BFCM kam schneller als erwartet? Wir geben in diesem Beitrag einige Tipps für Marketing-Aktionen, die Sie auch last minute umsetzen können!
Schon bald finden die kaufstärksten Tage des Jahres statt: Black Friday und Cyber Monday. Wenn dieses Aktionswochenende für Sie überraschend schnell vor der Tür steht, haben wir in diesem Beitrag einige Tipps für Maßnahmen, die Sie noch jetzt in letzter Minute umsetzen können, um so Ihre Verkäufe an diesen Tagen anzukurbeln.
Für die meisten Händler und Händlerinnen ist es die fröhlichste Zeit des Jahres, sowohl im Retail-Business als auch im E-Commerce: Black Friday und Cyber Monday. Mit dem Black Friday am 27.11. und dem Cyber Monday am 30.11.2026. erwartet uns wie jedes Jahr ein Wochenende, das Weihnachtsgeschäft final einläutet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnete für 2025 mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz an beiden Aktionstagen. Das waren knapp 2 Prozent weniger als im Vorjahr und der erste Rückgang seit Beginn der Erhebung 2016. Auf der Plattform selbst wächst das Geschäft dagegen weiter: Shopify-Händler erzielten über das BFCM-Wochenende 2025 weltweit einen Rekordumsatz von 14,6 Milliarden US-Dollar (+27 Prozent zum Vorjahr). Für Händler in der DACH-Region heißt das: Der Kuchen wird nicht von selbst größer, Vorbereitung und ein klares Angebot entscheidenFalls dieses Verkaufswochenende für Sie überraschend schnell kam, geben wir Ihnen in diesem Beitrag einen Last-Minute-Notfallplan, um in den letzten Wochen mit einigen Aktionen und Maßnahmen den Traffic und die Verkäufe in Ihrem Onlineshop zu steigern. Los geht’s.
Dieser Beitrag zeigt Shopify-Händlern, wie sie sich in wenigen Wochen auf Black Friday (27.11.2026) und Cyber Monday (30.11.2026) vorbereiten. Er erklärt, was BFCM bedeutet und worin sich die beiden Aktionstage unterscheiden, und liefert einen Zeitplan bis zum 30. November. Dazu kommen 16 Last-Minute-Maßnahmen: von Social Media, Newsletter und Retargeting über Checkout, Service und Versand bis zu rechtssicheren Rabatten und der Sichtbarkeit in KI-Assistenten. Eine FAQ beantwortet die häufigsten Fragen.
Inhaltsverzeichnis
- BCFM Definition: Was sind Black Friday und Cyber Monday?
- Tipp Nr. 1: Spezielle Rabatte für Social Media Nutzer & Influencer Marketing
- Termine 2026: Black Friday, Black Week und Cyber Monday
- Last-Minute-Zeitplan: Was jetzt noch Priorität hat
- Tipp Nr. 2: Mit Verkaufsmagneten den Traffic erhöhen
- Tipp Nr. 3: KI-gestützte Produktempfehlungen nutzen
- Tipp 4: Warenkorbabbrecher erneut ansprechen
- Tipp Nr. 5: Produktseiten mit Kundenmeinungen aufpolieren
- Tipp Nr. 6: Herausstechen aus dem Rabatt-Dschungel
- Tipp Nr. 7: Kategorie Weihnachtsgeschenke
- Tipp Nr. 8: Geschenkgutscheine zum Kauf anbieten
- Tipp Nr. 9: Black Friday Marketing - Newsletter versenden
- Tipp Nr. 10: Kundenservice
- Tipp Nr. 11: Express-Versandoptionen anbieten
- Tipp Nr. 12: Countdown-Timer und Live-Lagerbestände einbinden
- Tipp Nr. 13: Pop-up-Fenster für spezielle Angebote
- Tipp 14: Flash Sales mit begrenzter Dauer
- Tipp Nr. 15: Rabatte rechtssicher bewerben
- Tipp Nr. 16: In KI-Assistenten auffindbar werden
- Fazit: So holen Sie auch last minute das Beste aus BFCM heraus
Wenn Sie Hilfe mit Ihrem Marketing für Black Friday und Cyber Monday benötigen, kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen gerne weiter. Jetzt Kontakt aufnehmen
BCFM Definition: Was sind Black Friday und Cyber Monday?
BFCM steht für Black Friday Cyber Monday und bezeichnet das Rabattwochenende nach dem US-Feiertag Thanksgiving. Im deutschsprachigen Raum starten viele Händler schon in der Black Week, teils schon im Black November.
