Ein eigener Shopify Food Shop: Lohnt sich der Online-Lebensmittelhandel?
Dienstag, 24. Februar 2026
Latori GmbH

Ein eigener Shopify Food Shop: Lohnt sich der Online-Lebensmittelhandel?

Der Onlinehandel mit Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Verbraucher bestellen heute Snacks, Feinkost, Getränke oder Nahrungsergänzungsmittel selbstverständlich online – häufig direkt beim Hersteller. Für Food-Marken stellt sich deshalb die strategische Frage, ob ein eigener Onlineshop sinnvoll ist oder ob Marktplätze und Handelspartner ausreichen.

Eine häufig gewählte Lösung ist ein Shop auf Shopify. Die Plattform stellt die technische Infrastruktur für den Direktvertrieb bereit und ermöglicht es Herstellern, ihre Produkte unabhängig von Zwischenhändlern zu verkaufen. Doch nicht jedes Food-Business profitiert automatisch von diesem Modell.

Kurzantwort: Ein Shopify Food Shop lohnt sich vor allem für Lebensmittelmarken mit eigener Positionierung, regelmäßigem Produktbedarf und direktem Kundenkontakt. Weniger geeignet ist das Modell für austauschbare Handelsware ohne Markenprofil oder ohne eigene Versandstruktur.

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Was ist ein Shopify Food Shop & für wen lohnt er sich?

Screenshot einer Theme-Store-Webseite, auf der Themen rund um Essen und Trinken angezeigt werden. Linke Seitenleiste mit Filtern und Themen-Rasteransicht im Hauptbereich.

Shopify ist eine cloudbasierte E-Commerce-Plattform, mit der Unternehmen ohne eigene Server-Infrastruktur einen professionellen Onlineshop betreiben können. Hosting, Sicherheitsupdates und Systemwartung sind integriert. Ein Shopify Food Shop ist folglich ein eigenständiger Onlineshop, über den Lebensmittel oder Getränke direkt an Endkunden verkauft werden – unter eigener Marke und eigener Preisgestaltung.

Im Unterschied zu Marktplätzen wie Amazon betreiben Sie bei Shopify keinen Verkaufsstand innerhalb einer fremden Plattform, sondern eine eigenständige Website. Sie kontrollieren Design, Inhalte, Kundendaten und Marketing vollständig selbst. Marktplätze bieten Reichweite, erzeugen jedoch starken Preisvergleich. Ein eigener Shop erfordert aktives Marketing, ermöglicht aber langfristige Markenbildung und höhere Margen. Im Vergleich zum stationären Handel entfallen Ladenmiete, Verkaufsflächen und Laufkundschaft. Dafür übernehmen Sie Versand, Kundenservice und digitale Sichtbarkeit.

Geeignete Zielgruppen

Ein Shopify Shop für Lebensmittel eignet sich besonders für:

  • Startups mit klarer Markenstrategie

  • Manufakturen und Produzenten

  • Direct-to-Consumer-Marken (D2C)

  • Anbieter von Spezial- oder Nischenprodukten

  • Unternehmen mit Abomodellen

Weniger geeignet ist das Modell für reine Handelsware ohne eigene Markenidentität oder für Betriebe ohne Versandstruktur.

Was macht Shopify zur passenden Plattform für Food-Shops?

Shopify bietet eine solide technische Skalierbarkeit. Vom kleinen Sortiment bis zu einem umfangreicheren Produktportfolio lässt sich der Shop über verschiedene Ausbaustufen hinweg weiterentwickeln. Für wachsende Food-Marken bedeutet das: Ein Plattformwechsel ist meist nicht notwendig, auch wenn bei starkem Wachstum ein Upgrade innerhalb des Systems sinnvoll werden kann.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der Flexibilität der Produktdarstellung. Lebensmittel sind informationsintensive Produkte. Neben Bildern und Beschreibungen spielen Zutatenlisten, Nährwerte, Allergene, Herkunft und Lagerhinweise eine zentrale Rolle. Shopify ermöglicht es, diese Informationen strukturiert darzustellen und durch zusätzliche Inhalte wie Herstellungsprozesse oder Markenstory zu ergänzen.

