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Website-Geschwindigkeit testen: So geht´s mit Shopify

Website-Geschwindigkeit testen: So geht´s mit Shopify

Kunden schätzen eine strukturierte und schnelle Website, da eine langsame Performance das Einkaufserlebnis stark behindern kann. Und auch Google hat kürzlich aus Usability-Gründen die Shop-Performance und damit die Ladegeschwindigkeit zum Rankingfaktor erklärt. Ist Ihr Onlineshop also zu langsam, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Nicht nur die Geduld Ihrer Kundschaft nimmt ab und die Absprungraten damit zu, sondern Ihr Onlineshop wird auch in den Suchergebnissen von Google weiter nach unten wandern.

Wenn Sie hingegen Ihre Page Speed optimieren, stehen die Chancen gut, dass Sie für Kunden und Suchmaschinen attraktiver werden und dadurch Ihre Umsätze steigern können. Zu diesem Zweck hat Shopify unlängst seinen Geschwindigkeitsbericht eingeführt, mit welchem Sie Ihre Website-Geschwindigkeit testen und optimieren können. Im Beitrag zeigen wir Ihnen, wie´s geht.

Sie möchten Ihre Shopify-Geschwindigkeit verbessern und könnten dafür professionelle Unterstützung gebrauchen? Dann kontaktieren Sie uns gerne und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Inhaltsverzeichnis

  • Ladegeschwindigkeit einer Website: Wie wichtig ist sie?
  • Website-Ladegeschwindigkeit testen: So geht´s
  • Was ist der Shopify Geschwindigkeitsbericht?
  • Page Speed optimieren: Unsere Tipps

Ladegeschwindigkeit einer Website: Wie wichtig ist sie?

Dauert es recht lange, bis eine Website vollständig geladen ist, so frustriert dies nicht nur die Kundschaft, sondern wirkt sich auch negativ auf die Conversion Rate und die Suchergebnisse aus. Da potenzielle Käufer den Shop in der Regel schnell wieder verlassen, wenn sie zu lange warten müssen, ist die Ladezeit der Website auch ein wichtiger Ranking-Faktor. Die SEO-Optimierung eines Shops kann also vorbildlich sein, wenn die Page Speed zu langsam ist, wird die Website von Google und Co. dennoch schlechter bewertet.

Lesetipp: Alle Augen auf Sie – Hier gelangen Sie zum SEO-Guide für Shopify-Stores.

Darüber hinaus hat durch die Bedeutung der mobilen Suche auch die Relevanz der Ladezeit zugenommen. Längst werden Smartphones nicht nur zum Einkaufen auf der heimischen Couch, sondern auch an der Bushaltestelle oder bei der Arbeit genutzt. Hier stehen meist nur recht schlechte Mobilfunkverbindungen zur Verfügung. Dadurch wird ein bereits langsamer Onlineshop noch langsamer. Gerade, weil die Zeit unterwegs knapp ist, muss das Einkaufen schneller gehen. Es gilt also, den Shop unbedingt auch mobil zu optimieren.

Andererseits sollte die Geschwindigkeit aber auch nicht immer an oberster Stelle stehen. Bietet Ihr Shop beispielsweise Funktionen, die bei Kunden sehr beliebt sind, sich aber etwas auf die Geschwindigkeit auswirken, sollten Sie den Geschwindigkeitsverlust in Kauf nehmen, anstatt auf wichtige Tools zu verzichten.

Website-Ladegeschwindigkeit testen: So geht´s

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Es gibt verschiedene Tools, um die Geschwindigkeit Ihrer Website zu testen. Wenn Sie einen Shopify-Store haben, sollten Sie am besten den Shopify Geschwindigkeitsbericht heranziehen. Darüber hinaus sind auch die kostenlosen Tools von Google gut geeignet.

Shopify Geschwindigkeitsbericht: Der Geschwindigkeitsbericht Ihres Shopify-Stores basiert auf verschiedenen Tests Ihrer am häufigsten besuchten Seiten und den Geschwindigkeitswerten von Google Lighthouse. Im nächsten Kapitel erläutern wir den Bericht näher.

