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Aktionstage im E-Commerce: Die wichtigsten Termine für Online-Händler

Aktionstage im E-Commerce: Die wichtigsten Termine für Online-Händler

Für die meisten Händler ist Weihnachten nach wie vor die umsatzstärkste Zeit und Jahr für Jahr nehmen die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke weiter zu. Im Jahr 2018 überschritt der Umsatz in Deutschland erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke. Das liegt nicht zuletzt an Aktionstagen, die das Einkaufen noch attraktiver machen. Ob Black Friday, Cyber Monday oder der Singles‘ Day – Unternehmen erwirtschaften an solchen Aktionstagen Rekordumsätze. Denn Shopping-Junkies erhoffen sich Schnäppchen ohne Ende und warten nur darauf, ihre Kreditkarte zücken zu können. Gerade im Bereich E-Commerce gibt es für jeden Händler viele Gründe, auf diesen Zug aufzuspringen.

Ob es sich lohnt, als Online-Händler bei solchen Aktionstagen teilzunehmen, welche Termine Sie wahrnehmen können und Tipps, um gut auf derlei Rabattaktionen vorbereitet zu sein, erfahren Sie im Beitrag.

Inhaltsverzeichnis:

  • Was sind Aktionstage im E-Commerce?
  • Lohnt sich die Teilnahme an Aktionstagen?
  • Die 15 wichtigsten Aktionstage im Online-Handel
  • 6 Tipps für Online-Händler: Wie Sie Ihren Webshop optimal auf die Aktionstage vorbereiten

Was sind Aktionstage im E-Commerce?

Aktionstage gibt es auf der ganzen Welt. Dabei handelt es sich um bestimmte Termine, zu welchen stationäre als auch Online-Händler oft große Rabatte auf ihre Produkte oder Dienstleistungen ausschreiben. Dabei wird – meist sehr erfolgreich – das Ziel verfolgt, die Kauflaune der Menschen weiter anzuheizen. Für den Einzelhandel bedeuten diese Tage oft Rekordumsätze.

In den meisten Fällen sind Aktionstage an weit verbreitete Feiertage angelehnt, zu welchen es üblich ist, sich gegenseitig zu beschenken. Der Black Friday beispielsweise folgt jedes Jahr auf Thanksgiving. Der Hintergedanke dabei war, dass das in den USA und Kanada gefeierte Erntedankfest der letzte Feiertag vor Weihnachten ist und sich die Menschen ab dem Freitag danach auf das Weihnachtsshopping konzentrieren können. Ähnlich verhält es sich mit Valentinstag, Muttertag und Co. Auch zu diesen Anlässen wird sich der Geschenkkultur vom Handel zu Nutze gemacht und entsprechende Rabatte werden angeboten.

Lohnt sich die Teilnahme an Aktionstagen?

Große Preissenkungen, riesige Rabatte, Sonderangebote - das Paradies für Schnäppchenjäger. So planen beispielsweise am Black Friday 38,2 % der Deutschen bis zu 300 Euro auszugeben und 10,3 % gaben in der Umfrage an, dass sie sogar für mehr als 1.000 Euro einkaufen wollen. Verbraucher sind also offensichtlich bereit dazu, an Aktionstagen ordentlich Geld in die Hand zu nehmen.

Dennoch ist die Teilnahme recht umstritten, denn Käufer warten oft gezielt auf die reduzierten Preise und kaufen aus diesem Grund bewusst nicht vor oder nach der Rabattaktion ein, was zu Umsatzeinbußen führen kann. Außerdem werden Händler immer öfter dazu verleitet, an Aktionstagen künstliche Angebote auszuschreiben, um mit den Mega-Rabatten der Konkurrenz mithalten zu können. Allerdings ist das nicht schwer zu durchschauen und kann einen immensen Imageschaden zur Folge haben.

Dieser Fehler lässt sich jedoch leicht umgehen und bezüglich der möglichen Umsatzeinbußen: In Anbetracht dessen, wie viele Neukunden an solchen Aktionstagen angesprochen und so im besten Falle langfristig gewonnen werden, lohnt sich auch einmal eine geringere Marge. Zudem wird das wirtschaftliche Risiko dadurch abgemildert, dass an Aktionstagen erheblich mehr verkauft wird als an regulären Tagen. Nachfolgend haben wir die 15 wichtigsten Aktionstage und ihre Hintergründe für Sie zusammengefasst.

Die 15 wichtigsten Aktionstage im Online-Handel

31. Dezember & 1. Januar - New Year’s Deals: Damit auch nach dem Weihnachtsshopping die Kauflust anhält, locken viele Webshops mit Sonderangeboten fürs neue Jahr. Die ersten Rabattaktionen gibt es dabei bereits Ende Dezember.

