Shopify News Juli 2026: Mehr Kontrolle bei Zahlungen, flexible Kollektionen und mehr Möglichkeiten mit Managed Markets
Dienstag, 30. Juni 2026
Latori GmbH

Shopify News Juli 2026: Mehr Kontrolle bei Zahlungen, flexible Kollektionen und mehr Möglichkeiten mit Managed Markets

Auch im Juli hat Shopify zahlreiche neue Funktionen veröffentlicht, die Händlerinnen und Händlern den Arbeitsalltag erleichtern. Im Mittelpunkt stehen mehr Flexibilität bei Kollektionen und Rabatten, neue Möglichkeiten für den internationalen Handel mit Shopify Managed Markets sowie praktische Verbesserungen für Shopify POS, Shopify Flow und Shopify Payments. Darüber hinaus sorgen neue Analysefunktionen und detailliertere Benutzerberechtigungen für mehr Transparenz und Sicherheit im Shop.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die wichtigsten Shopify-Updates aus dem Juli vor und zeigen, welche Vorteile sie für Ihren Onlineshop bieten.

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Neue Berechtigungen für Mitarbeitende: Mehr Kontrolle über Zahlungen und sensible Daten

Mit vier neuen Berechtigungen können Unternehmen jetzt genauer festlegen, worauf einzelne Mitarbeitende Zugriff haben. So erhält jede Person nur die Rechte, die sie für ihre Aufgaben benötigt, ohne umfassenden Zugriff auf das gesamte Konto.

Die neuen Berechtigungen umfassen:

  • Zahlungseinstellungen verwalten: Erlaubt das Ändern von Einstellungen rund um Zahlungen.

  • Streitfälle verwalten: Ermöglicht die Bearbeitung und Verwaltung von Zahlungsstreitigkeiten (Disputes).

  • Auszahlungen einsehen: Gibt Zugriff auf Informationen zu Auszahlungen, ohne dass Änderungen vorgenommen werden können.

  • Steuerdokumente einsehen: Erlaubt das Anzeigen steuerrelevanter Unterlagen.

Die neuen Berechtigungen werden derzeit schrittweise eingeführt. Sie lassen sich den Rollen von Mitarbeitenden unter EinstellungenNutzerRollenBerechtigungen zuweisen. Dadurch können Unternehmen den Zugriff auf sensible Bereiche gezielt steuern und die Kontosicherheit verbessern.

Kollektionen jetzt flexibler erstellen und einfacher verwalten

Die Funktionen für Kollektionen wurden erweitert, damit Händler ihre Produkte flexibler organisieren und präsentieren können. Statt Kollektionen ausschließlich über automatische Regeln oder manuell ausgewählte Produkte zu erstellen, stehen jetzt deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung – ganz ohne doppelte Listen oder zusätzliche Apps.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Mehrere Quellen in einer Kollektionen: Kombinieren Sie automatische Regeln, manuell ausgewählte Produkte, Ausschlüsse, andere Sammlungen sowie Inhalte aus Apps in einer einzigen Sammlung.

  • Kollektionen auf Variantenebene: Erstellen Sie Kollektionen mit bestimmten Produktvarianten, etwa einer bestimmten Größe oder Farbe. Diese Varianten werden auf Sammlungsseiten, in Filtern und in unterstützten Verkaufskanälen wie dem Onlineshop und dem Kassensystem (POS) angezeigt.

  • Kollektionen wiederverwenden: Nutzen Sie bestehende Kollektionen als Bausteine für neue Kollektionen. Änderungen an einer Quellsammlung werden automatisch in übergeordneten Sammlungen übernommen.

  • Einheitliche Nutzung im gesamten Shop: Verwenden Sie dieselben Kollektionen auch in anderen Bereichen, beispielsweise für Rabatte oder Steuereinstellungen. Das gilt auch für Kollektionen mit Produktvarianten.

  • Überarbeitete Verwaltungsoberfläche: Die neue Ansicht erleichtert das Organisieren von Produkten per Drag-and-drop, unterstützt Massenänderungen und bietet mehr Kontrolle über die Sortierreihenfolge, die Kundinnen und Kunden im Shop sehen.

  • Unterstützung durch Sidekick: Kollektionen lassen sich jetzt auch mit Sidekick im Shopify-Adminbereich sowie in der mobilen App erstellen und bearbeiten.

Bestehende Kollektionen bleiben unverändert nutzbar und werden automatisch in die neue Verwaltungsoberfläche übernommen. Ein Löschen oder Neuerstellen ist nicht erforderlich.