Google PageSpeed Insights: Dieses Tool misst die wichtigsten E-Commerce-KPIs zur Seitengeschwindigkeit, berechnet den Gesamtwert und gibt hilfreiche Tipps zur Verbesserung. Das Tool unterscheidet auch zwischen Desktop- und mobilen Werten. So sehen Sie genau, wo Sie noch optimieren können.

Google Test My Site: Mit Test My Site von Google können Sie sehen, wie sich die Geschwindigkeit Ihrer Website in den letzten Monaten entwickelt hat. Eine weitere nützliche Funktion ist der Vergleich von bis zu zehn Domains. Gerade wenn Sie ohnehin eine Wettbewerbsanalyse durchführen, erhalten Sie hier mehr Informationen über Ihre Konkurrenz.

Lesetipp: Ob in Deutschland online verkaufen oder in der ganzen Welt: Ein mobil-optimierter Onlineshop ist heutzutage das A und O. Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Mobile Shopping wissen müssen.

Was ist der Shopify Geschwindigkeitsbericht?

Die Geschwindigkeitsberichte von Shopify sind eng in Google Lighthouse integriert. Shopify führt einen Website-Geschwindigkeitstest auf Ihrer Homepage sowie auf Ihren am häufigsten besuchten Kategorie- und Produktseiten durch und kombiniert dann die Google Lighthouse-Geschwindigkeitsbewertung jeder Seite, um eine Gesamtbewertung zu erhalten. Sie können die Geschwindigkeit Ihres Shops jederzeit in Shopify überprüfen und dabei auch erkennen, wie schnell Ihr Store im Vergleich zu ähnlichen Onlineshops ist.

Lesetipp: Sie möchten auch endlich in den E-Commerce einsteigen, sind sich jedoch noch nicht sicher, welche Art Shopsystem für Sie die richtige Wahl ist? Dann klicken Sie hier und erfahren Sie, wie sich Onlinehändler zwischen On-Premise- und cloudbasierten E-Commerce-Plattformen entscheiden können.

Wie wird Ihr Geschwindigkeitswert bei Shopify errechnet?

Der Geschwindigkeitswert Ihres Onlineshops kann bis zu 100 Punkte erreichen. Bevor Sie sofort Maßnahmen ergreifen, um Ihre Punktzahl zu verbessern, sollten Sie zunächst verstehen, wie dieser Wert berechnet wird und wie er für Ihren Shopify-Store funktioniert.

Google Lighthouse misst eine Vielzahl von Leistungsmetriken, um festzustellen, wie schnell sich Ihre Website für die meisten Besucher anfühlt. Ihr Durchschnitt wird also im Laufe der Zeit schwanken. Erwarten Sie auch keine perfekte Punktzahl von 100. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie Ihrer Website ausgewählte Funktionen oder Elemente hinzufügen, um das Kundenerlebnis zu verbessern (z. B. Bilder).

Denken Sie daran, dass alle numerischen Bewertungen nur dazu dienen, besser zu verstehen, wie Sie in den Augen Ihrer Kunden abschneiden. Die Ergebnisse, die Sie in Shopify sehen, basieren auf folgendem Prinzip: Shopify misst die Leistung der drei wichtigsten Seiten, weil diese am meisten zu Ihrem Kundenerlebnis beitragen. Darüber hinaus werden Informationen dazu bereitgestellt, wie Ihr Geschäft im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen abschneidet.

Lesetipp: In diesem Beitrag verraten wir Ihnen 11 Wege zur Erhöhung Ihres durchschnittlichen Bestellwerts (AOV) mit Shopify Plus.

So lassen Sie sich Ihre Ladegeschwindigkeit bei Shopify anzeigen

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Wenn Sie die Berichte über die Geschwindigkeit Ihres Shopify-Stores sehen möchten, müssen Sie über eine Mitarbeiterberechtigung für Berichte verfügen. Ist dies der Fall, dann gehen Sie folgendermaßen vor, um sich Ihre Ladegeschwindigkeit bei Shopify anzeigen zu lassen:

  1. Gehen Sie in Ihrem Shopify-Adminbereich zu Statistiken > Berichte.
  2. Klicken Sie im Abschnitt Verhalten auf Onlineshop-Geschwindigkeit.
  3. Der Shopify-Geschwindigkeitsbericht wird geöffnet.

