleitungen, FAQs und Videos bereit. Wer dennoch nicht weiterweiß, kann sich per Mail oder Live-Chat (Englisch) 24/7 an den Support wenden.
Shopify Vorteile auf einen Blick
Benutzerfreundlichkeit
Riesiger App-Store
Hosting
Flexibilität & Skalierung
Stabilität
Internationalisierung (Shopify Markets)
Community & Support
Shopify Nachteile
Jede Medaille hat zwei Seiten. Neben all den Vorteilen, die das Shopsystem bietet, ergeben sich auch ein paar Nachteile, die wir nicht unerwähnt lassen wollen.
Suboptimale URL-Struktur
Ein Nachteil ist die vorgegebene URL-Struktur mit festen Pfaden wie /products/ oder /pages/ und ohne Unterkategorien. Gerade aus SEO-Perspektive ist das mitunter ärgerlich. Welche Auswirkungen das bei Migrationen hat, zeigen wir im Abschnitt „Shopify Erfahrungen aus der Praxis: Das sagen unsere Experten".
Mehrsprachigkeit
Einen kleinen Wermutstropfen stellt die fehlende „echte“ Mehrsprachigkeit dar. Shopify ermöglicht es von Haus aus ganz einfach in mehreren Sprachen und Währungen zu verkaufen.
Aus technischer Sicht steht dahinter jedoch keine echte Sprachfassung über länderspezifische Subdomains, sondern eine Sprachermittlung über die IP-Adresse der User.
Aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung wären für die Internationalisierung einzelne Subdomains attraktiver, die jedoch mit einigem Aufwand erstellt und mit weiteren Apps ergänzt werden müssen.
Für die Nutzung von Zahlungsabwicklern wie beispielweise PayPal oder Stripe werden bei allen E-Commerce-Lösungen Gebühren fällig. Wer die Zahlung nicht über Shopify Payments abwickelt, muss jedoch mit weiteren Transaktionsgebühren rechnen.
Shopify Nachteile auf einen Blick
Suboptimale URL-Struktur
Transaktionsgebühren
Latori Experten-Tipp
Prüfen Sie alle drei Monate, welche Apps Sie wirklich nutzen. Viele Funktionen wie Rabattcodes, Geschenkkarten oder Warenkorbabbruch-Erinnerungen bringt Shopify bereits mit, eine App brauchen Sie nur, wenn der Standard nicht reicht.
Shopify Erfahrungen aus der Praxis: Das sagen unsere Experten
Unsere Shopify-Entwickler und -Berater betreuen täglich Shops verschiedenster Größen. Ihre Einschätzungen zu Hosting, API und Themes finden Sie direkt in den jeweiligen Abschnitten oben. Hier teilen sie, wo es im Projektalltag hakt und was sich zuletzt verändert hat.
Praxisbeispiel: Von der Idee schnell live
Eine Fahrzeug-Fitment-App für einen Automotive-Kunden ging weniger als drei Wochen nach dem ersten Commit in Produktion. Shopify CLI, App Proxies und Bulk Operations übernehmen die Basisarbeit, entwickelt werden muss nur die Fitment-Logik. (Lekealem)
Was gut funktioniert
Native bleiben zahlt sich aus: Die Shops, die am besten gealtert sind, sind die, die nah an der Plattform geblieben sind. Sie profitieren bei jedem Shopify-Update automatisch, während individuelle Teile regelmäßig gewartet werden müssen und teils eine Migration nötig machen. (Luigi)
Eigene Logik läuft auf Shopify-Infrastruktur: Der Code für Functions und Extensions läuft bei Shopify statt auf eigenen Servern. Um Hosting und Skalierung müssen Sie sich nicht kümmern, auch bei BFCM-Traffic läuft es stabil. (Luigi)
Starke Dokumentation: Die Entwicklerdokumentation auf shopify.dev und das Help Center gehören zu den besten, mit denen wir arbeiten. Das AI Toolkit für Entwickler ist eine sinnvolle Ergänzung. (Luigi)
Stolpersteine
Starre URL-Struktur: Pfade wie /products/, /collections/ und /pages/ sind vorgegeben. Bei Migrationen von flexibleren Systemen braucht es eine saubere 301-Weiterleitungsstrategie. (Mohamed, Sebastian)
App-Wildwuchs: Zu viele Apps erhöhen laufende Kosten, bremsen die Ladezeit und erschweren den Support. (Mohamed, Sebastian)
Neue Native-Features sind anfangs nicht immer ausreichend: Bundles, Subscriptions oder B2B-Funktionen decken oft rund 90 % der Standardfälle ab. Bei etablierten Händlern fehlen die restlichen 10 % teils am ersten Tag. (Sebastian)
Grenzen beim Checkout: Checkout Extensibility ist sicherer als das alte checkout.liquid, hat aber klare Layout- und Logikgrenzen, vor allem außerhalb von Plus. (Sebastian)