Typische funktionale Stärken sind:

  • Variantenmanagement für Größen und Geschmacksrichtungen

  • Integration von Abonnements

  • Anbindung an Versand- und Logistiksysteme

  • Erweiterbarkeit durch spezialisierte Apps

Gerade im Food-Bereich ist diese Erweiterbarkeit relevant, da rechtliche und logistische Anforderungen komplexer sind als bei vielen anderen Produktkategorien.

Von Snacks bis Frischwaren: Food-Produkte auf Shopify

Obst- und Gemüseabteilung eines Lebensmittelladens mit ordentlich angeordneten Kisten voller Orangen, Äpfel, Birnen und Zitronen in den Regalen.

Grundsätzlich können alle verkehrsfähigen Lebensmittel online verkauft werden, sofern rechtliche Vorgaben eingehalten und logistische Anforderungen erfüllt werden. Besonders gut geeignet sind haltbare Produkte. Dazu zählen Snacks, Feinkost, Gewürze, Kaffee, Tee oder Nahrungsergänzungsmittel. Sie sind weniger temperaturanfällig und verursachen geringere Versandrisiken.

Aufwendiger sind frische oder gekühlte Lebensmittel. Hier müssen Lieferzeiten, Verpackung und Temperaturführung exakt abgestimmt sein. Kühlverpackungen, Expressversand oder regionale Liefermodelle sind mögliche Lösungen, erhöhen jedoch die Kostenstruktur. Eine wichtige Rolle spielen wiederkehrende Geschäftsmodelle. Verbrauchsprodukte mit regelmäßiger Nachfrage eignen sich für Abonnements, etwa:

  • Kaffee

  • Protein- und Supplementprodukte

  • Snackboxen

  • Getränke

Lesetipp: Abo-Commerce: So setzen Sie Abo-Modelle mit Shopify um.

Rechtliche Anforderungen für Shopify Food Shops (DE / EU)

Frau in einer Küche, die eine Banane in der Hand hält und mit konzentriertem Blick auf ihr Handy schaut.

Der Onlineverkauf von Lebensmitteln unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. Maßgeblich ist unter anderem die Lebensmittelinformationsverordnung, die detailliert regelt, welche Informationen Verbrauchern vor Vertragsschluss zur Verfügung stehen müssen. Zu den Pflichtangaben gehören unter anderem Zutatenverzeichnis, Allergenkennzeichnung, Nährwertangaben, Nettofüllmenge sowie der Grundpreis pro Maßeinheit. Diese Informationen müssen bereits auf der Produktseite sichtbar sein.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert das Widerrufsrecht. Für schnell verderbliche Lebensmittel kann es eingeschränkt sein. Die Bedingungen müssen jedoch transparent und rechtssicher formuliert werden.

Unabhängig von der Plattform tragen Sie die Verantwortung für Produktsicherheit, Hygiene, Rückverfolgbarkeit und gegebenenfalls ein HACCP-Konzept. Die technische Lösung entbindet nicht von lebensmittelrechtlichen Pflichten.

Was ist ein HACCP-Konzept?

Ein HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Hygienesystem zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit. Ziel ist es, potenzielle gesundheitliche Risiken nicht erst beim fertigen Produkt zu erkennen, sondern bereits im laufenden Prozess systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren. Dabei werden biologische, chemische und physikalische Gefahren berücksichtigt – etwa Keimbelastungen, Rückstände von Reinigungsmitteln oder Fremdkörper.

Kern des HACCP-Systems ist die Definition sogenannter kritischer Kontrollpunkte (z. B. Kühltemperaturen), für die klare Grenzwerte, Überwachungsverfahren und dokumentierte Maßnahmen bei Abweichungen festgelegt werden. Ein HACCP-Konzept ist für alle Betriebe verpflichtend, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder lagern. Auch kleine Manufakturen und Direct-to-Consumer-Marken benötigen ein entsprechendes System. Ein reiner Online-Shop ohne eigene Produktion benötigt in der Regel ein vereinfachtes Hygienekonzept, bleibt jedoch ebenfalls für die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Vorgaben verantwortlich.

Lesetipp: EU-Verpackungsverordnung: Worauf Sie nun beim Verpacken Ihrer Waren achten müssen.

