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WooCommerce vs. Shopify: Was Passt besser Zu Ihrem Business?

WooCommerce vs. Shopify: Was Passt besser Zu Ihrem Business?

Zu Beginn jedes Onlineshops steht die Wahl des Shopsystems, die Entrepreneure in spe keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen sollten. Wer auf der Suche nach der geeigneten Lösung für seinen Onlineshop ist, kommt schon beinahe zwangsläufig mit WooCommerce oder Shopify in Berührung. Beide Systeme erfreuen sich bei Onlinehändlern aller Größen und Branchen großer Beliebtheit. Es darf daher zurecht die Frage gestellt werden: WooCommerce vs. Shopify, welches der beiden Systeme ist denn nun das bessere? Um Ihnen auf diese Frage eine Antwort geben zu können, haben wir die Systeme einmal nach 5 Kriterien miteinander verglichen.

WooCommerce und Shopify: Was ist was?

Bevor wir uns die Stärken und Schwächen von Shopify und WooCommerce, bzw. deren Unterschiede genauer anschauen, wollen wir die Kontrahenten zunächst einmal vorstellen.

Shopify wird vom gleichnamigen kanadischen Unternehmen vertrieben und geht auf den deutschen Auswanderer Tobias Lütke zurück. Von seiner Wahlheimat Kanada aus ist Shopify mittlerweile in zahlreiche Länder expandiert und zählt heute zu den größten Shopsystemen überhaupt, auf das über 1,7 Millionen Händler und Händlerinnen weltweit vertrauen. Die E-Commerce-Plattform zeichnet sich durch ihre Einfachheit aus und adressiert sowohl kleinere und mittelständische Händler als auch Enterprise-Kunden, die dank Shopify Plus eine umfassende Shop-Lösung bekommen.

Anders als Shopify ist WooCommerce kein eigenständiges Shopsystem. Vielmehr handelt es sich dabei um ein Plugin des Content-Management-Systems WordPress. Das System wurde von WooThemes entwickelt und entstand im Jahr 2011 aus dem damals recht populären System Jigoshop.

Laut Builtwith sind WooCommerce und Shopify die beiden am häufigsten genutzten Plattformen für Onlineshops. Shopify besitzt unter den „Top 1 Million Sites“ rund 20 Prozent Marktanteil, WooCommerce sogar 27 Prozent. An dritter Stelle folgt Magento mit 9 Prozent.

Quelle: builtwith.com

Schon allein die Popularität beider Systeme rechtfertigt den Vergleich zwischen WooCommerce und Shopify. Deshalb schauen wir uns an, welches System unter 5 verschiedenen Kriterien die Nase vorn hat.

#1 Hosting: Skalierbare Cloud trifft auf Selfhosting

Schon beim Hosting unterscheiden sich WooCommerce und Shopify voneinander. Als Teil von WordPress ist WooCommerce selfhosted. Das bedeutet, dass Sie sich beim Aufsetzen Ihres Onlineshops selbst um den entsprechenden Webspace kümmern müssen. Dazu ist entweder ein eigener Server oder ein Drittanbieter in Form eines Hosters notwendig.

Anders sieht das bei Shopify aus. Das System ist cloudbasiert, das heißt, das Hosting ist in den monatlichen Kosten inbegriffen und wird von Shopify übernommen. Das ist nicht nur der für den Anwender entspanntere Ansatz, das cloudbasierte System ist zudem skalierbar und passt die zur Verfügung stehenden Ressourcen automatisch an den Bedarf an. Auf diese Art wird sichergestellt, dass es im Fall von Lastspitzen nicht zu Verzögerungen kommt. Viele Unternehmen, die sich in TV-Shows wie „Die Höhle der Löwen“ vorstellen, setzen deshalb auf Shopify, um den immensen Traffic-Ansturm auf die eigene Webseite bzw. den eigenen Shop ausfallsicher abfedern zu können. Egal wie viele Menschen gleichzeitig auf einen Shop zugreifen, der Shopify-Store wird die Last abfangen und stabil bleiben. Zwar gibt es Cloudhosting-Anbieter auch für WordPress, und somit für WooCommerce, die entsprechenden Pakete sind aber in der Regel teurer als ein herkömmliches Hosting.