Technischer Pflegeaufwand: Die REST Admin API gilt als Legacy, bestehende Anbindungen müssen auf GraphQL umgestellt werden. Manche Webhooks (z. B. products/update) kommen doppelt an und können Race Conditions auslösen. (Lekealem)
Enge Input-Limits bei Functions: Eine Function erhält nur die Daten, die ihre Input Query abfragt. Große Metafield-Werte wie Preistabellen oder umfangreiche Konfigurationen kommen leer an. Das Datenmodell muss daher vorab sorgfältig geplant und aufgeteilt werden. (Luigi)
Netzwerkzugriff nur für Enterprise: Functions dürfen nur in Enterprise-Tarifen externe Systeme aufrufen, und selbst dort muss Shopify den Zugriff freischalten. Eine Live-Bestandsprüfung gegen das ERP im Checkout ist für die meisten Händler daher nicht möglich. Alternativen sind eine vorherige Synchronisation der Daten oder ein Workaround über Checkout UI Extensions. (Luigi)
Tooling für Agenturen: Die API-Bibliotheken haben zuletzt weniger Aufmerksamkeit bekommen. Im Dev Dashboard fehlen zudem Basisfilter, etwa um Apps nach API-Health zu filtern und so jene mit veralteten Endpunkten zu finden. (Luigi)
Häufige Fehler
„Shopify ist Plug-and-play, wir brauchen keine Entwickler.” Individuelles Theme-Design, ERP-Synchronisation und eigene Geschäftslogik erfordern weiterhin Fachwissen. (Mohamed)
„Out of the box deckt alles ab.” Für Standard-D2C stimmt das. Ein Beratervertrieb, ein Produktkonfigurator oder rechtssichere Preisdarstellung brauchen eine eigene App und ein betriebenes Backend. (Lekealem)
„Eine fertige App ist fertig.” Jede API-Version wird etwa ein Jahr unterstützt, jedes Quartal bringt Deprecations. Planen Sie Wartung wie Hosting ein. (Lekealem)
„Shopify wird das führende System für alle Daten.” PIM und ERP bleiben meist die Datenquelle. Als ein PIM leere Daten sendete, löschte die Synchronisation Produktbilder, bis ein Schutzmechanismus ergänzt wurde. Das Sync-Design ist wichtiger als das Shop-Setup. (Lekealem)
„Für jeden Sonderfall bauen wir eine Individuallösung.“ Technisch ist fast alles machbar, aber jeder Workaround muss gepflegt und an neue API-Versionen angepasst werden. Er lohnt sich nur bei echtem Mehrwert. (Luigi)
Neuerungen 2025/2026, die den Alltag verändern
Überarbeitete Admin-Oberfläche: Schneller, aufgeräumter, mit einheitlichen Polaris-Komponenten und besserer Suche. (Mohamed)
App Home Extensions: Entwickler bauen native Dashboards direkt im Admin, etwa Fulfillment-Queues, B2B-Freigaben oder Spezialreports, ohne externe Tools oder iframes. (Mohamed, Sebastian)
Sidekick: Hilft bei Kundensegmenten, Texten und der Fehlersuche in Flow-Logik per Spracheingabe. (Mohamed)
Canvas: Alle Seiten liegen nebeneinander auf einer zoombaren Fläche, sodass die gesamte Customer Journey im Zusammenhang gestaltet wird. Mit Sidekick lassen sich Anpassungen live per Prompt testen. (Sebastian)
Markets & Managed Markets: Marktspezifische Preise, Kataloge und automatisierte Zölle aus einem Shop. (Mohamed)
Schnellere Bulk Operations und Events: Seit API 2026-01 laufen bis zu fünf Bulk-Jobs parallel, Uploads bis 100 MB sind möglich. Events (seit API 2026-10) erlauben es, gezielt ein einzelnes Metafield zu abonnieren statt jede Produktänderung. (Lekealem)
Metaobjects: Sie sind nicht mehr ganz neu, haben aber die Entwicklung am stärksten verändert. Felder können auf andere Metaobjects, Produkte oder Dateien verweisen, als Einzelwert oder Liste, auch mit gemischten Typen. So lassen sich PIM-Taxonomien, Händlernetzwerke oder Produktkonfiguratoren direkt in Shopify abbilden. Viele externe Datenbanken und kleine Custom-CMS-Lösungen sind dadurch überflüssig geworden. (Luigi)
Unser Rat für Händler
Prozesse vor Technik prüfen. Bauen Sie die alte Plattform nicht 1:1 nach, besonders bei Wechseln von Shopware oder Magento. Nutzen Sie native Werkzeuge (Metafields, Functions, Markets) und investieren Sie Individualentwicklung nur in echte Alleinstellungsmerkmale.
