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December 22, 2022
Shopify
Latori GmbH

Shopify Omnichannel: Vernetzen Sie mit Omnichannel Marketing Ihre Kanäle für höhere Umsätze

Kanalübergreifende Kommunikations- und Shoppingmöglichkeiten gehören heutzutage zum erfolgreichen Handel zu einer ausgefeilten Marketingstrategie dazu und werden in Zukunft sogar noch stärker an Relevanz gewinnen. Kunden möchten genau dort einkaufen können, wo sie sich gerade befinden, egal ob im Ladengeschäft, im Onlineshop oder auf Social-Media-Plattformen.

Gerade im Modehandel wird diese Flexibilität von Kunden gefordert. So zeigt eine Studie, dass 25 % der Personen, die im Geschäft einkaufen, vorher online recherchiert und Preise verglichen haben. Knapp die Hälfte geht gegenteilig vor und bestellt online die Artikel, die sie vorher im Ladengeschäft angesehen haben. Dieses Phänomen findet sich auch in vielen anderen Branchen wieder und macht deutlich: Eine gut durchdachte Omnichannel-Strategie kann das Erfolgsrezept für mehr Umsatz im Unternehmen sein.

Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Beitrag zunächst erklären, was Omnichannel überhaupt bedeutet und verraten Ihnen anschließend ein paar Tipps für die Omnichannel-Strategie in Ihrem Shopify-Store.

Sie sind Shopify- oder Shopify-Plus-Händler, möchten eine Omnichannel-Strategie für Ihr Unternehmen entwickeln und könnten dafür noch professionelle Unterstützung gebrauchen? Dann kontaktieren Sie uns gerne und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Inhaltsverzeichnis:

Was versteht man unter Omnichannel?

Omnichannel ist ein Vertriebsansatz, der Kunden über alle Touchpoints erreicht und ihnen ein einheitliches und vor allem nahtloses Einkaufserlebnis bietet. Zu den üblichen Kanälen zählen beim Omnichannel-Vertrieb, auch Omnichannel-Commerce genannt, zum Beispiel:

  • Webshop
  • Online-Marktplätze (wie Amazon)
  • Social-Media-Plattformen (wie Instagram)
  • Ladengeschäfte
  • Apps

Der Schlüssel zum Erfolg liegt hierbei in der perfekten Synchronisation aller Kanäle.

Lesetipp: Hier diskutieren wir die Chancen und Risiken von Online-Marktplätzen.

Omnichannel vs Multichannel: Die wichtigsten Unterschiede

Vielleicht ist Ihnen der Begriff des Multichannels bereits bekannt und Sie fragen sich an dieser Stelle, worin die Unterschiede der beiden Ansätze liegen. Für diesen Fall stellen wir den Multi- und den Omnichannel-Commerce im Folgenden einander gegenüber.

Multichannel Omnichannel
Hauptziel Beim Multichannel-Ansatz geht es vor allem darum, die Leistung jedes einzelnen Vertriebskanals getrennt voneinander zu maximieren.
Dadurch wird eine höhere Marktabdeckung erreicht, mehr Präsenz gezeigt und das Risiko eines einzigen Kanals reduziert.
Die Omnichannel-Strategie hat hingegen in erster Linie den Kunden im Blick. Es wird darauf abgezielt, ein konsistentes Einkaufserlebnis über alle genutzten Kanäle hinweg zu liefern und potenzielle Interessenten genau dort anzusprechen, wo sie einkaufen möchten. Dieses Vorgehen stärkt Kundenbeziehungen und erhöht die Verkaufszahlen.
Umsetzung Beim Multichannel-Vertrieb hat jeder Kanal seine eigenen Ziele und sein eigenes Team, um bestimmte Maßnahmen umzusetzen. Der Kundschaft wird so eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten geboten, die jedoch nicht synchron miteinander arbeiten. Die Daten aus den verschiedenen Vertriebskanälen werden im Omnichannel miteinander verbunden und synchronisiert. Idealerweise findet eine perfekte Verzahnung statt, sodass die verschiedenen Plattformen nicht in Konkurrenz zueinander treten, sondern ein harmonisches Gesamtbild ergeben.