14. Februar - Valentinstag: Für viele gehört es am Valentinstag dazu, dem oder der Liebsten mit einem Geschenk eine Freude zu bereiten. Sie müssen aber keine Blumen oder Pralinen anbieten, um an Rabattaktionen zu Valentinstag teilnehmen zu können. Hier lohnt es sich nämlich auch einmal, über den Tellerrand hinauszublicken. So sind beispielsweise Männergeschenke oder Geschenke für die beste Single-Freundin die neuesten Trends zum Fest der Liebe.

In einigen Fällen werden in Ladengeschäften die Punkte nach der Bezahlung auf der dazugehörigen App gutgeschrieben.

8. März - Internationaler Frauentag: Knapp einen Monat später sind schon wieder die Frauen an der Reihe. Am internationalen Frauentag wird die Gleichberechtigung der Frau und ihr Beitrag zur Welt gefeiert. Dazu werden sie üblicherweise von ihren männlichen Liebsten beschenkt. An diesem Aktionstag können Sie zum einen Teilnehmen, wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die sich als Geschenk eignen. Der Frauentag lohnt sich aber auch dann als Aktionstag, wenn Sie mit Ihrer Marke dieselbe Message vertreten, wie die, um die es an diesem Tag geht.

März/April – Ostern: Ostern ist einer der wichtigsten Feiertage im Christentum. Doch auch nicht-religiöse Menschen machen sich in dieser Zeit gegenseitig Geschenke. Im Fokus stehen dabei natürlich meist die Kinder, das Fest lohnt sich aber auch als Aktionstag für die Großen. Rabatte auf Kleidung, Oster-Deko und Haushaltswaren. Lohnen sich besonders für Easter-Sales.

2. Sonntag im Mai – Muttertag: Fast alle Deutschen geben Geld zum Muttertag aus. Die Beschenkten sind Mütter, Omas und Uromas. In den meisten Fällen bekommen sie Blumen, Schokolade, Parfüm oder Kosmetik. Auch hier lohnt es sich aber, als Online-Händler einen Schritt weiterzugehen und das Schenken auf eine persönlichere Ebene zu führen, das funktioniert vor allem dann besonders gut, wenn Sie handgemachte oder individualisierbare Artikel verkaufen.

In einigen Fällen werden in Ladengeschäften die Punkte nach der Bezahlung auf der dazugehörigen App gutgeschrieben.

Mai (an Christi Himmelfahrt) – Vatertag: Für die meisten Menschen ist es viel schwieriger, für den Papa, Opa oder Uropa ein Geschenk zu finden als für die Frauen in der Familie. Auch hier lohnt es sich im E-Commerce also, die potenziellen Kunden etwas zu inspirieren und mit Rabatten aus der Konkurrenz hervorzustechen. Wenn Sie etwas im Sortiment haben, worüber sich Männer freuen könnten, sollten Sie Ihre Chance ergreifen und an diesem Aktionstag teilnehmen.

1.-30. Juni – Pride Month: Auch in Deutschland wird mittlerweile im Juni der sogenannte Pride Month gefeiert. In diesen Monat fällt beispielsweise auch der Christopher Street Day, zu dem große Paraden stattfinden. Im Mittelpunkt steht die LGBTQ+-Community und es geht darum, selbstbewusst zur eigenen sexuellen Identität zu stehen. Symbolisch für die Gemeinschaft und somit auch den Pride Month steht die Regenbogenflagge. Ähnlich wie beim internationalen Frauentag müssen Sie als Online-Händler nicht gezwungenermaßen zum Anlass passende Produkte im Sortiment haben. Sie können auch an diesen Aktionstagen teilnehmen, wenn sich die vermittelten Werte in Ihrer Unternehmensphilosophie widerspiegeln.<>

Juli/August/September - Schulanfang: Je nach Bundesland beginnt das Schuljahr in Deutschland entweder Ende Juli, August oder September. Insbesondere für Kinder, die eingeschult werden, ist das eine ganz besondere Zeit. Doch auch bei den anderen ist die Wiedersehensfreue und die Freude aufs neue Schuljahr groß. Entsprechend beliebt sind in dieser Zeit sogenannte Back-to-School-Aktion. Neben klassischen Schulutensilien sind zum Beispiel auch Kleidung und Technik sehr gefragt.

In einigen Fällen werden in Ladengeschäften die Punkte nach der Bezahlung auf der dazugehörigen App gutgeschrieben.