Mehrere Produktrabatte auf denselben Artikel kombinieren

Produktrabatte lassen sich jetzt auf denselben Artikel kombinieren. Dadurch können mehrere Rabattaktionen gleichzeitig greifen, ohne dass es zu Konflikten im Warenkorb kommt. Bisher konnte pro Artikel nur ein Produktrabatt angewendet werden.

Ein Beispiel: Sie bieten 20 % Rabatt auf die Winterkollektion und zusätzlich 10 € Rabatt auf Stiefel im Rahmen einer Affiliate-Aktion an. Legt ein Kunde Winterstiefel in den Warenkorb, werden beide Rabatte automatisch angewendet.

Somit können Sie nun:

  • Mehrere Produktrabatte kombinieren: Wenden Sie mehrere Produktrabatte gleichzeitig auf denselben Artikel an.

  • Rabattcodes und automatische Rabatte kombinieren: Kombinieren Sie Rabattcodes mit automatischen Produktrabatten auf demselben Artikel.

  • Rabatte gezielt steuern: Ordnen Sie Rabatten Schlagwörter (Tags) wie „Treueprogramm“, „Saisonal“ oder „Affiliate“ zu und legen Sie fest, welche Rabatte miteinander kombiniert werden dürfen.

  • Automatische Anwendung im Checkout: Die Rabatte werden beim Bezahlvorgang automatisch entsprechend Ihrer festgelegten Regeln angewendet.

Shopify Managed Markets: Internationale Preise transparenter und neue EU-Rückgabevorgaben

Für Händler, die Shopify Managed Markets nutzen, gibt es zwei wichtige Neuerungen: eine automatische Preisberechnung für internationale Verkäufe sowie Unterstützung der neuen EU-Vorgaben zum Widerrufsrecht.

Transparente Preise für internationale Kunden

Mit der neuen Preisstrategie werden grenzüberschreitende Kosten automatisch in den Produktpreis eingerechnet. Dazu gehören unter anderem Einfuhrzölle, Einfuhrsteuern, Transaktionsgebühren und Währungsumrechnungen. Internationale Kunden sehen dadurch von Anfang an den endgültigen Preis – ohne unerwartete Zusatzkosten beim Checkout oder bei der Lieferung.

Vorteile:

  • Alle Importkosten im Produktpreis enthalten: Zölle und Einfuhrsteuern werden direkt im Produktpreis berücksichtigt und nicht mehr separat im Checkout ausgewiesen.

  • Garantierte Abgaben: Die beim Checkout angezeigten Zölle und Steuern sind verbindlich. Falls die tatsächlich erhobenen Beträge abweichen, übernimmt Shopify Managed Markets die Differenz.

  • Konstante Auszahlungen: Die internationale Preisberechnung sorgt dafür, dass Ihre Auszahlungen besser mit denen aus Inlandsbestellungen vergleichbar bleiben.

  • Transparente Preisaufschlüsselung: Händler können die Preisberechnung sowohl in der Produktvorschau als auch nach einer Bestellung im Zahlungsbereich der Bestellung einsehen.

Unterstützung der EU-Widerrufsfrist

Shopify Managed Markets unterstützt jetzt außerdem die gesetzlichen Anforderungen zum 14-tägigen Widerrufsrecht für berechtigte Bestellungen in EU-Ländern.

So unterstützt Shopify:

  • Automatische 14-Tage-Regel: Für berechtigte Bestellungen in die EU wird die Widerrufs- und Rückgabefrist automatisch berücksichtigt.

  • Rückgabe- und Stornierungsanfragen: Käufer können Anfragen über die unterstützten Shopify-Oberflächen stellen.

  • Verwaltung durch Global-e: Die Umsetzung erfolgt über den Merchant-of-Record-Partner Global-e, solange Shopify Managed Markets für den Verkauf in die EU genutzt wird.

  • Retourenlabel: Händler sind weiterhin für die Bereitstellung der Rücksendeetiketten verantwortlich.

Lesetipp: Alles, was Sie für einen rechtssicheren Shopify-Shop in Deutschland wissen müssen, erfahren Sie im Beitrag „Shopify Deutschland rechtssicher“.