Shopify Setup: Schritt-für-Schritt für Food-Marken

Die Einrichtung eines Food-Shops folgt einem strukturierten Prozess. Zunächst wird der Shopify-Account angelegt, ein Tarif gewählt und die Domain angebunden. Anschließend sollten rechtssichere Texte wie Impressum, Datenschutzerklärung und AGB integriert werden.

Im nächsten Schritt erfolgt die Designauswahl. Ein übersichtliches, produktzentriertes Theme ist im Lebensmittelbereich entscheidend, da Produktbilder und Inhaltsangaben ausreichend Raum benötigen.

Bei der Produktanlage sollten Sie besonders sorgfältig arbeiten. Neben Preis und Beschreibung sind Zutaten, Varianten, Steuerklassen und Metadaten korrekt zu hinterlegen. Fehler in diesem Bereich wirken sich sowohl rechtlich als auch operativ aus.

Abschließend werden Zahlungsarten, Mehrwertsteuersätze und Versandzonen konfiguriert. Transparente Lieferzeiten und klar kommunizierte Versandkosten erhöhen die Kaufwahrscheinlichkeit.

Lesetipp: Wir zeigen Ihnen, wie Sie das passende Shopify Theme für Ihren Shop auswählen.

UX & Conversion: Wie Food-Produkte online Vertrauen aufbauen

Lebensmittel sind Vertrauensprodukte. Kunden können sie vor dem Kauf weder riechen noch probieren. Deshalb übernimmt die Produktseite eine zentrale Rolle.

Hochwertige Bilder, Detailaufnahmen und klare Informationen zur Herkunft ersetzen die sensorische Erfahrung. Eine nachvollziehbare Darstellung der Herstellung oder der verwendeten Rohstoffe stärkt zusätzlich das Vertrauen.

Wichtige Vertrauenselemente sind:

  • Kundenbewertungen

  • transparente Inhaltsangaben

  • Zertifizierungen oder Qualitätssiegel

  • klare Kontaktmöglichkeiten

Da viele Käufe mobil erfolgen, sollte der Checkout-Prozess einfach und übersichtlich gestaltet sein. Lange Ladezeiten oder unübersichtliche Produktseiten wirken sich direkt auf die Conversion-Rate aus.

Effizientes Fulfillment und Kühlketten-Management für Food-Shops

Die Logistik ist im Food-Commerce ein zentraler Erfolgsfaktor. Während haltbare Produkte meist problemlos mit Standardpaketdiensten versendet werden können, erfordern frische Waren besondere Lösungen.

Kühlversand setzt geeignete Verpackungssysteme voraus. Isoliermaterialien, Kühlakkus oder zeitkritische Zustellung beeinflussen die Kostenstruktur erheblich. Lieferzeiten müssen realistisch kommuniziert werden, um Qualitätseinbußen zu vermeiden.

Neben dem Versand spielt die Lagerhaltung eine wichtige Rolle. Ein sauberes Bestandsmanagement verhindert Überlagerung und sorgt dafür, dass Mindesthaltbarkeitsdaten nicht überschritten werden. Digitale Systeme zur Bestandsüberwachung sind hier empfehlenswert.

Marketing & Wachstum für Shopify Food Shops

Ein eigener Onlineshop führt nicht automatisch zu Sichtbarkeit. Ohne gezielte Maßnahmen bleibt selbst ein technisch sauber aufgebauter Shop für potenzielle Kunden unsichtbar. Suchmaschinenoptimierung ist daher ein zentraler Bestandteil jeder Food-E-Commerce-Strategie. Produktseiten sollten nicht nur ansprechend gestaltet, sondern konsequent auf konkrete Suchanfragen ausgerichtet sein. Dazu gehören präzise Produktbezeichnungen, aussagekräftige Beschreibungen und sauber strukturierte Daten, damit Suchmaschinen Inhalte korrekt erfassen und einordnen können.

Ergänzend können Social-Media-Kanäle sinnvoll eingesetzt werden, insbesondere bei Produkten mit starker visueller Wirkung oder erklärungsbedürftiger Herstellung. Entscheidend ist dabei nicht die Präsenz auf möglichst vielen Plattformen, sondern die gezielte Auswahl passender Kanäle. Kooperationen mit inhaltlich geeigneten Content-Erstellern können zusätzliche Reichweite schaffen, sofern Zielgruppe, Produkt und Markenpositionierung tatsächlich zusammenpassen.