Kurz erklärt: Was ist BFCM?
BFCM steht für Black Friday Cyber Monday. Gemeint ist das Rabattwochenende nach Thanksgiving: Black Friday am Freitag, Cyber Monday am darauffolgenden Montag, 2026 also am 27. und 30. November. Für Händler ist es der Auftakt zum Weihnachtsgeschäft.
Beide Tage haben sich inzwischen zu einer globalen Tradition entwickelt, und Kunden weltweit erwarten Rabatte und Angebote an diesen Tagen. Viele Einzelhändler nutzen die Gelegenheit, um ihre Lager zu leeren, den Umsatz anzukurbeln und die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich zu ziehen. Während der Black Friday und der Cyber Monday zunächst auf den Einzelhandel beschränkt waren, haben sie sich auch auf andere Branchen ausgeweitet, darunter Reisen, Technologie und Dienstleistungen. Diese Aktionstage bieten Verbrauchern die Möglichkeit, Schnäppchen zu machen, und für Einzelhändler sind sie eine wichtige Phase im Jahreskalender für den Verkauf und die Umsatzsteigerung.
Lesetipp: Hintergründe zu Black Friday, Cyber Monday und den Trends 2026 lesen Sie in unserem Beitrag Black Friday & Cyber Monday Tipps: So machen Sie Ihren Shopify-Shop fit für 2026.
Tipp Nr. 1: Spezielle Rabatte für Social Media Nutzer & Influencer Marketing

Sie können kurzfristig Ihre Social-Media- und Influencer-Aktivitäten gezielt nutzen, um den Traffic und die Verkäufe in Ihrem Shopify-Shop während Black Friday und Cyber Monday deutlich zu steigern. Legen Sie für jede Plattform eigene exklusive Gutscheincodes an und teilen Sie diese gezielt auf Kanälen wie Instagram, Facebook oder Pinterest. Auch die Zusammenarbeit mit Influencern und Affiliate-Partnern kann kurzfristig den Bekanntheitsgrad Ihrer Angebote erhöhen. So lassen sich sowohl die erfolgreichsten Kanäle genau nachvollziehen als auch Ihren Zielgruppen ein Gefühl von Exklusivität vermitteln. Ergänzend sollten Sie Ihre Social-Media-Kanäle regelmäßig mit ansprechendem Bildmaterial und Beiträgen versorgen und diese idealerweise vorplanen, damit Ihre Aktionen in der Flut an BFCM-Angeboten sichtbar bleiben und potenzielle Kunden auf Ihre Angebote aufmerksam werden.
Lesetipp: In nur 6 Schritten zur Social-Media-Strategie - wir zeigen Ihnen wie.
Termine 2026: Black Friday, Black Week und Cyber Monday
Diese Termine sollten Sie im Kalender haben. Den Unterschied zwischen Black Friday und Cyber Monday erklären wir ausführlich in unserem Beitrag Black Friday Tipps.
Die Termine 2026 im Überblick:
| Aktion | Datum 2026 |
|---|---|
| Thanksgiving (USA) | Donnerstag, 26. November |
| Black Friday | Freitag, 27. November |
| Cyber Monday | Montag, 30. November |
| Black Week (üblicher Start) | ab Montag, 23. November |
Latori Experten-Tipp: Planen Sie zwei Wellen statt einer: Am Black Friday gewinnen Sie Aufmerksamkeit und Neukunden, am Cyber Monday sprechen Sie Abbrecher und Bestandskunden mit einem anders gestalteten Angebot an. So nutzen Sie dieselbe Vorbereitung doppelt.
Last-Minute-Zeitplan: Was jetzt noch Priorität hat
Sie sind spät dran? Dann gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: erst die Basis, dann Reichweite, dann Feinschliff. So kollidiert Ihre Vorbereitung nicht mit der Black Week. Eine ausführliche Planung mit allen Details finden Sie in unserem Beitrag Black Friday Tipps.
Neue Tabelle (ersetzt die bisherige Tabelle mit Zeiträumen ab dem 23.10
| Wann | Das sollten Sie erledigen |
|---|---|
| Sofort | Preise und Preishistorie prüfen (30-Tage-Regel), Tracking und Cookie-Einwilligung testen, Aktionsmechanik und Rabattcodes festlegen |
| Bis zur Black Week (ab 23.11.) | Checkout mobil und am Desktop testen, E-Mail-Automationen und Shopify Flow aufsetzen, Produktdaten und Bestände aktualisieren |
| Black Week (23.–26.11.) | Early Access für Newsletter-Abonnenten, Retargeting für Warenkorbabbrecher, Support-Kapazität erhöhen |
| 27.11. und 30.11. | Live-Monitoring von Bestand, Anzeigenbudget und Kundenservice |
| Ab 01.12. | Auswerten und den Bestellschluss für Weihnachten kommunizieren |
Latori Experten-Tipp: Führen Sie spätestens zwei Wochen vor Start einen kompletten Testkauf durch, inklusive Rabattcode, Express-Versand und allen Zahlungsarten. Fehler im Checkout sind an Spitzentagen die teuersten.
