PPWR 2026: Warum die neue EU-Verpackungsverordnung für Shopify-Händler alles verändert
Dienstag, 17. Februar 2026
Latori GmbH

PPWR 2026: Warum die neue EU-Verpackungsverordnung für Shopify-Händler alles verändert

Der E-Commerce-Sektor steht vor einer massiven regulatorischen Umstellung. Wer bisher dachte, mit der Registrierung im deutschen LUCID-Register sei das Thema Verpackungs-Compliance erledigt, muss jetzt umdenken. Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ersetzt die in die Jahre gekommene EU-Verpackungsrichtlinie 94/62/EG und schafft Fakten, die unmittelbar in ganz Europa gelten.

Für Sie als Shopify-Händler bedeutet das: Die Anforderungen an Logistik und Produktdaten steigen drastisch. Wer den Stichtag im August 2026 verschläft, riskiert nicht nur empfindliche Bußgelder bis in den hohen sechsstelligen Bereich, sondern auch faktische Auslistungen auf Plattformen wie Amazon, wenn Compliance-Nachweise fehlen.

Um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen operativ bleibt, haben wir die neue Gesetzgebung analysiert. 

Was Sie in diesem Leitfaden lernen:

  • Der regulatorische Durchbruch: Warum die PPWR zahlreiche nationale Auslegungen und Sonderregelungen durch ein einheitlich geltendes EU-Recht ersetzt.

  • Die 50 %-Regel: Wie Sie die neuen Grenzwerte für Leerraum in Versandkartons einhalten.

  • Marktplatz-„Gatekeeper“: Warum Ihre Compliance-Daten jetzt bereit für API-Schnittstellen der Plattformen sein müssen.

Möchten Sie Ihren Shopify- oder Shopify-Plus-Store optimieren und benötigen professionelle Unterstützung? Wir helfen Ihnen gerne! Kontaktieren Sie uns ganz einfach und wir sprechen über Ihre Anforderungen.

Chemische Sicherheit: So navigieren Sie durch das PFAS-Verbot ab 2026

Eine schwere Kette mit einem Vorhängeschloss sichert ein Metalltor und vermittelt Sicherheit und Geschlossenheit.

Das Wichtigste in Kürze: Bei der PPWR handelt es sich um eine Verordnung, die im Gegensatz zu einem bloßen Richtlinien-Entwurf ab August 2026 als EU-Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gilt. Nationale Übergangs- oder Auslegungsspielräume werden dabei weitgehend eingeschränkt. Ein zentraler Kernpunkt ist die neue Effizienzpflicht, die Schluss mit ungenutztem Raum im Paket macht, indem sie für Versand- und Transportverpackungen eine maximale Leerraumquote von 50 % vorsieht. Zudem leitet die Verordnung eine Ära der Data Driven Compliance ein, in der digitale Entsorgungsinformationen verpflichtend werden. Die Verordnung sieht hierfür unter anderem digitale Lösungen wie QR-Codes vor, deren konkrete Ausgestaltung derzeit noch durch Durchführungsrechtsakte präzisiert wird. Auch die Luft für Händler auf Drittplattformen wird dünner, da Marktplätze wie Amazon oder eBay künftig stärker in die Marktüberwachung eingebunden werden und verpflichtet sind, die Compliance ihrer Händler zu überprüfen.

Wir gehen im folgenden Beitrag Schritt für Schritt auf alles ein, was jetzt für Sie wichtig wird.

Was ist die EU-Verpackungsverordnung (PPWR)?

Ein Richter schreibt an einem Schreibtisch auf ein Blatt Papier, im Vordergrund ein Richterhammer, der Gerichtsverfahren und Entscheidungsfindung symbolisiert.

Die PPWR (Verpackungsverordnung) ist ein legislativer Durchbruch im europäischen Recht und wird 2026 als neue Verordnung rechtskräftig in allen EU-Mitgliedstaaten ausgerollt. 

Ihr primäres Ziel ist die Schaffung eines harmonisierten Marktes mit einheitlichen Standards für Recycling und Abfallvermeidung. Damit ersetzt sie die alte Richtlinie 94/62/EG, die den Mitgliedstaaten viel Interpretationsspielraum ließ, was zu den heute bekannten (und teuren) Unterschieden bei Kennzeichnungspflichten und Registrierungen führte.