Unser Urteil

Im Bereich Hosting hat Shopify klar die Nase vorn: Die skalierbare Cloud schlägt hier die Selbstversorgung in Sachen Komfort. Zwar sind Sie bei WooCommerce frei in der Wahl Ihres Hosters, diese fällt jedoch angesichts der großen Anbietervielfalt nicht gerade leicht. Das Aufsetzen und die Pflege eines Shops erfordern dazu noch einen Mehraufwand gegenüber der integrierten und sicheren Cloud-Lösung von Shopify.

#2 Preis: Selbstverwaltung kann sich auszahlen

Shopify folgt einem planbasierten Preismodell mit festen monatlichen Kosten. Die drei Pläne Basic, Shopify und Advanced schlagen mit $29, $79 bzw. $299 zu Buche. Für Händler mit einem hohen Geschäftsaufkommen gibt es mit Shopify Plus noch einen weiteren Plan mit variablen Kosten, die sich nach den Anforderungen des Unternehmens richten (mind. aber $2.000/Monat).

Für das Pricing bei Shopify existieren drei verschiedene Pläne und das flexible Shopify Plus. Bei WooCommerce ist die Preisbildung nicht ganz so eindeutig.

Wordpress und Woocommerce sind kostenlose Open-Source-Plattformen, d. h. Sie können sie völlig kostenlos auf Ihrer Website installieren und so gesehen günstiger einsteigen. Innerhalb von Woocommerce sind Hunderte Zahlungsanbieter integriert und die einzigen Gebühren, die Sie zahlen müssen, sind die, die vom jeweiligen Anbieter erhoben werden. Zu den Dingen, für die Sie bei Woocommerce möglicherweise zahlen müssen, gehören zusätzliche Integrationen und Plugins. Vor allem sind Sie für das Hosting und die Sicherheit Ihrer Kunden verantwortlich.

Dadurch, dass die Preise für das Hosting je nach Anbieter schwanken, sind die Kosten für WooCommerce schwer bezifferbar. Mit einem mittleren Hosting-Paket für 10 - 15 Euro im Monat liegen diese jedoch unter dem Preis von Shopifys Basic-Plan.

Sowohl für WooCommerce als auch für Shopify gilt: Abseits von den Kosten für den jeweiligen Plan bzw. das Hosting, entstehen Ihnen möglicherweise noch weitere Ausgaben für bezahlpflichtige Apps.

Unser Urteil

Wie Sie sehen, sind Shopify und WooCommerce kostentechnisch nur schwer vergleichbar. Hier sollten Sie sich klar vor Augen halten, was Ihnen geboten wird. WooCommerce ist nur die Software zur Bereitstellung von E-Commerce-Funktionen und beinhaltet standardmäßig kein Hosting, keine Sicherheit oder Integrationen. Einsteigen können Sie hier als E-Commerce-Neuling eventuell trotzdem kostengünstiger, es sei denn Sie greifen zu zusätzlichen Plugins. Shopify gibt es zwar nur mit monatlicher Gebühr, positiv ist dennoch, dass Hosting, Sicherheit und Updates bereits inbegriffen sind. In Hinblick auf den Preis sehen wir daher ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

#3 DSGVO-Konformität: WooCommerce wird erst über Umwege rechtssicher

Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO im Jahr 2018 ist das Thema Rechtssicherheit auch für Sie relevant, wenn Sie einen Onlineshop aufsetzen möchten, da im Falle einer Abmahnung existenzbedrohende Kosten entstehen können.

Shopify hat auf diesen Umstand reagiert und bietet mit Deput ein kostenloses, von Haus aus rechtssicheres Theme, das vom Händlerbund für den deutschen Raum zertifiziert wurde. Shopify hält außerdem ein SSL-Zertifikat für alle Händler bereit und erfüllt in Sachen PCI-DSS-Konformität die höchste Stufe (Stufe 1). Das bedeutet, dass Ihre Website so konfiguriert ist, dass sie Kreditkartenzahlungen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen entgegennimmt. Außerdem installiert Shopify ohne Ihr Zutun alle Updates und Neuerungen automatisch und macht Sie regelmäßig auf Neuigkeiten aufmerksam.