31. Oktober - Halloween: Die Ursprünge dieses Festes gehen eigentlich auf die Kelten zurück, die sich verkleideten, um die Toten zu verscheuchen. Als sich der Brauch im Laufe der Jahre entwickelte und in die Vereinigten Staaten ausbreitete, gewann er mit der Zeit immer mehr an kommerzieller Bedeutung. Heute ist Halloween eine großartige Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf Ihren Online-Shop und Ihre Marke zu lenken, bevor das Shopping-Chaos im November beginnt. Beliebt sind zu dieser Zeit neben den klassischen Kostümen zum Beispiel auch Lingerie, Make-up-Artikel und gruselige Backformen.

11. November – Singles Day: Ein knappes Dreivierteljahr nach dem Valentinstag feiern die Alleinstehenden ihren Singles Day. Diese Idee stammt aus China, wo sich an diesem Tag die Singles trafen, um zusammen ausgelassen zu feiern. Der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba machte sich dieses Event dann zunutze und erwirtschaftete dadurch einen Umsatz von satten 27,3 Milliarden Euro. Auch hierzulande wird der Singles Day mehr und mehr gefeiert und entsprechende Angebote werden ausgeschrieben.

Ende November - Grey Thursday: Immer mehr Online-Händler nehmen neben dem Black Friday und Cyber Monday nun auch am „Grey Thursday“ teil. Damit beginnt der Shopping-Wahnsinn bereits am Donnerstag mit gezielten Marketingaktionen, wie E-Mail-Kampagnen, Social-Media Postings und Flash Verkäufen.

Ende November - Black Friday: Der wohl berühmteste Aktionstag, der Black Friday, läutete in Amerika zunächst das Weihnachtsgeschäft ein. Der Black Friday ist also der Freitag nach Thanksgiving und viele Amerikaner bekommen an diesem Tag sogar von Ihren Arbeitgebern frei, um ihre ersten Weihnachtseinkäufe tätigen zu können. Nach Deutschland wurde dieser Aktionstag von keinem geringeren als dem Software-Riesen Apple gebracht. Die Kultmarke senkt normalerweise ihre Preise nicht, doch am Black Friday 2006 gab´s vom iPhone-Hersteller auch in Deutschland satte Rabatte. Im Laufe der Jahre wurde der Aktionstag von anderen Anbietern übernommen und konnte sich etablieren. Obwohl der Black Friday zunächst im Einzelhandel stattfand, hat er sich in Deutschland vor allem online durchgesetzt.

Damit Sie auf die drei Aktionstage Grey Thursday, Black Friday und Cyber Monday in diesem Jahr bestens vorbereitet sind, haben wir für Sie weitere nützliche Tipps & Tricks:

Ende November/Anfang Dezember - Cyber Monday: Auf den Grey Thursday und den Black Friday folgt dann also immer direkt der Cyber Monday. Diese drei Aktionstage fallen in der Regel auf die letzte Woche im November bzw. die erste Woche im Dezember. Auch der Marketingbegriff des Cyber Mondays hat sich mittlerweile in Deutschland durchgesetzt. Wie die Bezeichnung bereits erahnen lässt, war der Cyber Monday – im Gegensatz zum Black Friday – ursprünglich eher für den Onlinehandel konzipiert. Besonders stark wird dieser Aktionstag in Deutschland von Amazon beworben. Allerdings zeigen Studienergebnisse aus dem Jahr 2016, dass am Cyber Monday trotz größerer Rabatte weniger ausgegeben wird, als am Black Friday. Um auf die Aktionstage Grey Thursday, Black Friday und Cyber Monday (oder kurz “BFCM”) als Online-Händler gut vorbereitet zu sein bedarf es einer ausgeklügelten “BFCM-Marketing Strategie”, die frühzeitig entwickelt werden sollte.

In einigen Fällen werden in Ladengeschäften die Punkte nach der Bezahlung auf der dazugehörigen App gutgeschrieben.

6. Dezember - Nikolaus-Tag: Der 6. Dezember ist der Gedenktag von Nikolaus von Myra und wird im Christentum als Nikolaus-Tag gefeiert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt starten dann auch die letzten ihr Weihnachtsgeschäft, indem sie mit gezielten Weihnachtsaktionen werben.

14. Dezember - Free Shipping Day: Zehn Tage vor Weihnachten findet der Free Shipping Day statt. Online-Händler bieten an diesem Tag ihren Kunden also einen kostenlosen Versand und eine garantierte Lieferung bis Heiligabend an. Für jeden, der an Weihnachten nicht mit leeren Händen dastehen will, ist das wohl ein überzeugendes Argument.