Der Vergleich: Status Quo vs. PPWR 2026

EU-Richtlinie 94/62/EGPPWR (ab 2026)
RechtskraftIndirekt (nationale Gesetze)Unmittelbar (EU-weit identisch)
KennzeichnungUnterschiedliche nationale Vorgaben (Triman, Grüner Punkt etc.)Einheitliche EU-Entsorgungssymbole
FokusEntsorgung & QuoteRecycelbares Design, Rezyklatanteil & Abfallvermeidung

Deadline: Der Countdown läuft. Die wichtigsten Regelungen der EU-Verpackungsverordnung 2026 treten am 12. August in Kraft. Nach aktuellem Stand sind Abverkaufs- und Übergangsfristen sehr begrenzt oder entfallen in Teilen vollständig.

Bedeutende Neuerungen und Pflichten für Unternehmen

Stapel von Kartons und Papierboxen, die in blauen Recyclingbehältern unter einem Schild mit der Aufschrift „Nur Recycling“ vor einer Wellblechwand gestapelt sind.

Während bisherige Regelungen oft vage blieben, setzt die neue Verordnung auf messbare Quoten und digitale Transparenz. Für Sie als Händler bedeutet das konkret: Jede Verpackung, die Ihr Lager verlässt, muss künftig strengeren Effizienz- und Materialvorgaben standhalten. Wir gehen im Folgenden genauer drauf ein.

Artikel 24: Das Aus für die „Luftlogistik“

Eines der schärfsten Schwerter der PPWR ist die Begrenzung des Leerraums. Versandkartons im E-Commerce dürfen künftig maximal 50 % Leerraum aufweisen. Für Händler bedeutet das: Weg von Standardkartons, hin zu „Right-Sizing“.

Expert-Insight: Wir haben bei Kundenprojekten gesehen, dass eine Optimierung der Kartonagen nicht nur die Compliance sichert, sondern durch geringeres Volumengewicht die Versandkosten um bis zu 15 % senken kann. Ein technisches Audit Ihres Packaging-Setups ist also ein handfestes Business-Case.

Design for Recycling & Smart Labeling

Die PPWR transformiert Verpackungen von bloßem Abfall zu einem „datenführenden Wirtschaftsgut“ durch zwei entscheidende Vorgaben:

1. Recyclingfähigkeits-Leistungsklassen: Verpackungen werden künftig in die Klassen A bis E eingestuft. Auf Basis des Prinzips der „Ökomodulation“ werden die Gebühren für die Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) mit diesen Klassen verknüpft. Umweltschädlichere Verpackungsdesigns sollen beim erstmaligen Inverkehrbringen somit deutlich höhere Kosten verursachen.

Recycling-Leistungsklassen nach der neuen EU-Verpackungsverordnung

KlasseRecyclingfähigkeit (Gewichtsanteil)Operative & rechtliche Auswirkungen
Klasse A≥ 95 %Optimale Compliance: Hochwertiges Rezyklat; niedrigstmögliche EPR-Gebühren (Lizenzentgelte)
Klasse B≥ 80 %Standard-Compliance: Minimale Verunreinigungen; Einstufung in Standard-Gebührensätze
Klasse C≥ 70 %Mindestanforderung: Die absolute Untergrenze für den Marktzugang ab dem Jahr 2030
Klasse D< 70 %Voraussichtlicher Marktausschluss: Voraussichtliches Verbot des Inverkehrbringens ab Januar 2030
Klasse ENicht recycelbarSofortige Haftung: Deutliche Einschränkungen bis hin zu Vertriebsverboten; höchste regulatorische Risiken

2. Die QR-Code-Pflicht: Die Verordnung sieht eine schrittweise Einführung digitaler Kennzeichnungslösungen wie QR-Codes vor, sobald die technischen Durchführungsstandards final verabschiedet sind (voraussichtlich ab 2027). Diese „Smart Labels“ bieten Verbrauchern EU-weit harmonisierte Entsorgungshinweise und ersetzen den aktuellen Wirrwarr nationaler Recyclingsymbole durch eine einheitliche digitale Kommunikation.

Lesetipp: Bessere Verpackungen und mehr: 7 Tipps für Nachhaltigkeit in Ihrem Onlineshop.

Anwendungsbereich: Ist Ihr Unternehmen betroffen?

Wenn Sie Produkte innerhalb der Europäischen Union verkaufen, lautet die Antwort: Ja. Die bisherige Verpackungsverordnung in Deutschland (VerpackG) war lediglich ein Vorgeschmack auf das, was nun auf kontinentaler Ebene Standard wird. Die PPWR differenziert dabei sehr genau zwischen den verschiedenen Rollen in der Lieferkette, nimmt aber jeden in die Pflicht, der Verpackungen in den Verkehr bringt.