Tipp Nr. 2: Mit Verkaufsmagneten den Traffic erhöhen
Ein weiterer Tipp, um zum BFCM-Wochenende Ihre Verkäufe oder zumindest erst einmal den Traffic im Onlineshop deutlich zu stärken, ist, starke Verkaufsmagneten präsent hervorzuheben und damit Kunden in den Shop zu locken. Suchen Sie sich dafür einige Produkte aus Ihrem Inventar – hierbei kann es sich auch um eigentliche Ladenhüter handeln – und rabattieren Sie diese sehr stark und soweit Sie können. Bei diesen Produkten ist nicht unbedingt der Gewinn das Ziel – natürlich sollten Sie auch nicht mit Verlusten verkaufen. Die Mission hinter einer solchen starken Rabattierung ist, dass Sie Traffic generieren und Leads verzeichnen. Diese Kontakte können Sie zu einem späteren Zeitpunkt durch Social-Media-Anzeigen oder Newsletter wieder ansprechen. Es ist immer einfacher bereits warme Leads zum wiederholten Kauf zu bewegen, als komplett neue Kunden zu akquirieren. Wenn Sie zusätzlich dafür sorgen, dass auf Ihren Shopify-Produktseiten auch andere Produkte aus Ihrem Shop angezeigt werden, kann das den Upselling-Effekt verstärken und Sie verkaufen neben dem Verkaufsmagneten auch Produkte mit höheren Margen.
Tipp Nr. 3: KI-gestützte Produktempfehlungen nutzen

Nutzen Sie moderne KI-Lösungen, um Ihren Kunden auf Ihrer Website oder in Ihrem Shopify-Shop personalisierte Produktempfehlungen in Echtzeit anzuzeigen. Die Algorithmen analysieren dabei das Verhalten Ihrer Besucher – wie angesehenen Produkte, bisherige Käufe, Suchanfragen oder Interaktionen – und vergleichen diese Daten mit dem Verhalten anderer Kunden mit ähnlichen Interessen. Auf dieser Basis können gezielt Produkte vorgeschlagen werden, die für den jeweiligen Kunden besonders relevant sind.
Diese personalisierte Ansprache hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen steigert sie die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher zusätzliche Produkte entdecken und kaufen, die sie sonst vielleicht übersehen hätten. Zum anderen erhöht sie den durchschnittlichen Bestellwert, da Kunden häufiger zu passenden Ergänzungen oder Upsells greifen. Zusätzlich wird das Einkaufserlebnis für Ihre Kunden deutlich individueller und komfortabler, was wiederum die Kundenzufriedenheit und die Wahrscheinlichkeit für wiederholte Käufe steigert.
In Shopify setzen Sie dafür die App Search & Discovery ein, mit der Sie Produktempfehlungen und Filter steuern. Sidekick, der KI-Assistent im Shopify-Admin, und Shopify Magic unterstützen Sie dabei, Produkttexte, Rabatte und Kampagnenentwürfe schneller aufzusetzen. Prüfen Sie jeden KI-generierten Text vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit.
Latori Experten-Tipp: Konzentrieren Sie die Empfehlungen auf Ihre Bestseller und auf Produkte mit guter Marge. Zeigen Sie Ergänzungen im Warenkorb-Flow nur dann, wenn sie den Checkout nicht verlängern.