Lesetipp: Erfahren Sie, wie Sie eine erfolgreiche Multichannel-Strategie mit Shopify aufbauen können.

Omnichannel Beispiel: Wie Omnichannel-Vertrieb und -Marketing in der Praxis zusammenspielen

Nach all der Theorie möchten wir Ihnen nachfolgend den Omnichannel-Ansatz noch anhand eines etwas greifbareren Praxisbeispiels erläutern:

Nehmen wir an, eine Kundin möchte einen Wintermantel kaufen und hat bereits in mehreren Onlineshops nach dem passenden Artikel gestöbert. Kurze Zeit später erhält sie von einem der Stores eine Anzeige auf Facebook mit einer Auswahl an Parkas, die sie sich bereits angesehen hatte. Als sie auf die Anzeige klickt, gelangt sie zurück zum Webshop und setzt einen der Mäntel auf ihre Merkliste. Dabei sieht sie ein Banner auf der E-Commerce-Website, welches sie auf die dazugehörige App aufmerksam macht und einen Rabatt von 20 % beim Download verspricht. Die Frau ist natürlich begeistert, lädt sich die App herunter, findet darin den auf der Merkliste befindlichen Wintermantel, löst den Code ein und kann im Checkout angeben, ob die Bestellung nachhause oder in die Filiale geliefert werden soll.

Anhand des Beispiels erkennen Sie, wie Kunden bei einer gut umgesetzten Omnichannel-Lösung von einem Kanal zum anderen übergehen und dabei immer tiefer ins Markenerlebnis einsteigen können.

Lesetipp: Was Cross-Selling ist, welche Vor- und Nachteile diese Strategie bietet und wie Sie es in Ihrem Onlineshop anwenden.

Omnichannel-Marketing und der Unterschied zum Omnichannel-Commerce

Während es beim Omnichannel-Vertrieb darum geht, verschiedene Kanäle einzusetzen, um Kunden zu erreichen und Verkäufe zu generieren, ist das Ziel des Omnichannel-Marketings vielmehr, eine konsistente, kanalübergreifende Erfahrung für Kunden zu schaffen. Es werden alle Channels aufeinander abgestimmt, um eine perfekte Online-Präsenz zu erzeugen, die von potenziellen Kunden während der gesamten Customer Journey als einheitlich empfunden wird.

Dieses Konzept hat sich zu einer der wichtigsten Disziplinen im Online-Marketing entwickelt, denn erst wenn alle Kanäle miteinander verbunden sind und ein Wechsel zwischen diesen einfach möglich ist, ergibt dies ein kohärentes und positives Kundenerlebnis.

Grundlage des Omnichannel-Marketings sind die konsequente Erhebung und das ständige Evaluieren von Daten sowie die Automatisierung verschiedener Aufgaben. Hierfür finden Sie im Shopify App Store eine ganze Reihe an nützlichen Tools, unter welchen sich hoffentlich auch eine perfekte Omnichannel-App für Sie befindet. Eine kleine Auswahl stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

  • Klaviyo: Hierbei handelt es sich um eine Marketing-Automation-Software speziell für Online-Händler. Mit Klaviyo können automatisierte E-Mails und Textnachrichten aus einer Kundendatenbank versendet werden. Durch die Verknüpfung der Datenbank mit Social-Advertising-Maßnahmen werden Custom oder Lookalike Audiences auf Facebook erneut angesprochen.

  • JivoChat Live Chat & Chatbot: Hierbei handelt es sich um einen All-in-One-Business-Messenger, mit dem Mitarbeiter überall mit Kunden sprechen können: Live-Chat, Telefon, E-Mail und soziale Netzwerke. Die Funktionen zielen darauf ab, die Effizienz und die Kommunikationsmöglichkeiten Ihres Support-Teams zu steigern.

