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On-Premise oder Cloud: Was ist besser für Ihre E-Commerce-Plattform?

On-Premise oder Cloud: Was ist besser für Ihre E-Commerce-Plattform?

Cloud oder doch lieber On-Premise? Diese Frage stellt sich dann, wenn Sie sich für ein Shopsystem entscheiden müssen. Klar ist, das Cloud-Geschäft boomt! Auch die anfänglich größten Ängste wie der Kontrollverlust über die Kosten und eigenen Daten, nehmen nach und nach ab. Der Grund dafür ist, dass natürlich auch die Anbieter dieser Cloud-Lösungen ihre Produkte weiterentwickelt haben und nun vermehrt mit hohen Sicherheitsstandards überzeugen können. Doch sind cloudbasierte E-Commerce-Plattformen wirklich die bessere Wahl? Um Ihnen die Entscheidung zu vereinfachen, beleuchten wir in diesem Beitrag sowohl On-Premise-Shopsysteme als auch cloudbasierte Lösungen von beiden Seiten. Allen voran müssen wir jedoch klären, was die beiden Begriffe überhaupt bedeuten.

Sie benötigen Unterstützung bei Ihrem Projekt, wissen jedoch noch nicht, ob ein cloudbasiertes oder ein On-Premise-Shopsystem für Sie die bessere Wahl wäre?

Dann kontaktieren Sie uns doch gerne noch heute und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Inhaltsverzeichnis:

  • Was versteht man unter On-Premise und Cloud?
  • Was sind die Stärken und Schwächen von On-Premise-Shopsystemen?
  • Was sind die Stärken und Schwächen von cloudbasierten Shopsystemen?
  • Wie sollten sich Onlineshop-Betreiber entscheiden?

Was versteht man unter On-Premise und Cloud?

Bei der Frage, ob das neue Shopsystem On-Premise oder cloudbasiert sein soll, geht es im Wesentlichen darum, wie die Software den Mitarbeitenden des Unternehmens zur Verfügung gestellt wird. On-Premise bedeutet auf Deutsch so viel wie „vor Ort“ oder „lokal“ und steht dementsprechend dafür, dass die E-Commerce-Plattform auf Ihren eigenen Servern oder in der selbst eingerichteten Cloud installiert werden muss. Dagegen werden bei einem Cloud-Shopsystem die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt.

Grundsätzlich wird also zwischen einer lokalen, selbstverwalteten Softwareversion und einem dezentralen Hosting unterschieden. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, zeigen wir Ihnen nun die Vor- und Nachteile beider Varianten. Beginnen wir mit On-Premise.

Lesetipp: WooCommerce vs. Shopify, welches der beiden Shopsysteme ist das bessere? Wir haben sie in diesem Beitrag nach 5 Kriterien miteinander verglichen.

Was sind die Stärken und Schwächen von On-Premise-Shopsystemen?

“Never change a running system”, ist wohl noch immer das Motto vieler Unternehmen. Teilweise haben sie sich einfach über Jahrzehnte an das Programm gewöhnt und hatten damit auch noch nie Probleme. Der klare Vorteil liegt hier im Besitz der Software: Sobald Sie das Produkt gekauft haben, können Sie die Software unbegrenzt nutzen. Es fällt in der Regel „nur“ die einmalige Anschaffungsgebühr an. Allerdings stellt der initiale Kostenaufwand insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen oft eine große Hürde dar – für sie ist es einfacher, die Nutzungsgebühren in Form eines monatlichen Abos zu bezahlen. Hinzu kommt, dass gerade im Unternehmensumfeld mit Lizenzen gearbeitet wird. Das Shopsystem kann also nicht von einer unbegrenzten Anzahl an Mitarbeitenden genutzt werden. Darum müssen in vielen Fällen separate Lizenzen erworben werden. Darüber hinaus ist auch die selbstständige Wartung mit Kosten verbunden. On-Premise-Lösungen sind also nicht so günstig, wie man vielleicht im ersten Moment denken mag.

Gute Software wird ständig aktualisiert: Updates erweitern die Funktionalität eines Programms, verbessern die Stabilität oder schließen Sicherheitslücken. Diese Updates erfordern auch, dass Benutzer sie regelmäßig installieren, was zusätzliche Arbeit bedeutet. Das Einspielen von Updates und Bugfixes kann vor allem in größeren Unternehmen ein nicht unerheblicher Aufwand sein. Darüber hinaus sind auch meist die Support-Leistungen begrenzt. Einige Softwarehersteller haben irgendwann aufgehört, das alte Programm weiterzuentwickeln und sind stattdessen zu neuen Produkten übergegangen. In diesem Fall steht man vor zwei Optionen: Man kann die alte Version weiterverwenden und riskieren, dass der eigene Onlineshop nach einer Weile veraltet ist oder man investiert in ein neues Produkt.

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Vorteil von On-Premise-Shopsystemen ist, dass alle Daten in der Hand des Nutzers bleiben. Während Cloud-Lösungen die Übertragung von Informationen auf einen Remote-Server im Rechenzentrum erfordern, behalten Sie mit On-Premise E-Commerce-Plattformen all Ihre Daten selbst – es sei denn, Sie entscheiden sich für Cloud-Speicher.

Zusammenfassend sind das die Stärken und Schwächen von On-Prem-Lösungen:

Vorteile Nachteile
Kosten: Bei On-Premise-Software gibt es für Sie keine laufenden Kosten. Kompatibilität: Ihre Geräte müssen für die Software geeignet sein.
Kontrolle: Sie entscheiden selbst, was mit der Software passiert. Zusatzarbeit: Die Wartung der Software verursacht Mehrarbeit.
Datenschutz: Sensible Daten werden nicht zwingend an Dritte weitergegeben. Skalierbarkeit: Lizenzen sind teuer und müssen langfristig erworben werden.
Flexibilität: Da Sie die Software auf Ihrem eigenen PC nutzen, können Sie das Programm jederzeit uneingeschränkt nutzen. Support: Die Weiterentwicklung der Software wird i. d. R. nach einiger Zeit eingestellt.
Lesetipp: Warum das Modellabel LIVE FAST DIE YOUNG von Shopware zu Shopify gewechselt ist, erfahren Sie in diesem Beitrag von den Gründern selbst.