Langfristig wirtschaftlich relevant wird ein Food-Shop jedoch vor allem durch Wiederkäufe. Gerade im Lebensmittelbereich entscheidet nicht der einmalige Kauf, sondern die dauerhafte Kundenbeziehung über die Rentabilität. Bewährte Instrumente zur Förderung von Wiederkäufen sind:

  • E-Mail-Marketing mit regelmäßigen, inhaltlich relevanten Impulsen

  • personalisierte Angebote auf Basis bisheriger Käufe

  • durchdachte Bundle-Strategien zur Erhöhung des Warenkorbs

  • Abonnementmodelle für regelmäßig konsumierte Produkte

Stammkunden sorgen für planbare Umsätze, stabilisieren Produktions- und Lagerprozesse und reduzieren die Abhängigkeit von kostenintensiver Neukundengewinnung.

Lesetipp: Shopify Bundles: Umsatz steigern mit strategischen Produktbundles.

Die besten Shopify Apps für Food & Beverage

Die richtigen Shopify Apps entscheiden im Food-E-Commerce über Effizienz, Rechtssicherheit und Wachstum. Wir zeigen Ihnen die besten Lösungen für Food- und Beverage-Marken im Überblick.

Shopify Subscriptions

Warenkorb-Symbol mit einem kreisförmigen Pfeil auf einem blau-grünen Hintergrund mit Farbverlauf, das ein Zurück- oder Aktualisierungs-Konzept symbolisiert.

Shopify Subscriptions ist die offizielle, von Shopify entwickelte Lösung für wiederkehrende Bestellungen innerhalb eines Shopify-Shops. Die App ermöglicht es, Produkte als Abonnement anzubieten, ohne auf externe Drittanbieter angewiesen zu sein. Sie ist direkt in das Shopify-Ökosystem integriert und nutzt die bestehende Checkout-Struktur.

Preisgestaltung:

  • kostenlos

Klaviyo

Ein weißes, flaggenähnliches Symbol auf schwarzem quadratischem Hintergrund.

Klaviyo ist eine E-Commerce-Marketing-Plattform, die vor allem als E-Mail- und SMS-Marketing-Tool für Online-Shops funktioniert – und besonders beliebt bei Händlern ist, die ihren Shopify-Shop professionalisieren wollen. Die Klaviyo-App für Shopify lässt sich direkt aus dem Shopify App Store installieren und verbindet Ihren Shop mit dem Klaviyo-Marketing-Ökosystem

Preisgestaltung:

  • Free: Kostenlos

  • SMS: $15/Monat

  • E-Mail: $20/Monat

reviews.io

Ein weißer Stern in einem schwarzen Kreis, umrandet von sich überlappenden blaugr�ünen, gelben und rosa Kreisen, auf einem sanften Farbverlaufshintergrund.

reviews.io ist eine Bewertungen- und Rezensionen-Plattform, die speziell darauf ausgelegt ist, authentisches Kundenfeedback zu sammeln und sichtbar zu machen. Die App lässt sich direkt in Shopify integrieren und automatisiert den Versand von Bewertungsanfragen nach einem Kauf. Kunden können sowohl schriftliche Texte als auch Sternebewertungen und Bilder hinterlassen.

Preisgestaltung:

  • Free: Kostenlos

  • LAUNCH: $19/Monat

  • LAUNCH PLUS: $45/Monat

Yotpo

Blauer Quadrat mit dem Wort „yotpo.“ in fetter weißer Schrift zentriert.

Yotpo ist eine umfassende Kunden-Engagement-Plattform, die Bewertungen als einen von mehreren Bausteinen nutzt, um Vertrauen und Kundenbindung zu stärken. Neben Produktbewertungen und -bildern bietet Yotpo Module für Loyalty-Programme, Kunden-Generated-Content (UGC) und E-Mail-Marketing-Automatisierungen.