Tipp 4: Warenkorbabbrecher erneut ansprechen
Haben Sie bereits den Facebook Pixel auf Ihren Shopify Onlineshop gesetzt? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt nachholen, denn nur damit können Sie Personen, die Ihre Seite besucht oder gar Produkte gekauft haben, durch Social Ads erneut ansprechen. Verbinden Sie Ihren Shop dafür über den Facebook-&-Instagram-Kanal mit Meta, prüfen Sie, dass Ereignisse wie „Zum Warenkorb hinzugefügt“ und „Kauf“ ankommen, und holen Sie vorher über Ihr Cookie-Banner die erforderliche Einwilligung ein. Während der BFCM-Verkaufsaktion sollten Sie eine Retargeting-Kampagne für Facebook und/oder Instagram laufen lassen, die all diejenigen anspricht, die Produkte in den Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft haben. Die Kunden wissen, dass es zu dieser Jahreszeit besondere Angebote gibt, und sie sind auf der Jagd nach den besten Rabatten, weshalb es hier tendenziell schneller zu Warenkorbabbrüchen kommt. Sie können diese potenziellen Kunden wieder an sich binden, indem Sie ihnen per Facebook oder Instagram Ads dynamische Werbeanzeigen anzeigen, von den Produkten, die sie im Warenkorb hatten. Erinnern Sie an Ihre BFCM-Aktionen oder bieten Sie im Retargeting evtl. sogar einen speziellen Gutschein und machen Sie auf die Dringlichkeit dieses limitierten Angebotes aufmerksam. Aktivieren Sie ergänzend die automatische E-Mail für abgebrochene Bestellungen in Shopify.
Kurz erklärt: Was ist die Conversions API?
Die Conversions API (CAPI) sendet Kauf- und Warenkorbdaten serverseitig an Meta, nicht nur über den Browser. So gehen weniger Daten durch Browser-Einschränkungen oder Adblocker verloren. In Shopify aktivieren Sie sie über den Facebook-&-Instagram-Kanal.
Tipp Nr. 5: Produktseiten mit Kundenmeinungen aufpolieren
Echte Bewertungen sind immens wichtig, um das Vertrauen Ihrer potenziellen Kunden zu gewinnen. Da nicht jeder sich die Zeit nimmt, viele Seiten von Bewertungen durchzublättern, können Sie hierbei unterstützen, indem Sie in die Produktbeschreibungen Ihrer beliebtesten Produkte zwei bis drei Kundenbewertungen integrieren. Sie sollten hier aber unbedingt vorher das Einverständnis der Bewertungsgeber einholen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Bewertungen müssen authentisch sein: Filtern Sie nicht systematisch nur positive Stimmen heraus und verwenden Sie keine erfundenen Bewertungen.
Tipp Nr. 6: Herausstechen aus dem Rabatt-Dschungel
BFCM ist eine wahre Rabattschlacht und das wissen Onlineshopper genau. Sie müssen es also schaffen, mit Ihrem Angebot herauszustechen. Das könnten Sie erreichen, indem Sie – unabhängig von anderen Rabatten – kostenlosen Versand an diesen Tagen anbieten, aufregende Produkt-Bundles verkaufen, Überraschungs-Give-aways zu jeder Bestellung hinzufügen oder verschiedene Rabatte anhand eines Glücksrads auf Ihrer Startseite integrieren. Für letzteres finden Sie im Shopify App Store passende Apps. Prüfen Sie Bewertungen, Preise und Ladezeit-Einfluss, bevor Sie eine App installieren, und holen Sie bei Gewinnspielen mit E-Mail-Abfrage die Einwilligung ein.
Kurz erklärt: Was macht eine gute Black-Friday-Marketing-Kampagne aus?
Eine gute Kampagne hat fünf Bausteine: ein klares Ziel (Umsatz, Neukunden oder Abverkauf), eine definierte Zielgruppe, ein Angebot mit erkennbarem Vorteil, einen passenden Kanalmix und eine Messung pro Kanal. Die höchste Rabatthöhe ist dabei selten der entscheidende Faktor.
Latori Experten-Tipp: Rechnen Sie jede Rabattstufe auf den Deckungsbeitrag nach Versand, Zahlungsgebühren und Retouren durch. Ein Mehrwert wie Gratisversand oder ein Gratisgeschenk ab einem Warenkorbwert schont oft die Marge besser als ein höherer Prozentsatz.
Tipp Nr. 7: Kategorie Weihnachtsgeschenke
Viele Onlineshopper nutzen die Rabatte zum Black Friday und Cyber Monday um Weihnachtsgeschenke zu shoppen. Machen Sie es Ihren potenziellen Kunden einfach! Mit der Kategorie „Weihnachtsgeschenke“ oder noch spezieller „Weihnachtsgeschenke für Männer“, „Weihnachtsgeschenke für Kinder“ etc. können Sie Produkte bewerben, die Sie abverkaufen möchten und bieten Ihren Shop-Besuchern eine wichtige Hilfestellung, die von vielen dankbar angenommen werden wird und zu mehr Verkäufen führen kann. Laut HDE-Umfrage nutzten 2025 rund 54 Prozent der Befragten den Black Friday auch für Weihnachtseinkäufe, auf Weihnachtsgeschenke entfielen rund 1,6 Milliarden Euro der Ausgaben an beiden Aktionstagen.