Shopify POS: Mehr Überblick, schnellere Geräteanmeldung und geräteübergreifende Warenkörbe

Shopify POS erhält mehrere Neuerungen, die den Verkaufsalltag im Geschäft erleichtern. Dazu gehören eine zentrale Übersicht über den Systemstatus, eine vereinfachte Anmeldung neuer Geräte und die Möglichkeit, Warenkörbe geräteübergreifend weiterzubearbeiten.

Verkaufsumgebung auf einen Blick überwachen

Der neue Konnektivitätsbereich in Shopify POS zeigt den Status der wichtigsten Komponenten für den Verkauf auf einer zentralen Seite an. Dazu gehören die Internetverbindung, der Status der Shopify-Dienste und die Verbindung zu angeschlossener Hardware.

Bei Problemen erhalten Mitarbeitende passende Handlungsempfehlungen – beispielsweise den Hinweis, den Offline-Checkout zu aktivieren, damit der Verkauf ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann.

Neue POS-Geräte schneller anmelden

Neue Kassengeräte lassen sich jetzt deutlich einfacher einrichten. Statt die Zugangsdaten auf jedem Gerät neu einzugeben, kann ein bereits angemeldetes Gerät die Anmeldung eines neuen Geräts bestätigen.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Anmeldung per Bluetooth: Ein bereits angemeldetes Gerät erkennt neue Geräte in der Nähe und kann deren Anmeldung bestätigen.

  • Alternative per QR-Code: Ist Bluetooth nicht verfügbar, kann die Anmeldung über einen QR-Code erfolgen.

  • Zeitlich begrenzte Anmeldung: Standardmäßig bleiben neue Geräte nur für den aktuellen Tag angemeldet. Bei Bedarf kann eine dauerhafte Anmeldung im Shopify-POS-Kanal aktiviert werden.

Lesetipp: Shopify POS: So individualisieren Sie Ihr Kassensystem.

Warenkörbe geräteübergreifend teilen

Mit der neuen Funktion Cart Sharing können Mitarbeitende Warenkörbe auf einem Gerät beginnen und auf einem anderen nahtlos weiterbearbeiten.

Dadurch wird ein flexibler Verkaufsprozess möglich: Beispielsweise kann ein Verkaufsberater einen Warenkorb auf einem mobilen Gerät zusammenstellen und anschließend an die Kasse übergeben, wo ein anderer Mitarbeitender den Verkauf abschließt.

Weitere Funktionen:

  • Automatisches Speichern: Warenkörbe werden während der Bearbeitung automatisch gespeichert.

  • Geräteübergreifender Zugriff: Jedes Teammitglied kann offene Warenkörbe auf jedem POS-Gerät öffnen, weiterbearbeiten und abschließen.

  • Bessere Übersicht: Eine eigene Warenkorbansicht zeigt alle offenen Warenkörbe an und filtert sie standardmäßig nach dem angemeldeten Mitarbeitenden.

  • Umwandlung in Bestellentwürfe: Offene Warenkörbe lassen sich mit einer Wischgeste in einen Bestellentwurf umwandeln.

Shopify Flow: Schritte in Workflows kopieren und wiederverwenden

Das Erstellen von Workflows wird jetzt einfacher: Einzelne Aktionen oder Bedingungen lassen sich kopieren und in demselben oder einem anderen Workflow wieder einfügen. So müssen bereits konfigurierte Schritte nicht jedes Mal neu erstellt werden.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Schritte per Tastenkürzel kopieren: Kopieren Sie einzelne Aktionen oder Bedingungen mit Strg/Cmd + C und fügen Sie sie mit Strg/Cmd + V an der gewünschten Stelle wieder ein.

  • Konfiguration bleibt erhalten: Beim Einfügen werden die hinterlegten Einstellungen übernommen. Bei Bedingungen bleibt zusätzlich die komplette Logik erhalten, sodass meist nur noch kleine Anpassungen erforderlich sind.

  • Workflowübergreifende Nutzung: Kopierte Schritte können sowohl innerhalb desselben Workflows als auch in anderen Workflows wiederverwendet werden.

  • Schnelleres Erstellen von Automatisierungen: Bereits konfigurierte Schritte lassen sich einfacher standardisieren und in mehreren Workflows einsetzen.

Aktuell gelten noch einige Einschränkungen:

  • Es kann jeweils nur eine einzelne Aktion oder Bedingung kopiert werden. Trigger sowie das gleichzeitige Kopieren mehrerer Schritte werden derzeit noch nicht unterstützt.

  • Schritte mit einer benutzerdefinierten Konfigurationsseite, beispielsweise „Marketing-E-Mail senden“, können nicht kopiert werden.