  • Google Amazon eBay von Codisto: Mit dieser App können Sie Listings auf Amazon und eBay direkt von Ihrem Webshop aus erstellen und verwalten. Darüber hinaus ermöglicht es Codisto, Ihre Produktdaten, Preise und Bestände komplett und in Echtzeit mit allen Vertriebskanälen zu synchronisieren sowie Omnichannel-Bestellungen aus Online-Marktplätzen mit vollständigen Nachverfolgungsdaten direkt zu empfangen und zu verwalten.

Welche Shopify Apps Ihren Omnichannel-Commerce und Ihr Omnichannel-Marketing unterstützen oder optimieren können, hängt stark von Ihrem individuellen Geschäftsmodell ab. Im Shopify App Store finden Sie bestimmt für jedes Anliegen eine passende Lösung. Vergessen Sie außerdem nicht, dass eine Omnichannel-Marketing-Strategie nie final ist, sondern sich bestenfalls stets an sich verändernde Umstände anpasst.

Lesetipp: Im Beitrag verraten wir, wie Sie in nur 6 Schritten eine erfolgreiche Social-Media-Marketing-Strategie entwickeln, höhere Conversions erzielen und mehr Umsatz generieren.

In nur 4 Schritten zur Omnichannel-Strategie mit Shopify

Wenn Sie dieser Artikel überzeugt haben sollte und Sie nun auch gerne eine Omnichannel-Strategie für Ihr Unternehmen aufbauen würden, dann haben wir hier die wichtigsten Schritte dafür für Sie zusammengetragen.

1. Definieren Sie Ihre Ziele

Wie bei allen Entscheidungen, die Ihr Business betreffen, sollten Sie auch für eine Omnichannel-Strategie im ersten Schritt Ihre Ziele definieren. Achten Sie dabei stets darauf, dass diese sich später auch messen und auswerten lassen.

2. Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe

Sollten Sie Ihr Unternehmen schon etwas länger betreiben, so werden Sie vermutlich bereits einige Informationen über Ihre Zielgruppe gesammelt haben. Wie wir mittlerweile wissen, geht es beim Omnichannel-Ansatz darum, die potenzielle Kundschaft an den richtigen Orten zu erreichen und abzuholen. Es ist also wichtig zu wissen, wo sich diese Orte befinden. Darauf aufbauend können Personas erstellt und eine Customer Journey erarbeitet werden.

3. Wählen Sie Ihre Channels aus

Sobald Sie Ihre Ziele und Zielgruppe kennen, geht es im dritten Schritt darum, die entsprechenden Kanäle einzurichten. In Fachkreisen wird dieser Vorgang, bei dem Produkte und Dienstleistungen auf verschiedenen digitalen Plattformen aufgelistet werden, als Multichannel-Listing bezeichnet. Es gilt als Schlüsselelement jeder erfolgreichen Omnichannel-Strategie. Die E-Commerce-Plattform Shopify eignet sich aufgrund ihrer vielen Schnittstellen hervorragend für den Omnichannel-Vertrieb. Nachfolgend stellen wir Ihnen neben dem eigenen Shopify-Store drei Channels vor, die besonders gut funktionieren.

  • Social-Media-Plattformen: Mit Shopify können Sie bei Facebook und Instagram ganz einfach eigene Stores erstellen. Dadurch haben Ihre Kunden beispielsweise die Möglichkeit, sich auf Instagram inspirieren zu lassen und anschließend innerhalb weniger Klicks das Produkt ihrer Wahl zu kaufen. Auch Schnittstellen zu anderen Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Pinterest bestehen und können für Shopping-Erlebnisse genutzt werden.

  • Online-Marktplätze: Für viele Online-Shopper sind Marktplätze wie Amazon und eBay die erste Anlaufstelle, wenn sie im Internet etwas kaufen möchten. Perfekt also, dass Ihnen diese beiden Websites innerhalb von Shopify zur Verfügung stehen und Sie diese direkt in Ihrem Shopify-Backend als Vertriebskanal hinzufügen können.