Tipp Nr. 8: Geschenkgutscheine zum Kauf anbieten
Haben Sie je darüber nachgedacht, in Ihrem Shopify Shop Gutscheinkarten zu verkaufen? Dann ist vielleicht jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür. Obwohl das Hinzufügen einer neuen Funktion ein großer Schritt in dieser kurzen Zeit sein könnte, bringt das Einrichten von Geschenkgutscheinen keinerlei Probleme mit sich, denn es ist einfach umzusetzen. Der Gutscheinverkauf kann eine großartige Möglichkeit sein, um die BFCM-Verkäufe zu steigern. Das Beste: Geschenkgutscheine sind in allen Shopify-Tarifen verfügbar und digital sofort einlösbar, was auch knappe Lieferzeiten vor Weihnachten entschärft.
Tipp Nr. 9: Black Friday Marketing - Newsletter versenden
Auch wenn ihr Ruf oft schlechter ist, als sie es verdienen, sind Newsletter nach wie vor eines der besten Mittel, um für gute Abverkäufe zu sorgen. Sie sollten also auch Ihre E-Mail-Verteiler bemühen und einen BFCM-Newsletter aufsetzen, um über Ihre Aktionen aufmerksam zu machen. Auch hier können Sie mit einem exklusiven Rabattcode arbeiten, um später zu tracken, wie viele Verkäufe über den Newsletter zustande gekommen sind.
Bewährt hat sich ein Ablauf in vier Schritten: Teaser-Mail vor Start, Early Access für Abonnenten einen Tag vorher, Hauptmail am Black Friday und eine Erinnerung am Cyber Monday mit „Letzte Chance“. Segmentieren Sie in Bestandskunden, Interessenten und Warenkorbabbrecher und nutzen Sie je Segment einen eigenen Rabattcode. Mit Shopify Email, Shopify Flow oder Tools wie Klaviyo lässt sich das ohne großen Aufwand umsetzen. Versenden Sie nur an Kontakte mit gültiger Einwilligung.
Latori Experten-Tipp: Belohnen Sie Ihre Abonnenten mit Early Access statt mit einem höheren Rabatt. Das motiviert zur Newsletter-Anmeldung vor BFCM und senkt Ihren Druck, im Preis nachzugeben.
Die Tage bis zum Black Friday und Cyber Monday sind gezählt und Sie haben nur noch wenig Vorbereitungszeit, um eine Sales-Aktion auf die Beine zu stellen, deswegen sollten Sie direkt mit Ihrer Planung beginnen! Denken Sie daran, Ihren Onlineshop und vor allem den Checkout-Prozess ausgiebig zu testen – sowohl am Laptop als auch mobil, um eventuelle Probleme noch vor dem (hoffentlich) großen Traffic-Ansturm zu beheben und auf alle eventuellen Fragen eingehen zu können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gute Verkäufe!
Lesetipp: Die besten Newsletter-Tools im Vergleich: So wählen Sie das richtige Tool aus.
Tipp Nr. 10: Kundenservice
Damit Kunden bei Rückfragen rechtzeitig Hilfe erhalten können, sollten Sie die Verfügbarkeit Ihres Kundenservice erhöhen. Die Einrichtung eines Live-Chats auf Ihrer Website ist hierbei äußerst hilfreich. Kunden können direkt mit einem Support-Mitarbeiter in Echtzeit kommunizieren, um ihre Fragen zu klären. Stellen Sie sicher, dass der Live-Chat leicht zu finden und zu bedienen ist. Auch die Support-Zeiten können hier einen entscheidenden Einfluss haben.
Eine effektive und reaktionsschnelle Kundenbetreuung während Black Friday und Cyber Monday kann dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden zu stärken und letztendlich den Erfolg Ihres E-Commerce-Geschäfts in dieser wichtigen Verkaufszeit zu steigern.
Lesetipp: Newsletter und Support per WhatsApp? Alles über WhatsApp Marketing lesen Sie hier.
Tipp Nr. 11: Express-Versandoptionen anbieten
Locken Sie Last-Minute-Käufer, indem Sie spezielle Express-Versandoptionen anbieten, die besonders attraktiv sind, wenn die Zeit knapp wird. Kommunizieren Sie klar und deutlich auf Ihrer Website und in Marketingmaterialien, bis zu welchem Datum und zu welcher Uhrzeit Kunden bestellen müssen, damit ihre Ware rechtzeitig vor den Feiertagen oder besonderen Ereignissen ankommt. Verwenden Sie auffällige Hinweise oder Countdown-Timer, um den letzten Bestellzeitpunkt zu betonen.