WooCommerce ist out of the box nicht für den Verkauf im europäischen Rechtsraum konzipiert und nur über Umwege rechtssicher. Dafür braucht es zusätzliche Plugins, wie zum Beispiel das speziell auf die Rechtslage in Deutschland abgestimmte WooCommerce Germanzied. Damit über dieses Plugin beispielsweise rechtskonforme Rechnungen erstellt und versandt werden können, bedarf es allerdings der kostenpflichtigen Pro-Version. Auch wenn es um SSL-Zertifikate geht, zieht WooCommerce den Kürzeren, denn diese werden nicht automatisch angeboten. Sie müssen selbst einen Hosting-Anbieter finden, der ein solches Zertifikat anbietet. Auch bei der PCI-DSS Konformität entspricht WooCommerce nicht automatisch den gesetzlichen Bestimmungen. Sie müssen selbst Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Sie sicher an Ihre Kunden verkaufen.

Shopify ist in Deutschland durch den Händlerbund vorzertifiziert. Bei WooCommerce sind dafür Plugins von Drittanbietern nötig.

Unser Urteil

Shopify hat sich intensiv mit dem Thema Rechtssicherheit in Europa auseinandergesetzt und kann deshalb in diesem Bereich punkten. Von sich aus bietet WooCommerce hier keine Lösung. Wollen Sie Ihren Shop rechtssicher machen, sind Sie deshalb auf Plugins von Drittanbietern angewiesen, die nur eingeschränkt kostenlos sind. In Sachen DSGVO-Konformität fällt der Vergleich Shopify vs. WooCommerce daher recht eindeutig zugunsten des kanadischen Shopsystems aus.

Lesetipp: Mehr Vergleiche gefällig? Lesen Sie hier, wie Shopify gegenüber Shopware abschneidet.

#4 Apps: Beide Systeme sind flexibel

„Es gibt für alles eine App“, kein geringerer als Steve Jobs warb mit diesem Slogan im Jahr 2008 für das erste iPhone – wie wir alle wissen überaus erfolgreich. Demselben Prinzip, Programmerweiterungen für die verschiedensten Bereiche anzubieten und so ein individualisierbares System zu schaffen, haben sich sowohl Shopify als auch WooCommerce verschrieben. Allerdings werden die Apps bei WordPress Plugins genannt. Im Zusammenhang mit WooCommerce ist oft auch von Extensions die Rede.

WordPress wartet mit über 55.000 Plugins auf, das Shopsystem WooCommerce ist eins davon, an das sich wiederum sehr viele Erweiterungen anschließen.

Was schon beim Smartphone funktioniert hat, geht auch für die beiden Shopsysteme auf. Ihre Flexibilität ist der wohl stärkste Trumpf von WooCommerce und Shopify gegenüber der Konkurrenz. Shopify gibt an, über 6.000 Apps im hauseigenen App-Store anzubieten. Da WooCommerce selbst ein Plugin von WordPress ist, ist die Anzahl an Plugins schwer feststellbar. Von den über 55.000 Einträgen im Plugin Dictionary von WordPress findet sich aber eine große Bandbreite eigens für das Shop-Plugin konzipierter Erweiterungen. Unterm Strich lassen beide Systeme nahezu keine Wünsche offen, was die Individualisierung angeht. Egal ob für Shopdesign, Checkout, Filterfunktion, Bezahlanbieter oder Ähnliches: Für gewöhnlich bieten sowohl Shopify als auch WooCommerce mehrere Lösungen für ein und denselben Zweck. Dabei kann eine App/ ein Plugin gleichzeitig kostenlos und funktional sein.

Da Shopify eine geschlossene Plattform ist, müssen alle Apps, die im App Store erscheinen, kontrolliert und überprüft werden – im Gegensatz zur Open-Source-Lösung von WooCommerce.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, die Anzahl der gewählten Apps auf ein Minimum zu beschränken. Zu viele Plugins und Apps in einem Shop können die Ladedauer der Seite erhöhen.

Über den Shopify App Store lassen sich ganz einfach neue Funktionen für Ihren Shop anbinden.

Unser Urteil

In Sachen Erweiterbarkeit können wir keinen eindeutigen Sieger ausmachen. Sowohl Shopify als auch WooCommerce bieten die Möglichkeit, aus einer Fülle an Apps bzw. Plugins auszuwählen und ohne viel Aufwand neue Funktionen einzubinden. Die Menge an Applikationen sollte den Ansprüchen von Online-Unternehmen aller Größen gerecht werden.

Sie brauchen individuelle Lösungen für Ihren Shopify-Store? Kontaktieren Sie uns gern!

Mit den Standard-Apps von Shopify lässt sich eine Menge abbilden, besondere Features und Komfortfunktionen erfordern jedoch manchmal individuelle Lösungen. Latori gehörte zu den ersten in Deutschland anerkannten Shopify-Experten und hat sich auf die Entwicklung maßgeschneiderter Apps spezialisiert.