Die Rollen der Wirtschaftsakteure

Die Verantwortung liegt primär beim sogenannten Inverkehrbringer. Das ist in der Regel der Hersteller oder die Marke, die das Produkt erstmals auf dem EU-Markt bereitstellt. Aber Vorsicht: Auch Importeure und reine Händler stehen im Fokus.

  • Wichtig für internationale Händler: Wer seinen Firmensitz außerhalb der EU hat, aber in die Union liefert, muss zwingend einen Bevollmächtigten benennen. Dieser fungiert als rechtlicher Ansprechpartner für die Behörden und haftet für die Einhaltung der Compliance-Vorgaben. 

Digitale Daumenschrauben: Die Marktplatz-Haftung

Logos von Amazon, eBay und Kaufland auf dunkelgrünem Hintergrund.

Für Shopify-Händler, die zusätzlich über Kanäle wie Amazon, eBay oder Kaufland skalieren, wird die Luft dünner. Die PPWR führt eine automatisierte Kontrollpflicht für Plattformbetreiber ein. 

Das bedeutet: Die Marktplätze sind gesetzlich verpflichtet, die Compliance-Daten (wie Ihre Registrierung in der Verpackungsverordnung und LUCID-Nummern) ihrer Händler lückenlos zu validieren. In der Praxis wird dies über API-Schnittstellen zu den nationalen Registern gelöst. Fehlt ein Nachweis oder ist ein Zertifikat abgelaufen, greift kein manueller Prüfprozess mehr. In der Praxis ist davon auszugehen, dass fehlende oder ungültige Compliance-Nachweise zu automatisierten Sperrungen oder Delistings führen, da manuelle Prüfprozesse bei der Vielzahl an Händlern kaum realistisch sind. Ihr Shop wird auf der Plattform schlichtweg unsichtbar, bis die Datenbasis bereinigt ist.

Sektorale Verbote: Die „Schwarze Liste“ (Anhang V)

Einige Verpackungsformate werden durch die PPWR komplett vom Markt verbannt, da sie als vermeidbarer Abfall eingestuft werden. In Anhang V der Verordnung findet sich die sogenannte „Schwarze Liste“. Betroffen sind unter anderem:

  • Einweg-Miniaturen: Mini-Hotelkosmetik (Shampooflaschen etc.) aus Kunststoff unter einer gewissen Füllmenge.

  • Obst- und Gemüseumhüllungen: Plastikverpackungen für Mengen unter 1,5 kg (es sei denn, es besteht ein nachweisbares Risiko des Verderbs).

  • Gastronomie-Portionen: Einzelverpackungen für Saucen, Zucker oder Kaffeesahne, sofern sie zum Verzehr vor Ort gedacht sind.

Wenn Ihr Sortiment Produkte in solchen Formaten enthält, müssen Sie bis August 2026 Ihre Verpackungsstrategie oder das Produktdesign grundlegend umstellen, um Vertriebsverbote zu vermeiden.

Risiken und Chancen für Unternehmen

Compliance ist im modernen E-Commerce längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine geschäftskritische Grundvoraussetzung für jede Skalierung. Wer die europäische Verpackungsverordnung PPWR ignoriert, spielt mit der Existenzgrundlage seines digitalen Geschäftsmodells. Doch wo regulatorischer Druck herrscht, entstehen auch erhebliche Wettbewerbsvorteile für Early Adopter.

Die Risiken: Wenn Compliance zum Showstopper wird

Die Konsequenzen bei Verstößen gegen die neue Verordnung sind drakonisch und zielen darauf ab, Ineffizienz im Markt direkt zu bestrafen.

  • Finanzielle Sanktionen: Die Bußgelder für mangelnde Registrierungen oder falsche Materialangaben können sich auf bis zu 200.000 € belaufen – pro Verstoß.

  • Operative Sperren: Was viele Händler unterschätzen, ist die Geschwindigkeit der Durchsetzung. Durch die harmonisierte Rechtslage können Behörden europaweite Vertriebsverbote aussprechen.