Was sind die Stärken und Schwächen von cloudbasierten Shopsystemen?

Mit Cloud Computing haben Onlineshop-Betreiber nun weitere Möglichkeiten. Statt die entsprechende Software zu kaufen, auf dem PC zu installieren und zu nutzen, können sie sich auch für ein Abonnement entscheiden.

Hersteller hosten die Software der E-Commerce-Plattform in Rechenzentren und stellen Benutzern den Zugriff zur Verfügung. Der eigene PC greift online über den Webbrowser oder einen zuvor installierten Client zu, die eigentliche Rechenleistung findet in einem externen Rechenzentrum statt.

Der klare Vorteil: Die Hardware wird ständig vom Fachpersonal gewartet und auch die Software ist ohne Ihr Zutun immer auf dem neuesten Stand. Um eigenständige Updates müssen Sie sich deshalb nicht kümmern. Da die Software standortunabhängig ist, können Sie von überall auf das Programm zugreifen.

Professionelle Software kann teuer sein. Bei On-Premise-Lösungen werden diese oft durch einen einmaligen Kauf bezahlt, aber eine so große Investition ist gerade für kleinere Unternehmen und Gründer nicht immer machbar. Außerdem: Wächst das Unternehmen und die Nachfrage, wird das Programm den Anforderungen möglicherweise nicht mehr gerecht. Bei Anbietern von Cloud-Shopsystemen können Sie meist zwischen einer monatlichen oder einer jährlichen Zahlung wählen und haben so die Möglichkeit, zu einem anderen Produkt zu wechseln oder zusätzliche Features und Mitarbeiterzugänge günstig hinzuzubuchen.

Lesetipp: Shopify bietet eine Enterprise-Lösung an. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, wann Sie den nächsten Schritt wagen und auch zu Shopify Plus wechseln sollten.

Die Tatsache, dass man die Kontrolle an den Anbieter abgeben muss, kann jedoch problematisch sein. Denn kann oder möchte dieser aus irgendwelchen Gründen das Angebot einstellen oder die Wartungsarbeiten pausieren, so kann sich dies negativ auf Ihren Shop auswirken.

Alles in allem lassen sich die Vor- und Nachteile von cloudbasierten E-Commerce-Plattformen wie folgt festhalten:

Vorteile Nachteile
Infrastruktur: Sie benötigen keine eigene Serverlandschaft, um Cloud-Lösungen betreiben zu können. Abhängigkeit: Sollte der Anbieter den Betrieb des Cloud-Shopsystems beenden, so können Sie die Software nicht mehr verwenden.
Wartung: Ihre Mitarbeiter haben keinen Mehraufwand durch Wartungsarbeiten oder das Aufspielen von Updates.
Kosten: Die Anschaffungskosten sind relativ gering, da es sich bei Cloud-Shopsystemen um Abomodelle handelt.
Skalierbarkeit: Zusatzfunktionen und weitere Mitarbeiterzugänge können einfach hinzugebucht werden.
Ausfallsicherheit: Steht Ihr lokaler Server in Flammen, sind Sie offline. Bei einer dezentralen Cloud wäre das nicht problematisch: Das System würde einfach anderswo weiterlaufen.
Lesetipp: Welche Dinge es beim Schritt in Richtung Internationalisierung zu beachten gilt und wie sich der internationale Verkauf mit Shopify umsetzen lässt, erklären wir in diesem Beitrag.

Wie sollten sich Onlineshop-Betreiber entscheiden?

Sie sehen, sowohl On-Premise-Lösungen als auch Cloud-Computing-Modelle haben ihre Vor- und Nachteile. Dennoch geht der Trend klar in Richtung Cloud, da hierbei die Vorteile für die meisten Unternehmen überwiegen – unabhängig von deren Größe und/oder Branche. Dass der Wartungsaufwand reduziert, initiale Kosten eingespart und jederzeit eine moderne Software genutzt werden kann, bietet heutzutage einen größeren Mehrwert als der Umstand, eine Lösung tatsächlich sein Eigen nennen zu dürfen. Mit Shopify und Shopify Plus steht Unternehmen eine cloudbasierte Commerce-Plattform zur Verfügung. Damit genießen sie die intuitive Shop-Verwaltung, die schnell und unkompliziert sogar vom Smartphone aus gesteuert werden kann.

Selbstverständlich unterstützen wir Sie sehr gerne bei Ihrem E-Commerce-Projekt.
Wenn Sie Fragen haben, nehmen Sie noch heute Kontakt mit un auf.

Fazit

Die Überlegungen zu On-Premise- versus Cloud-Shopsystemen legen nahe, dass es keine klare Antwort auf Frage gibt, was grundsätzlich die bessere Wahl ist. Beide Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Sie sollten also Ihre individuellen Bedürfnisse abwägen. Insgesamt bieten On-Premise-Lösungen mehr Sicherheit, erfordern aber auch deutlich mehr Aufwand. Cloud-Software hingegen gibt Ihnen und Ihren Mitarbeitern die meiste Flexibilität und ist zudem günstiger in der Anschaffung. Wie Sie sich entscheiden, hängt letztlich von der Unternehmensstrategie ab.

Lesetipp: Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, warum Shopify das perfekte Tool für die Direct-to-Consumer-Strategie ist.
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