  • Stationärer Handel: Dank des Shopify POS können Händler ihre Produkte in Ladengeschäften verkaufen und dabei zentral Benutzerinformationen sammeln. Dies vereinfacht die anschließende Ansprache der Kundschaft auf anderen Kanälen und ermöglicht außerdem die Annahme von Zahlungen über jeden Kanal.

4. Werten Sie Ihre Ergebnisse aus

Wenn Sie bisher alle Schritte realisiert haben, ist zwar der größte Teil erledigt, das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nicht weiter am Ball bleiben müssen. Sie sollten stets Ihre Ziele im Hinterkopf behalten und Ergebnisse evaluieren, damit Sie Ihre Maßnahmen in Zukunft optimieren können. Neben Ihren gesteckten Zielen sollten Sie außerdem den Markt und Ihre Zielgruppe beobachten, um wichtige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.

Lesetipp: Erfahren Sie, wie Sie in nur 11 Schritten einen eigenen Onlineshop eröffnen und wie hoch die Kosten dafür ausfallen könnten.

Fazit

Die Umsetzung einer Omnichannel-Strategie ist kein Kinderspiel, sondern es gibt einige Faktoren zu beachten. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass neue Sales Channels auch einen deutlichen Mehraufwand bedeuten und eventuell höhere Lagerkapazitäten und mehr Personal erfordern. Dies sollte Sie jedoch nicht abschrecken, schließlich bietet der Absatz über verschiedene Kanäle Ihrem Unternehmen unzählige Chancen, Sie zeigen Präsenz an unterschiedlichen Orten und können neue Marktsegmente und Zielgruppen erschließen. Worauf warten Sie also noch? Wenn Sie für die Konzeption und Umsetzung Ihrer Shopify-Omnichannel-Strategie professionelle Unterstützung haben möchten, dann zögern Sie bitte nicht und kontaktieren Sie uns.

Häufig gestellte Fragen zu Shopify Omnichannel

Was ist Omnichannel-E-Commerce?

Beim Omnichannel-E-Commerce handelt es sich um einen Ansatz, bei dem mehrere Online-Vertriebskanäle genutzt werden. Anders als beim Multichannel-Vertrieb werden die Channels hier nicht getrennt voneinander betrieben, sondern sie arbeiten synchron zusammen. Dadurch wird der Kundschaft über alle Kanäle hinweg ein einheitliches Shopping-Erlebnis geboten.

Was versteht man unter Omnichannel-Marketing?

Beim Omnichannel-Marketing werden alle Kommunikationskanäle gleichmäßig und synchron genutzt. Im Gegensatz zum Multichannel-Marketing knüpfen die verschiedenen Kanäle hier somit nahtlos aneinander und schaffen eine vertrauenswürdige und wohldurchdachte Online-Präsenz.

Welches Shopsystem eignet sich für den Omnichannel-Vertrieb?

Shopify ist ideal auf den Omnichannel-Commerce ausgelegt. Soziale Medien, Online-Marktplätze und andere Kanäle können mit der E-Commerce-Plattform problemlos verbunden werden, damit dem Verkauf auf mehreren Channels nichts im Wege steht. Außerdem verfügt Shopify zum einen über einen riesigen App Store, der zahlreiche nützliche Omnichannel-Apps enthält, und zum anderen über verschiedene Schnittstellen, die Arbeitsprozesse erleichtern oder sogar automatisieren.

Was ist der Unterschied zwischen Multi- und Omnichannel?

Beim Multichannel-Commerce agieren die einzelnen Kanäle separat. Es geht darum, ihre Potenziale getrennt voneinander voll auszuschöpfen. Beim Omnichannel-Vertrieb steht hingegen das Zusammenspiel der Channels im Vordergrund, sodass eine nahtlose Customer Journey ermöglicht und die Kundenbeziehung gestärkt wird. Mehr über die Unterschiede zwischen Omni- und Multichannel erfahren Sie hier.

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