  • Warenrückrufe: Sollten Ihre Transportverpackungen nicht der neuen EU-Verpackungsverordnung entsprechen (z. B. Überschreitung der Leerraumquote), können im Extremfall behördliche Maßnahmen bis hin zu Vertriebsverboten oder Rückrufanordnungen folgen. Solche ungeplanten Kosten können nicht nur das Quartalsergebnis ruinieren, sondern das Vertrauen von B2B-Partnern und Endkunden nachhaltig beschädigen.

Ergänzende Regulierung ab 2026: PFAS in Lebensmittelverpackungen

Parallel zur PPWR treten ab August 2026 weitere EU-weite Vorgaben in Kraft, unter anderem Einschränkungen für PFAS in Lebensmittelkontaktmaterialien. Auch wenn diese Regelungen nicht originär Teil der PPWR sind, betreffen sie viele Händler unmittelbar. Händler müssen dabei ein besonderes Augenmerkt im Bereich Food & Home aber genauso bei Kosmetik auf die chemische Zusammensetzung ihrer Verpackungen legen. Ab August 2026 gilt ein striktes Verbot von PFAS („Ewigkeitschemikalien“) in Lebensmittelverpackungen, die direkten Kontakt mit dem Produkt haben. Da PFAS oft für fett- und wasserabweisende Beschichtungen verwendet werden, ist eine chemische Prüfung der gesamten Lieferantenkette jetzt unumgänglich. Als Inverkehrbringer haften Sie für die Konformität – „das haben wir nicht gewusst“ zählt vor dem Gesetzgeber nicht.

Die Chancen: Effizienz als Marketing-Instrument

Wer die Umstellung proaktiv angeht, verwandelt regulatorische Last in einen strategischen Vorteil:

  • Kostensenkung durch Materialminimierung: Eine optimierte Verpackungsstrategie senkt nicht nur die Entsorgungsgebühren, sondern reduziert durch Right-Sizing auch Ihre Porto- und Lagerkosten.

  • Vorteil bei Listungen: Große Retailer und Marktplätze bevorzugen zunehmend Partner, die ihre Compliance-Hausaufgaben gemacht haben. Eine Zertifizierung nach hohen Recycling-Leistungsklassen kann der entscheidende Türöffner für neue Absatzkanäle sein.

  • Brand Authority: Nachhaltigkeit ist im D2C-Sektor ein kaufentscheidendes Argument. Wer transparent über seine Registrierung in der Verpackungsverordnung und seine recyclingfähigen Designs kommuniziert, stärkt die Kundenbindung.

Blick auf Lagerregale, die mit großen, verpackten Paletten gefüllt sind und von Metallträgern umgeben sind.

Tipps zur Umsetzung: So machen Sie Ihr Unternehmen startklar

Der 12. August 2026 mag in der Ferne liegen, doch die Umstellung von Lieferketten, Verpackungsdesigns und IT-Prozessen erfordert Vorlaufzeit. Wir empfehlen unseren Kunden eine proaktive Roadmap, um Panik in der Mitte des Jahres zu vermeiden und den Übergang von der alten EU Verpackungsrichtlinie 94/62/EG zur neuen Verordnung reibungslos zu gestalten.

Schritt 1: Das Comprehensive Packaging Audit

Analysieren Sie Ihr gesamtes Sortiment – nicht nur die Bestseller.

  • Leerraum-Check: Messen Sie das Verhältnis von Produktvolumen zu Kartongröße. Wo liegen Sie über der kritischen 50 %-Marke?

  • Material-Inventur: Erfassen Sie die Zusammensetzung jeder Verpackungskomponente. Dies ist die Basis für die spätere Einstufung in die Recycling-Leistungsklassen (A-E).

Schritt 2: Aktives Lieferanten-Management & Datentiefe

Person in einem Anzug, die an einem Schreibtisch Dokumente durchsieht, mit Fokus auf ihren Händen, die Papiere halten, und unscharfen Büroartikeln im Hintergrund.

Die PPWR verschiebt die Nachweispflicht. Sie müssen künftig in der Lage sein, eine lückenlose technische Dokumentation vorzulegen.

  • Datenabfrage: Fordern Sie von Ihren Herstellern verbindliche Zertifikate über die Rezyklatanteile (PCR-Gehalt) und die PFAS-Freiheit an.

  • Vertragsanpassung: Aktualisieren Sie Ihre Lieferantenverträge. Stellen Sie sicher, dass die Einhaltung der PPWR-Standards eine garantierte Eigenschaft der gelieferten Verpackungsmaterialien ist.