6 Tipps für Online-Händler: Wie Sie Ihren Webshop optimal auf die Aktionstage vorbereiten

Wer an solchen Aktionstagen teilnehmen möchte, muss seinen Shop gut darauf vorbereiten. Denn Lager- und Versandbeschränkungen können für Einzelhändler jeder Größenordnung eine Herausforderung darstellen. Das Potenzial dieser Marketingaktionen sollte dennoch ausgeschöpft werden, da immerhin mehr als die Hälfte der Menschen impulsiv auf solche Angebote reagiert. Wir haben für Sie die sechs Aspekte gesammelt, die Sie für eine erfolgreiche Teilnahme an Aktionstagen beachten sollten:

1. Genügend Vorbereitungszeit einplanen

Eine gute Vorbereitung ist der Dreh- und Angelpunkt, wenn man das Potenzial von Aktionstagen richtig ausschöpfen möchte. Ziehen wir als Beispiel den Black Friday heran, der jedes Jahr Ende November stattfindet. Um für dieses Event gewappnet zu sein ist es notwendig, bereits zwei bis drei Monate vorher, also circa im September, seine potenzielle Kundschaft über die Black Friday-Angebote zu informieren.

Latori: Wir bringen Sie garantiert durch Ihr E-Commerce Jahr!

An Aktionstagen muss Ihr Onlineshop viel aushalten. Es werden zahlreiche Besucher auf der Website sein, die Ihre Produkte anklicken, in den Warenkorb verschieben und bestellen möchten. Für diesen Ansturm braucht es eine stabile E-Commerce-Plattform. Wir von Latori haben schon zahlreiche Webshops für nationale und internationale Unternehmen migriert oder neu aufgesetzt. Gerne besprechen wir auch Ihr Projekt.

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2. Kampagnen erstellen

Um Ihre geplanten Rabattaktionen an den Mann zu bringen, lohnt es sich gezielte Kampagnen zu erstellen. Dafür ist es notwendig, eine Landingpage anzulegen und Kanäle, Werbemittel sowie Budget zu planen und umzusetzen. Sehr nützlich ist es an dieser Stelle auch ein Tracking einzubauen. Damit können Sie den Erfolg Ihrer Kampagne messen, um künftige Werbemaßnahmen dahingehend zu optimieren.

3. Website für den Ansturm rüsten

Wenn Ihre Kampagne Früchte trägt, müssen Sie am Aktionstag mit einem großen Ansturm auf Ihren Onlineshop rechnen. Zahlreiche Kunden werden verschiedene Produkte in den Warenkorb legen, was eine hohe Belastung für den Webshop bedeuten kann. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, im Vorfeld zu testen, ob die Seite der hohe Nutzeranzahl standhält und wie schnell die Ladezeit dabei ist.

4. Logistik und Paketdienstleister organisieren

Um ein hohes Auftragsvolumen zu bewältigen, ist es wichtig, das Lager mit ausreichend Personal auszustatten und die Auftragsvorbereitung zu optimieren. Lieferzeiten und -mengen sind in jedem Fall frühzeitig mit dem Paketdienst abzustimmen und zu organisieren. Damit Onlineshops von steigenden Umsätzen profitieren können, müssen Paketdienstleister die gleiche Zunahme des Versandvolumens bewältigen. Für Zusteller sind die Wochen vor Weihnachten purer Stress. Um die Auslastung steuern zu können, werden tausende Mitarbeiter gesucht und eingestellt. Ein Grund dafür, dass einige Paketdienstleister sogenannte Spitzenzuschläge erheben.

5. Konkurrenz im Blick haben

Wer die Aktivitäten seiner Mitbewerber im Auge behält, kann sich nicht nur für seine eigenen Rabattaktionen inspirieren lassen. Die Marktbeobachtung hilft auch, die eigenen Aktivitäten zu bewerten: Entspricht das Angebot den Verbrauchererwartungen? Kann das Angebot mit dem der Konkurrenten mithalten?

6. Dauerbrenner mit einbeziehen

Um Verbraucher vom Kauf zu überzeugen, muss mindestens ein Bestseller im Rampenlicht stehen und Aufmerksamkeit erregen. Nur so können Umsätze durch Upsellings und Cross-Sellings generiert werden. Beides sind Verkaufstechniken, die in einem Online-Shop gut funktionieren. Upsellings schlagen Kunden teurere, neuere oder bessere Produkte derselben Kategorie vor. Cross-Selling zielt auf den Verkauf von zusätzlichen Produkten ab, die zum ausgewählten Artikel passen. Beim Kauf einer Kamera empfiehlt es sich beispielsweise, während des Bestellvorgangs einen Ersatzakku oder ein passendes Holster zu erwerben.

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