Preisgestaltung:

  • Free: Kostenlos

  • Starter: $15/Monat

  • Pro: $119/Monat

Easyship

Blaue geometrische Form auf dunklem Hintergrund, die einem gefalteten Papier oder einer dreidimensionalen Ecke ähnelt.

Easyship ist eine Versand- und Fulfillment-Plattform, die speziell entwickelt wurde, um E-Commerce-Versandprozesse zu vereinfachen und zu zentralisieren. Die App lässt sich direkt mit Shopify verbinden und bietet eine breite Palette logistischer Werkzeuge – von der Auswahl geeigneter Carrier bis zur automatischen Erstellung von Versandetiketten.

Preisgestaltung:

  • Free: Kostenlos

  • Plus: $29/Monat

  • Premium: $69/Monat

  • Enterprise: $99/Monat

Kosten & typische Fehler bei Shopify Food Shops

Die wirtschaftliche Struktur eines Shopify Food Shops besteht aus fixen und variablen Kostenbestandteilen. Zu den festen Ausgaben zählen in erster Linie die monatliche Shopgebühr sowie – je nach ausgewähltem Shopify-Plan – kostenpflichtige Themes oder zusätzliche Apps. Diese Positionen sind planbar und verändern sich meist nur bei wachsendem Funktionsumfang.

Variabel bleiben hingegen jene Kosten, die direkt vom Bestellvolumen abhängen. Dazu gehören Zahlungsgebühren, Versandkosten, Verpackungsmaterialien sowie das Marketingbudget. Gerade im Lebensmittelbereich können außerdem temperaturgeführte Lieferungen oder spezielle Verpackungslösungen die Marge deutlich beeinflussen. Eine realistische Kalkulation sollte deshalb nicht nur den Produktpreis, sondern auch Logistik, Retourenrisiken und potenzielle Abschriften berücksichtigen.

In der Praxis entstehen wirtschaftliche Probleme selten durch die Plattform selbst, sondern durch operative Versäumnisse. Häufige Fehler sind:

  • unvollständige oder fehlerhafte Pflichtangaben

  • unterschätzte Kühl- und Versandkosten

  • qualitativ unzureichende Produktbilder

  • überladene oder komplizierte Checkout-Prozesse

  • mangelnde Planung von Lagerbestand und Mindesthaltbarkeit

Shopify ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie eine eigenständige Marke aufbauen, direkten Kundenkontakt pflegen und auf wiederkehrende Umsätze setzen möchten. 

Food Shops in der Praxis: So machen es Latori Kunden

AMC

AMC steht seit 1963 für hochwertiges Edelstahlkochgeschirr und innovative Kochsysteme und ist international im Direktvertrieb erfolgreich. Die Marke ist kein Food Shop im klassischen Sinne. Sie verkauft ihre Töpfe und Kochsysteme allerdings vor allem durch eine visuell ansprechende Aufbereitung von Lebensmitteln. 

Der AMC Shop zeigt, dass Lebensmittelprodukte auch auf eine ganz andere Weise verkauft werden können: Der Vertrieb erfolgt über Berater, die die Kochsysteme vor Ort für Interessenten erlebbar machen. Dafür wurde im Onlineshop eine Beratersuche integriert. Ergänzt durch eine klare UX, hochwertiges Design und einen Shop für nützliche Materialien wie das Kochbuch, demonstriert die AMC, wie sich eine starke Marke rund ums Kochen mit Shopify zukunftssicher aufstellen lässt.

Migros Shop

Migros zählt zu den größten Detailhandelsunternehmen der Schweiz. Unter der Dachmarke bündelt Delica ihre Kompetenz im Bereich Genuss. Mit dem Migros-Shop werden Schweizer Spezialitäten wie Schokolade, Rösti, Raclette, Fondue oder Kaffee online für Kunden in Deutschland und Österreich verfügbar gemacht.