Datenhoheit früh klären. Legen Sie fest, welches System Produkte, Preise, Bestand, Kunden und Bestellungen führt, bevor Sie Theme und Apps wählen. Die schwierigsten Fehler entstehen durch unklare Zuständigkeiten, nicht durch Shopify selbst.
Shopify Gebühren und Preise
Mit der Auswahl eines passenden Shopsystems kommen auf Sie unweigerlich Kosten zu. Diese Kosten setzen sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen.
Shopify Preise
Laut Shopifys Preisseite bietet Shopify vier Tarife: Basic, Grow, Advanced und Plus. Sie können Shopify 3 Tage kostenlos testen, danach zahlen Sie 3 Monate lang nur 1 Dollar bzw. Euro pro Monat. Bei jährlicher Zahlung sparen Sie rund 25 %.
“Durch die Umstellung des Shopsystems haben wir eine monatliche Kostenersparnis von bis zu 60% gegenüber der vorher verwendeten Shop-Lösung.”
– Nils Dehn, Projektleiter für E-Commerce bei B.O.C.
Kurz erklärt: Kann ich Shopify kostenlos testen?
Ja. Laut Shopifys Preisseite testen Sie 3 Tage kostenlos und zahlen danach 3 Monate lang nur 1 Dollar bzw. Euro pro Monat.
Latori Experten-Tipp
Starten Sie für den Einstieg mit Basic oder Grow. Ein späterer Wechsel in einen höheren Tarif ist möglich. Plus lohnt sich, wenn Sie einen tief angepassten Checkout, viele B2B-Kataloge oder mehrere Länder-Shops brauchen.
Shopify Gebühren
Neben den reinen Kosten für die Nutzung der Software sollten Sie auch zusätzliche Gebühren in Ihre Kostenrechnung mit aufnehmen.
Bei Shopify fallen Gebühren für die Nutzung von Zahlungs-Gateways beispielsweise bei Kreditkartenzahlung an. Falls Sie zusätzlich ein Ladengeschäft betreiben, sollten Sie je nach Tarif auch hier mit einem bestimmten Prozentsatz an Gebühren rechnen.
Wenn Sie Ihre Zahlungen nicht über Shopify Payments abwickeln, kommen noch einmal Transaktionsgebühren hinzu.
Agentic-Tarif und Shopify Plus
Der Vollständigkeit halber möchten wir hier noch auf zwei Sonderfälle hinweisen: den Agentic-Tarif und Shopify Plus (ab 2.300 USD/Monat).
Der Agentic-Tarif richtet sich an Händler, die ausschließlich in KI-Kanälen verkaufen wollen. Er hat keine Grundgebühr, Sie zahlen nur bei erfolgreichem Verkauf.
Kurz erklärt: Was ist Shopify Plus?
Shopify Plus ist der Enterprise-Tarif ab 2.300 US-Dollar pro Monat. Laut Preisseite bietet er einen vollständig anpassbaren Checkout, unbegrenzte Mitarbeiterkonten und priorisierten Support mit 24/7-Telefon.
Lesetipp: Mehr über Shopify-Preise und den Vergleich zu anderen Shopsystemen haben wir Ihnen in diesem Artikel zusammengefasst!
Neue Pflicht 2026: Der Widerrufsbutton
Ab dem 19. Juni 2026 brauchen laut e-recht24 alle B2C-Onlineshops einen Widerrufsbutton, sofern sie Produkte oder Dienstleistungen mit Widerrufsrecht verkaufen. Das gilt auch für Gastbestellungen. Shopify hat Self-Service-Retouren um Stornierungen erweitert. Diese Lösung läuft jedoch über das Kundenkonto und erfordert eine Anmeldung. Für Gastbestellungen empfiehlt sich daher ein zusätzliches Formular ohne Login, per App oder Theme-Anpassung. Lassen Sie die Umsetzung gemeinsam mit Widerrufsbelehrung und AGB rechtlich prüfen.
Kurz erklärt: Was ist der Widerrufsbutton?
Der Widerrufsbutton ist eine digitale Funktion, über die Verbraucher einen Widerruf direkt im Onlineshop erklären können. Seit dem 19. Juni 2026 müssen B2C-Shops sie laut e-recht24 anbieten, sofern sie Produkte oder Dienstleistungen mit Widerrufsrecht verkaufen.
Latori Experten-Tipp
Bestellen Sie nach der Einrichtung einmal als Gast und prüfen Sie, ob der Widerruf ohne Login möglich ist. Stimmen Sie Button, Widerrufsbelehrung und AGB gemeinsam mit Ihrer Rechtsberatung ab.