Schritt 3: Digitales Update & Design-Integration

Die Einführung von QR-Codes und harmonisierten EU-Entsorgungssymbolen ist keine rein grafische Aufgabe, sondern eine logistische.

Eine Person mit einem Smartphone, auf dem eine digitale Bordkarte und eine Flugroute auf einer Karte angezeigt werden.

  • Smart Labeling: Prüfen Sie, wie Sie QR-Codes so in Ihr Branding integrieren, dass sie die Ästhetik Ihres Unboxing-Erlebnisses nicht stören, aber dennoch die gesetzlichen Anforderungen an die Lesbarkeit erfüllen.

  • Dynamische Daten: Überlegen Sie, ob Sie Landingpages hinterlegen, die je nach Lieferland die korrekten regionalen Entsorgungshinweise aussteuern – ein technischer Vorteil, den wir oft über Shopify-Metafelder lösen.

Lesetipp: So nutzen Sie Shopify in Deutschland rechtssicher.

Fazit

Die europäische Verpackungsverordnung PPWR ist zweifellos eines der komplexesten Regulierungsprojekte für den Onlinehandel in diesem Jahrzehnt. Sie bedeutet das Ende der Ära „Trial and Error“ beim Versand. Doch für professionell aufgestellte Shopify-Händler bietet dieser Umbruch eine Chance: Durch operative Exzellenz, Materialeffizienz und transparente Nachhaltigkeit können Sie sich aktuell vom Wettbewerb abheben und im besten Fall sogar langfristig Kosten sparen.

Während andere Händler im August 2026 mit Delistings und Bußgeldern kämpfen, haben Sie Ihre Prozesse bereits optimiert und Ihre Kosten durch Right-Sizing gesenkt. Compliance wird so zum messbaren Wettbewerbsvorteil.

Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihre Logistik-Prozesse in Shopify für die neue Verordnung optimieren können? Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf Ihre Strategie werfen.

Häufig gestellte Fragen zur EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

Gilt die PPWR auch für kleine Online-Shops?

Die PPWR-Verordnung gilt für jeden, der Verpackungen auf dem EU-Markt in Verkehr bringt – unabhängig von der Unternehmensgröße. Lediglich für Kleinstunternehmen gibt es sehr begrenzte Ausnahmen bei bestimmten Mehrwegquoten.

Reicht meine deutsche LUCID-Registrierung aus?

Nein. Zwar werden die Regeln harmonisiert, dennoch müssen Sie sich weiterhin in jedem EU-Land registrieren, in das Sie liefern. Ab August 2026 müssen Sie zudem zwingend einen Bevollmächtigten (Authorized Representative) in dem jeweiligen Land benennen, falls Sie dort keine eigene Niederlassung haben.

Ab wann sind QR-Codes auf Kartons Pflicht?

Die PPWR gilt ab dem 12. August 2026. Die Pflicht zur Verwendung harmonisierter QR-Codes wird jedoch stufenweise eingeführt (voraussichtlich ab 2027/2028), sobald die EU die exakten technischen Design-Standards finalisiert hat.

Was passiert mit meinen alten Lagerbeständen?

Es gibt eine Abverkaufsfrist. Verpackungen, die vor dem 12. August 2026 rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, dürfen im Regelfall weiter verwendet werden, bis die Bestände erschöpft sind. Die neuen Regeln gelten für alle Verpackungen, die nach diesem Datum hergestellt oder importiert werden.

Wie integriere ich die neuen QR-Codes in Shopify?

Hinterlegen Sie Entsorgungshinweise in Shopify-Metafeldern. Diese Daten können über Apps wie Order Printer als dynamische QR-Codes direkt auf Lieferscheine oder Versandetiketten gedruckt werden.

Gibt es Shopify-Apps für die PPWR?

Ja. Apps wie EPR Insights automatisieren die Erfassung von Materialdaten und Gewichten für Ihre Umweltberichte. Das spart Zeit und minimiert Fehler bei der Datenübermittlung an nationale Register.

Newsletter
, um das Newsletter-Formular zu laden.
Shopify Usability Award Logo
Wir schätzen alle unsere Kunden, Nutzer und Leser, egal ob weiblich, männlich, divers oder nicht-binär. Der Lesbarkeit halber verzichten wir auf Gendersternchen und nutzen weiterhin das generische Maskulinum. Wir sprechen damit ausdrücklich alle an. Bitte beachten Sie außerdem, dass wir Zitate zum besseren, sprachlichen Verständnis leicht angepasst haben.
Shop Usability Award Winner 2023