Zusätzlich könnten Sie für besonders ungeduldige Kunden eine kostenlose oder vergünstigte Expresslieferung als Anreiz bieten. Dies steigert nicht nur die Konversionsrate, sondern hilft auch, Kunden zu gewinnen, die ihren Kauf auf den letzten Moment verschieben. Achten Sie außerdem darauf, dass diese Optionen in den Versandbedingungen und in den FAQ-Seiten klar beschrieben werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Tipp Nr. 12: Countdown-Timer und Live-Lagerbestände einbinden
Setzen Sie Countdown-Timer auf Ihren Produktseiten oder im gesamten Shop ein, um Dringlichkeit und FOMO (Fear of Missing Out) zu erzeugen. Sie zeigen an, wie lange Angebote noch verfügbar sind oder bis wann Kunden bestellen müssen, um Rabatte oder schnelle Lieferung zu sichern. Diese visuelle Darstellung von Zeitdruck steigert die Kaufbereitschaft, reduziert den Entscheidungsaufschub und lässt sich flexibel für Rabattaktionen, Blitzverkäufe oder letzte Kaufchancen einsetzen. Dringlichkeit wirkt nur, solange sie stimmt. Ein Countdown muss ein echtes Aktionsende abbilden, und Bestandsanzeigen müssen den tatsächlichen Lagerstand zeigen. Timer, die sich nach Ablauf zurücksetzen, oder erfundene Restmengen gelten als irreführend und können abgemahnt werden.
Latori Experten-Tipp: Koppeln Sie Countdowns an feste Aktionszeiträume in Ihrem Shopify-Rabatt (Start- und Enddatum). Dann stimmen Anzeige und tatsächliches Aktionsende automatisch überein.
Ergänzend können Sie den Lagerbestand in Echtzeit anzeigen („Nur noch 3 Stück verfügbar“). Solche Elemente erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit und motivieren die Kunden, ihre Kaufentscheidung sofort zu treffen. Diese psychologische Kaufverstärkung ist besonders effektiv während der BFCM-Woche. Mit Apps wie Hey!Scarcity Low Stock Counter oder Essential Countdown Timer Bar können Sie diese Funktionen leicht und kostengünstig in ihren Shop integrieren.

Tipp Nr. 13: Pop-up-Fenster für spezielle Angebote
Nutzen Sie Pop-ups, um Besuchern attraktive Rabatte oder exklusive Angebote direkt auf Ihrer Website anzuzeigen. Diese visuell ansprechenden Fenster können während des Besuchs auf verschiedenen Seiten erscheinen und sind eine hervorragende Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Nutzer sofort zu gewinnen. Sie können beispielsweise spezielle Rabatte für Erstkäufer, zeitlich begrenzte Angebote oder Informationen zu bevorstehenden Verkaufsaktionen hervorheben.
Pop-ups können dabei helfen, den Entscheidungsprozess der Kunden zu beschleunigen und sie dazu zu motivieren, einen Kauf abzuschließen, bevor das Angebot abläuft. Durch die gezielte Ansprache neuer Besucher erhöhen Sie die Chance, dass diese sich in Ihrem Shop umsehen und letztlich einen Kauf tätigen. Um die Effektivität von Pop-ups weiter zu steigern, können Sie sie so gestalten, dass sie auf spezifische Nutzeraktionen reagieren, wie etwa das Verlassen der Seite oder das Verweilen auf einem bestimmten Produkt. Setzen Sie pro Besuch nur ein Pop-up ein und achten Sie auf Mobilgeräten darauf, dass es den Inhalt nicht verdeckt. Bei Newsletter-Anmeldungen über Pop-ups benötigen Sie eine ausdrückliche Einwilligung, idealerweise mit Double-Opt-in.
Tipp 14: Flash Sales mit begrenzter Dauer
Richten Sie kurzfristige, stark rabattierte Blitzangebote ein, die nur für wenige Stunden verfügbar sind. Kommunizieren Sie die zeitliche Begrenzung klar auf allen Kanälen, zum Beispiel durch Banner auf Ihrer Website oder Social-Media-Beiträge. Flash Sales erzeugen ein Gefühl der Exklusivität und Dringlichkeit, wodurch zögerliche Kunden schneller kaufen.