Lesetipp: In diesem Blogbeitrag verraten wir Ihnen, wie Sie eine Multichannel-Strategie mit Shopify aufbauen können.

Page Speed optimieren: Unsere Tipps

Es gibt mehrere Faktoren, die sich auf die Geschwindigkeit Ihrer Website auswirken können. Manche davon können Sie beeinflussen und damit Ihre Page Speed optimieren, andere leider nicht.

Faktoren, die Sie nicht beeinflussen können

Gerät, Netzwerk und Standort des Kunden: Die Ladegeschwindigkeit kann variieren, je nachdem von wo aus und mit welchen Geräten jemand auf Ihren Onlineshop zugreift. Hat eine Person also beispielsweise generell eine langsame Internetverbindung, so können auch Sie nichts daran ändern, dass Ihre Websites längere Zeit laden.

Die Infrastruktur Ihres Hosters: An den Stellschrauben Ihres Hosters können Sie ebenfalls nicht oder nur eingeschränkt drehen. Eingeschränkt dann, wenn Ihr Hosting-Anbieter zum Beispiel die Bandbreite durch veraltete Server oder ähnliches begrenzt. Denn in diesem Fall können Sie zu einem anderen Anbieter wechseln. Shopify verwendet beispielsweise schnelle, globale Server, um Ihnen jederzeit die beste Bandbreite bieten zu können.

Lesetipp: Freelancer vs. Agentur. In diesem Beitrag haben wir die jeweiligen Vorteile zusammengefasst und geben Ihnen Tipps mit auf den Weg, wann Sie sich für eine Agentur und wann eher für einen Freiberufler entscheiden sollten.

Faktoren, die Sie beeinflussen können: So können Sie Ihre Shopify-Geschwindigkeit verbessern

Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre Page Speed optimieren . Beachten Sie jedoch, dass die Benutzerfreundlichkeit bei allen Kampagnen an erster Stelle steht. Wägen Sie also immer die Leistung und Geschwindigkeit Ihres Shops ab und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wie kann ich meinen Kunden helfen, Kaufentscheidungen in meinem Geschäft zu treffen?
  • Welche Produkte und Funktionen im oberen Bereich des Shops können die Conversion Rate steigern?
  • Welche anderen Elemente und Funktionen können auch später erst beim Scrollen geladen werden?

Lesetipp: Erfahren Sie, was sich hinter dem Begriff Conversion Rate genau verbirgt, einige Einflussfaktoren ebendieser und Tipps, mit welchen Sie Ihre Conversions optimieren können.

Sind Sich über diese Punkte im Klaren, dann können Sie aus den folgenden Maßnahmen diejenigen auswählen, die zu Ihren Wünschen und Anforderungen passen:

1 Unbenutzte Apps entfernen: Als ersten Schritt sollten Sie alle installierten Apps überprüfen und überlegen, ob sich darunter Applikationen befinden, sie Sie gar nicht nutzen. Bevor Sie eine App entfernen, sollten Sie immer überlegen, wie sehr die App das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden verbessert oder Ihren Arbeitsablauf vereinfacht. Denken Sie beim Entfernen daran, den Code der App auch aus Ihrem Design zu entfernen. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, wenden Sie sich gerne an uns.

2 Optimieren Sie Ihr Theme: Untersuchen Sie, ob Ihr Theme Codes enthält, die Ihren Shop drastisch verlangsamen. Entfernen Sie außerdem redundante Codes und reduzieren Sie die Dateigröße des Themes.

3 Auf performance-intensive Funktionen verzichten: Mit einem Heatmap-Tool können Sie sehen, wie oft bestimmte Funktionen Ihrer Website verwendet werden. Deaktivieren Sie diejenigen, die nicht oder nur geringfügig genutzt werden.