Shopify Erfahrungen: Mögliche Alternativen
Obwohl unsere Shopify Erfahrungen überwiegend positiv ausfallen, möchten wir natürlich auch auf Alternativen hinweisen. Neben Shopify gibt es noch eine ganze Menge anderer E-Commerce-Lösungen. Bekannte Shopify Alternativen sind beispielsweise das auf WordPress aufbauende WooCommerce, Shopware, Magento bzw. Adobe Commerce Cloud und viele mehr.
Lesetipp: In unserem großen Shopsystem-Vergleich haben wir fünf Systeme genauer unter die Lupe genommen!
In der folgenden Übersicht haben wir unterschiedliche Shopify Alternativen zusammengefasst.
Shopify Plus
WooCommerce
Shopware
Magento
Kurzportrait
Enterprise-Lösung mit besserer Skalierbarkeit und Kundenservice
Kostenloses Open-Source-Shopsystem auf WordPress-Basis
Open-Commerce-Plattform mit modularen Anpassungsmöglichkeiten
Open-Source-Plattform für den B2B- und B2C-Bereich
Geeignet für
Große Onlinehändler
Technisch versierte Händler
Shops jeglicher Art mit gewissem technischen Know-How
Händler mit Programmierkenntnissen
Fazit: Für wen eignet sich ein Shopify-Shop?
Shopify ist die passende E-Commerce-Lösung für Händler, die einfach und schnell einen Onlineshop eröffnen wollen und ein System suchen, das mit ihnen mitwächst.
Das Shopsystem besticht durch seine Einfachheit und erlaubt Händlern ohne viel technisches Know-How und Programmierkenntnisse einen funktionsfähigen Shopify-Shop mit vielen Funktionen zu betreiben. Gleichzeitig bietet das System die Möglichkeit für versierte Händler, individuelle Anpassungen vorzunehmen.
“Die Zielsetzung war ein cleaner Shop mit wenig internem IT- Aufwand. Schnell stießen wir auf die Lösung von Shopify und Shopify Plus. Nach zwei, drei Workshops und einer Validierung der Lösung mit unseren Entwicklern haben wir uns schließlich für diese Lösung von Shopify entschieden.”
– Ulrich Tietze, Head of Product Enterprise Application bei Lensit
Das Shopify-Ökosystem mit dem hauseigenen App-Store bietet für jedes Bedürfnis eine passende Lösung. Mit Shopify POS können Sie Ihren Onlinehandel einfach um ein stationäres Geschäft erweitern.
Kurzum: Shopify ist eine vielseitige E-Commerce-Lösung, die sich für Händler jeder Größe eignet.
Sie benötigen Unterstützung im Aufsetzen und Individualisieren Ihres Shopify-Shops? Kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen gerne weiter!
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Shopify Erfahrungen
Für wen lohnt sich Shopify?
Shopify ist für Onlinehändler jeder Größe – vom Kleinunternehmer bis zum etablierten Player – geeignet. Für große Händler steht mit Shopify Plus eine leistungsfähige Enterprise-Lösung zur Verfügung.
Welches Shopsystem ist das beste?
Aus unserer jahrelangen Shopify Erfahrung können wir Shopify als Shopsystem uneingeschränkt empfehlen. Welches Shopsystem aber für Sie als Händler das beste ist, hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab.
Welche Shopify Alternativen gibt es?
Neben Shopify gibt es noch zahlreiche weitere E-Commerce-Lösungen wie beispielsweise Shopware, WooCommerce, Magento, OXID oder Wix. Wir vergleichen einige davon in unserem Blog und geben unsere Shopify Erfahrungen weiter.
Wie seriös ist Shopify?
Shopify ist ein börsennotiertes Unternehmen mit geprüfter Software und Sicherheit. Mehrere Millionen Händler auf der ganzen Welt setzen auf die Shop-Lösung, die auch in Deutschland ein hohes Ansehen genießt.
Wie viel kostet Shopify?
Das Abo startet im Basic-Tarif bei 29 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung. Dazu kommen Zahlungsgebühren, Apps und gegebenenfalls Theme-Kosten. Die aktuellen Preise finden Sie im Abschnitt „Shopify Preise".
Kann ich Shopify testen?
Ja. Sie testen 3 Tage kostenlos, danach zahlen Sie 3 Monate lang 1 Dollar bzw. Euro pro Monat.
Wie erstelle ich einen Shopify Account?
Sie registrieren sich mit E-Mail-Adresse und Shop-Name und starten damit die Testphase. Weitere Mitarbeiterkonten sind ab dem Grow-Tarif möglich.
Wann lohnt sich eine Shopify Agentur?
Etwa bei Migrationen, ERP-Anbindungen, individuellem Checkout (Plus), B2B, mehreren Märkten oder rechtlichen Anpassungen wie dem Widerrufsbutton.