Tipp Nr. 15: Rabatte rechtssicher bewerben
Black Friday ist die Zeit der Abmahnungen: Wer mit durchgestrichenen Preisen oder Prozentrabatten wirbt, muss die Preisangabenverordnung (PAngV) beachten. Das gilt auch für Ihre Anzeigen, Newsletter und Social-Media-Beiträge.
Kurz erklärt: Was ist die 30-Tage-Regel?
Bei jeder Preisermäßigung müssen Sie den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Senkung angeben (§ 11 PAngV). Der Rabatt wird von diesem Preis aus berechnet, nicht von einem hohen Ausgangspreis oder einer UVP.
Die 30-Tage-Regel ist nur ein Baustein. Prüfen Sie diese drei Themen getrennt:
Referenzpreis: Bei Preisermäßigungen gilt der niedrigste Preis der letzten 30 Tage. Die Pflicht endet nicht mit der Aktion: Die Wettbewerbszentrale hat 2025 einen Händler abgemahnt, der nach der Black Week mit durchgestrichenen Preisen warb, ohne den 30-Tage-Tiefstpreis zu nennen, in den die Black Week fiel. Erhöhen Sie Preise nicht kurz vor der Aktion, um größere Rabatte zeigen zu können.
Rabattaussagen: Prozentangaben wie „30 % sparen“ müssen sich auf diesen Referenzpreis beziehen, nicht auf eine UVP. Bei Aussagen wie „Nur heute“ oder „Eine Woche X Prozent“ müssen Beginn und Ende der Aktion klar erkennbar sein.
Dringlichkeit: Countdowns und Bestandsanzeigen müssen echt sein (siehe Tipp 12). Das ist ein eigener wettbewerbsrechtlicher Punkt und kein Teil der Preisregel.
Latori Experten-Tipp: Dokumentieren Sie vor dem Start Ihre Preise und die Aktionszeiträume, zum Beispiel per Export aus dem Shopify-Admin. Lassen Sie Ihre Rabattkommunikation einmal rechtlich prüfen. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Lesetipp: Alles zur 30-Tage-Regel, zu durchgestrichenen Preisen und zur Umsetzung in Ihrem Shop lesen Sie im Beitrag Preisangabenverordnung: Was Shopify-Händler nun beachten müssen.
Tipp Nr. 16: In KI-Assistenten auffindbar werden
Immer mehr Produktrecherchen beginnen in KI-Assistenten statt in der klassischen Suche. Mit den Agentic Storefronts macht Shopify Produkte in KI-Kanälen wie ChatGPT, Google AI Mode und Gemini, Microsoft Copilot und Meta auffindbar. Für berechtigte Shops ist die Funktion standardmäßig aktiv, die Kanäle verwalten Sie im Shopify-Admin unter „Sales channels“ > „Agentic“. Vorgestellt hat Shopify die Funktion in der Winter-’26-Edition.
Kurz erklärt: Was sind Agentic Storefronts?
Agentic Storefronts sind eine Shopify-Funktion, mit der KI-Assistenten Produktdaten aus Ihrem Shop abrufen und Ihre Produkte in Gesprächen empfehlen können. Sie steuern im Shopify-Admin, auf welchen KI-Kanälen Ihre Produkte erscheinen. Welche Kanäle und Checkout-Optionen verfügbar sind, hängt von Ihrem Shop und Ihrem Markt ab
Verfügbarkeit und Funktionsumfang unterscheiden sich laut Shopify je nach KI-Kanal, Shop und Markt. Bei ChatGPT erfolgt der Kauf zum Beispiel im Checkout Ihres eigenen Shops, bei Google AI Mode, Gemini, Copilot und Meta ist auch ein Direct Checkout im KI-Kanal möglich, wenn Sie ihn aktivieren. Prüfen Sie kurz diese Punkte:
Berechtigung: Ist der Bereich „Agentic“ unter „Sales channels“ sichtbar, und haben Sie die Nutzungsbedingungen für Agentic Storefronts akzeptiert?
Kanäle: Welche KI-Kanäle sind für Ihren Shop aktiv, und ist Direct Checkout aktiviert oder deaktiviert?
Produktdaten: Sind Titel, Beschreibung, Varianten, GTIN und Bilder vollständig?
Preise und Bestand: Stimmen Aktionspreise und Verfügbarkeit mit Ihrem Shop überein?
Gute Produktdaten sind die Voraussetzung dafür, dass KI-Systeme Ihre Produkte korrekt darstellen. Eine Empfehlung garantieren sie nicht.