#5: Performance und Stabilität: Je größer, desto langsamer

In Sachen Performance und Stabilität sind die Ansprüche beim Onlineshopping in der jüngeren Vergangenheit klar gestiegen: Schnelle Ladezeiten und ständige Erreichbarkeit sind Hygienefaktoren, die keine unentschlossenen Käufer mehr überzeugen können. Andersrum macht es sich direkt in den Absprungraten bemerkbar, wenn die (Shop-)Seite einmal länger lädt.

Im Shopify-WooCommerce-Vergleich lässt sich die Frage, welches System denn das schnellere von beiden ist, mal wieder nicht eindeutig beantworten. Die Geschwindigkeit von WooCommerce wird maßgebend durch das Hosting-Paket bestimmt. Tendenziell kommt es bei besonders günstigen Angeboten schnell zu langen Verzögerungen. Auch ist WooCommerce von Haus aus nicht gerade ein Rennpferd. Die meisten Features, die die Ladezeit verkürzen, z.B. HTML-, CSS- und JavaScript-Kompression, müssen erst aktiviert werden. Dafür existiert eine ganze Reihe sog. Cache-Enabler-Plugins. Wer die entsprechenden Kenntnisse besitzt, kann die Funktionen zwar selbst in der htaccess-Datei von WordPress aktivieren, für Laien dürfte das aber keine Option sein.

Das cloudbasierte Shopify hat diese Features bereits an Bord und spart Ihnen deshalb einiges an Aufwand. Mit dem Onlineshop 2.0 stehen zudem einige neue Themes in den Startlöchern, die deutlich besser auf Ladegeschwindigkeit optimiert sind.

Bei beiden Systemen gilt, dass die Vielfalt an Apps/Plugins zwar sehr groß ist, die Anzahl tatsächlich genutzter Erweiterungen aber so gering wie möglich gehalten werden sollte, da diese dazu neigen, die Shopsysteme auszubremsen.

In puncto Stabilität kann Shopify erneut durch das cloudbasierte Hosting punkten. Updates werden automatisch aufgespielt, ohne dass Sie etwas davon merken. WooCommerce bzw. WordPress muss dagegen manuell mit Updates versorgt werden, weshalb das System mehr Pflege benötigt und anfälliger gegenüber Angriffen und Fehlern wird, wenn diese eine Zeit lang ausbleibt.

Unser Urteil

Bei Performance und Stabilität kann Shopify erneut überzeugen. Das System nimmt Ihnen dank Cloudhosting den Verwaltungs- und Pflegeaufwand ab und wird durch den Onlineshop 2.0 perspektivisch auch wesentlich schneller. Zwar kann WordPress mit etwas Aufwand ebenfalls deutlich beschleunigt werden, die Tatsache, dass hierzu aber Erweiterungen oder Programmierkenntnisse notwendig sind, um wichtige Funktionen zu aktivieren, ist jedoch ein Nachteil.

Fazit

Unser Vergleich hat gezeigt, dass in vier von fünf Punkten Shopify gegenüber WooCommerce dominiert. Das Cloudhosting des Systems bietet eine Reihe von Vorteilen, die sich in verschiedenen Bereichen zeigen.

Wir können nicht bestreiten, dass wir vielleicht etwas voreingenommen sind, da wir uns als Shopify-Agentur seit Jahren um die Webentwicklung für diese Lösung spezialisieren. Die Kunden, die regelmäßig zu uns kommen, um von WooCommerce zu Shopify zu wechseln, geben uns jedoch Recht, wenn wir sagen, dass Shopify ein komplettes Paket für Unternehmen jeglicher Größe anbietet. Programmierer, wie wir von Latori es sind, können das System beliebig anpassen und für eine optimale Experience sorgen.

Wenn Sie auf der Suche nach einer Plattform sind, die keine monatlichen Gebühren erfordert, dann ist WooCommerce Ihre erste Wahl. Seien sie hier aber besonders kritisch bei der Auswahl Ihrer Plugins und suchen Sie nach einem geeigneten Hosting-Anbieter, um für Sicherheit und Rechtskonformität zu sorgen.

Sie möchten von einem bestehenden System zu Shopify wechseln? Wir haben bereits viele Kunden dabei unterstützt, die Migrationsgeschichten zu Shopify lesen Sie hier.

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