4 Vereinfachen Sie Ihren Code: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihren Code zu schreiben. Einige von ihnen sind effektiver als andere. Versuchen Sie, komplexe Vorgänge zu vereinfachen, um die Code-Renderingzeit zu reduzieren.

5 Unnötige Dateien löschen: Bilder, insbesondere Videos, benötigen Speicherplatz. Durchsuchen Sie Ihren Datenspeicher und löschen Sie alle nicht verwendeten Dateien, die sich auf die Ladezeiten auswirken.

6 Sehr große Dateien verkleinern: Bild- und Videodateien im Onlineshop sollten komprimiert werden. Achten Sie beispielsweise darauf, Bilder in 72 dpi auszugeben und ein angemessenes Format zu verwenden.

7 Verwenden Sie Systemschriftarten: Vermeiden Sie die Verwendung spezieller Schriftarten. Alle Schriftarten, die sich nicht auf dem Gerät des Besuchers befinden, müssen zuerst heruntergeladen werden.

8 Server- und Browser-Caching: Durch Caching können Webserver und Datenbanken entlastet und Ressourcen geschont werden, indem die erstmals abgefragten Daten auf dem Server gespeichert werden. Beim Abrufen einer Seite aus dem Serve-Cache werden komplexe Abfragen für diese Seite umgangen. Browser-Caching ist für wiederkehrende Besucher interessant. Dabei werden bestimmte unveränderliche Elemente der Website (Bilder, JavaScript, CSS) im Browser-Speicher auf dem Endgerät des Nutzers abgelegt. Wenn sie die Website erneut besuchen, werden diese Komponenten aus dem Speicher geladen. Das Browser-Caching kann über ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress, über Erweiterungen wie WP Rocket, W3 Total Cache, WP Fastest Cache oder manuell über eine .htaccess-Datei aktiviert werden. Wenn Sie es manuell einrichten, müssen Sie überprüfen, ob mod_headers oder mod_expires auf dem Server aktiv ist.

9 Weiterleitungsketten vermeiden: Sie sollten auch auf Weiterleitungsketten achten, da eine Reihe mehrerer Umleitungen die Ladegeschwindigkeit stark beeinträchtigen kann. Je nachdem, wie oft Sie die Domains wechseln, kann es zu vielen Weiterleitungen kommen.

Beispiel: Von website.de/blog zu blog.website.de und zurück zu website.de/blog

Umleitungsketten können umgangen werden, indem eine Verknüpfung zum aktuellen Link verwendet wird. Dazu sollten Backlinks zu jeder vorherigen URL erhalten bleiben und die URL sollte direkt auf den aktuellen Link verweisen.

10 Pagespeed-Optimierung durch Content-Delivery-Network (CDN): Mit Content Delivery Networks (CDN) können über HTTP-Requests geladene Website-Elemente wie Skripte, Bilder und CSS ohne eigenen Server geladen werden. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass weniger Requests an den eigenen Server kommen. Außerdem arbeitet das CDN regional, d. h. wenn ein Kunde die Elemente von Deutschland aus öffnet, werden sie auch in Deutschland geladen, nicht beispielsweise in den USA. Ein regionaler Zugriff verbessert die Ladegeschwindigkeit. Bei der Auswahl eines CDN-Anbieters, egal ob für kleinere oder größere Webprojekte, haben Sie eine Vielzahl von Möglichkeiten, z. B. ist das CDN der Google Cloud sehr beliebt.

Lesetipp: Kennen Sie schon diese 12 Unterseiten, die jede E-Commerce-Website braucht?

Fazit

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Jeder oben genannte Optimierungsschritt zahlt sich aus, denn je schneller Ihr Shop ist, desto mehr Umsatz können Sie generieren. Schon allein deshalb, weil Google Ihre Bemühungen mit besseren Rankings belohnt. Also Worauf warten Sie noch? Optimieren Sie Ihre Pagespeed und ermöglichen Sie Ihrer Kundschaft eine reibungslose Customer Journey und somit das bestmögliche Shoppingerlebnis!

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