Latori Experten-Tipp: Bereinigen Sie vor BFCM Ihre Produktdaten, besonders Bestände und Aktionspreise. Veraltete oder widersprüchliche Angaben führen in KI-Antworten schnell zu falschen Preisen und enttäuschten Kunden.
Lesetipp: Wie Ihre Produktdaten über den Shopify Catalog zu den KI-Kanälen gelangen, erklären wir im Beitrag Shopify Catalog.
Fazit: So holen Sie auch last minute das Beste aus BFCM heraus
Black Friday am 27. November und Cyber Monday am 30. November 2026 sind auch in einem stagnierenden Markt planbar, wenn Sie früh die richtigen Prioritäten setzen. Sorgen Sie zuerst für die Basis: rechtssichere Preisangaben, sauberes Tracking und einen getesteten Checkout. Bauen Sie darauf Ihre stärksten Kanäle auf, vor allem E-Mail-Marketing mit Early Access und Retargeting für Warenkorbabbrecher. Heben Sie sich mit einem klaren Mehrwert vom Rabatt-Dschungel ab, etwa mit Bundles, Gratisversand oder Geschenkgutscheinen, und nutzen Sie Dringlichkeit nur mit echten Aktionszeiträumen. Wer zusätzlich seine Produktdaten pflegt, wird auch in KI-Assistenten besser gefunden.
Die wichtigste Regel für die letzten Wochen: Lieber wenige Maßnahmen sauber umsetzen als viele halb. Wählen Sie aus den 16 Tipps die vier bis fünf aus, die zu Ihrem Shop, Ihrer Marge und Ihrer Zielgruppe passen.
Sie brauchen Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen in Ihrem Shopify-Shop? Kontaktieren Sie uns gern.
Häufig gestellte Fragen zu Black Friday und Cyber Monday
Wann ist der Black Friday?
Der Black Friday findet immer einen Tag nach Thanksgiving in Amerika statt. 2026 ist der Black Friday am 27. November.
Wann findet der Cyber Monday statt?
Der Cyber Monday findet immer am ersten Montag nach Thanksgiving in Amerika statt. Dies bedeutet, dass er immer 3 Tage nach dem Black Friday stattfindet. Der Cyber Monday ist dieses Jahr am 30. November 2026.
Welche Maßnahmen kann ich für mein BFCM Marketing ergreifen?
Es gibt einige Marketingmaßnahmen, die Sie durchführen können:
Sie können spezielle Rabatte für Social Media Nutzer anbieten
Mit Verkaufsmagneten können Sie den Traffic steigern
Sprechen Sie Warenkorbabbrecher erneut an
Nutzen Sie KI-Produktempfehlungen
Integrieren Sie Kundenfeedback auf Produktseiten
Sorgen Sie dafür, dass Sie aus dem Rabatt-Dschungel herausstechen
Richten Sie eine Kategorie für Weihnachtsgeschenke ein
Bieten Sie Geschenkgutscheine an
Versenden Sie Newsletter, um Kunden auf Ihre Angebote aufmerksam zu machen
Bieten Sie Express-Versand und einen klaren Bestellschluss an
Nutzen Sie Countdown-Timer, Pop-ups und Flash Sales, aber nur mit echten Zeiträumen
Bewerben Sie Rabatte rechtssicher nach § 11 PAngV
Machen Sie Ihre Produkte in KI-Assistenten auffindbar
Welche Shopify-Funktionen helfen bei BFCM?
Hilfreich sind Shopify Email und Shopify Flow für Kampagnen, Search & Discovery für Produktempfehlungen, Sidekick und Shopify Magic für schnellere Texte und Einrichtung sowie Agentic Storefronts für die Sichtbarkeit in KI-Assistenten, sofern für Ihren Shop verfügbar.
Welche BFCM-Strategien funktionieren 2026 am besten?
Erfolgreich sind Kampagnen mit klarem Angebot statt reiner Rabattschlacht, starker E-Mail-Segmentierung, sauberem Tracking, ehrlicher Dringlichkeit und reibungslosem Checkout. Da der deutsche Markt nach HDE-Prognose zuletzt stagnierte, lohnt sich Differenzierung durch Service und Mehrwert.
Was kann ich für Black Friday noch last minute erledigen?
Prüfen Sie Preise und die 30-Tage-Regel, testen Sie Tracking und Checkout, planen Sie E-Mail-Kampagnen mit Segmenten, richten Sie Retargeting für Warenkorbabbrecher ein und stellen Sie Support und Versand auf mehr Bestellungen ein.
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