Für die Märkte DE und AT geht Migros Shop mit einem modernen Food-Store voran, der Funktionalität und Einkaufserlebnis intelligent verbindet. Ein integriertes Treueprogramm belohnt jeden Einkauf mit Punkten und schafft starke Anreize für wiederkehrende Bestellungen. In der Kategorie „Produkte retten“ werden Artikel mit kurzer Resthaltbarkeit gezielt gebündelt – für mehr Nachhaltigkeit und attraktive Angebote. Ein klar strukturiertes Megamenü sowie komfortable Filteroptionen, etwa nach Marke oder Eigenschaften wie „vegan“, ermöglichen eine schnelle und intuitive Produktsuche. Mengenrabatte setzen zusätzliche Kaufimpulse, während für kühlpflichtige Produkte automatisch ein transparenter Kühlzuschlag im Warenkorb berechnet wird. 

So entsteht ein leistungsstarker Online-Shop, der Komfort, Transparenz und verkaufsfördernde Mechaniken optimal vereint.

CoffeeB

CoffeeB steht für nachhaltigen Kaffeegenuss mit innovativen Coffee Balls statt herkömmlicher Kapseln – ein erklärungsbedürftiges Produkt, das im Online-Shop erlebbar gemacht wird. Ein aufmerksamkeitsstarkes Header-Video veranschaulicht direkt auf der Startseite das Konzept der Kaffeebälle, während großflächige Bilder und anschauliche Grafiken die Vorteile und Funktionsweise verständlich vermitteln.

Eine klare, übersichtliche Navigation sorgt für eine intuitive Nutzerführung und führt sowohl Endkunden als auch Geschäftskunden schnell ans Ziel. Mit dem Bereich „CoffeeB für Unternehmen“ wird zudem eine eigene B2B-Möglichkeit geboten, die gezielt auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten ist.

Auf den Produktdetailseiten liefern zusätzliche Metafelder umfassende Informationen wie Intensität, empfohlene Tassengröße und weitere Produktdetails – transparent, strukturiert und leicht erfassbar. Ergänzt wird das Einkaufserlebnis durch praktische Features wie die digitale Maschinenregistrierung sowie ein automatisiertes Gratis-Kaffee-Geschenk beim Kauf einer Maschine. So entsteht ein durchdachtes Markenerlebnis, das Innovation, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit konsequent miteinander verbindet. Ein echter Vorreiter in Sachen Food-Shops!

Fazit

Ein Shopify Food Shop ist keine rein technische Entscheidung, sondern eine strategische Weichenstellung. Wer Lebensmittel direkt an Endkunden verkauft, übernimmt Verantwortung für Marke, Kommunikation, Logistik und Rechtssicherheit – gewinnt dafür aber Kontrolle über Margen, Kundendaten und Wiederkäufe.

Besonders für Marken mit klarer Positionierung, erklärungsbedürftigen Produkten oder wiederkehrendem Bedarf bietet ein eigener Shop langfristige Vorteile gegenüber Marktplätzen. Voraussetzung ist jedoch eine realistische Kalkulation, saubere rechtliche Umsetzung und ein professionell geplanter Versandprozess.

Shopify stellt die Infrastruktur – wirtschaftlicher Erfolg entsteht durch klare Markenführung, operative Präzision und nachhaltige Kundenbindung.

Gerne helfen wir Ihnen bei dem Setup Ihres Food-Shops mit Shopify! Nehmen Sie ganz einfach Kontakt auf und wir sprechen über Ihr Projekt.

Häufig gestellte Fragen zu Shopify Shops für Food-Brands

Ist Shopify für den Verkauf von Lebensmitteln erlaubt?

Ja. Shopify stellt die technische Infrastruktur bereit. Die Einhaltung aller lebensmittelrechtlichen Vorschriften liegt in Ihrer Verantwortung.

Welche Lebensmittel dürfen online verkauft werden?

Alle verkehrsfähigen Lebensmittel dürfen online verkauft werden, sofern Kennzeichnung, Hygiene und Produktsicherheit gewährleistet sind.

Welche Kosten entstehen bei einem Shopify Food Shop?

Die Kosten hängen vom ausgewählten Shopify-Plan, sowie App-Nutzung, Versandvolumen und Marketingstrategie ab. Neben der Plattformgebühr sollten Logistik und Verpackung realistisch kalkuliert werden.

Brauche ich spezielle Genehmigungen oder Konzepte wie HACCP?

Wenn Sie Lebensmittel herstellen oder verarbeiten, ist in der Regel ein HACCP-Konzept erforderlich. Zudem müssen Sie bei der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde registriert sein.

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