Shopify Payments: Bankkonto für jede Auszahlungswährung hinterlegen

Shopify hebt die bisherige Begrenzung von acht Bankkonten für Auszahlungen in verschiedenen Währungen auf. Ab sofort können Händler für jede unterstützte Auszahlungswährung ein eigenes Bankkonto hinterlegen – sofern dies in ihrer Region und mit ihrem Tarif verfügbar ist.

Besonders für international tätige Unternehmen bietet dies mehr Flexibilität: Zahlungen können in der Währung ausgezahlt werden, in der Kundinnen und Kunden eingekauft haben. Dadurch entfallen unnötige Währungsumrechnungen und das Risiko von Wechselkursschwankungen wird reduziert.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Auszahlungen in mehreren Währungen: Hinterlegen Sie für jede unterstützte Auszahlungswährung ein separates Bankkonto.

  • Weniger Währungsumrechnungen: Einnahmen können in der ursprünglichen Zahlungswährung ausgezahlt werden, anstatt automatisch in die Heimatwährung umgerechnet zu werden.

  • Geringeres Wechselkursrisiko: Weniger Umrechnungen bedeuten eine geringere Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen.

  • Einfachere internationale Finanzverwaltung: Guthaben können direkt in den Währungen verwaltet werden, die beispielsweise für Lieferanten, Mitarbeitende oder Steuerzahlungen im Ausland genutzt werden.

Mehrwährungsauszahlungen stehen in unterstützten Regionen und Tarifen zur Verfügung. Für Auszahlungen in Fremdwährungen können zusätzliche Gebühren anfallen. Die gewünschten Bankkonten lassen sich in den Auszahlungseinstellungen von Shopify Payments hinterlegen.

Lesetipp: Erfahren Sie, welche Shopify-payments-Zahlungsmethoden für Ihren Onlineshop am besten geeignet sind

Shopify Analytics: Anmerkungen in Analytics-Berichten schaffen mehr Kontext

Apps können jetzt Anmerkungen (Annotations) direkt zu den Diagrammen in den Shopify-Analytics hinzufügen. So lassen sich wichtige geschäftliche Ereignisse mit den Entwicklungen in den Berichten verknüpfen und Veränderungen einfacher nachvollziehen.

Anmerkungen markieren einen bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum, beispielsweise bei einer Produkteinführung, einer Marketingkampagne oder einer Rabattaktion. Auch Änderungen wie ein neuer Lieferant, eine neue Zahlungsmethode oder die Erschließung eines neuen Marktes können dokumentiert werden.

Auf einen Blick:

  • Geschäftliche Ereignisse direkt im Diagramm: Wichtige Meilensteine und Änderungen werden an der passenden Stelle in den Analytics-Berichten angezeigt.

  • Mehr Transparenz: Zu jeder Anmerkung werden der Name und das Symbol der App angezeigt, die sie erstellt hat.

  • Zusammenhänge leichter erkennen: Vergleichen Sie geschäftliche Ereignisse mit Kennzahlen wie Umsatz, Sitzungen, Conversion-Rate, durchschnittlichem Bestellwert, verkauften Artikeln oder der Performance bei der Bestellabwicklung.

  • Bessere Auswertung von Maßnahmen: So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, wie sich eine Marketingkampagne, ein Produktlaunch oder eine Rabattaktion auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt hat.

Die Anmerkungen verändern keine Analytics-Daten. Sie dienen ausschließlich als zusätzliche Information, um Entwicklungen und Trends in den Berichten besser einordnen zu können.

Fazit

Die Shopify-Updates im Juli 2026 zeigen erneut, dass der Fokus auf effizienteren Arbeitsabläufen, internationalem Wachstum und einer besseren Nutzererfahrung liegt. Ob flexiblere Kollektionen, kombinierbare Rabatte, neue Funktionen für Shopify POS oder mehr Transparenz in Analytics – viele der Neuerungen sparen Zeit und erleichtern den täglichen Betrieb eines Onlineshops.

Es lohnt sich, die neuen Funktionen zu prüfen und dort zu aktivieren, wo sie für Ihr Unternehmen sinnvoll sind. So profitieren Sie von optimierten Prozessen und können Ihren Shopify-Shop noch effizienter verwalten.

Latori: Ihr Shopify Platinum Partner

Als Shopify Partner und eine der ersten Shopify-Platinum-Agenturen Deutschlands verfügt Latori über Wissen aus erster Hand und ist bei Änderungen rund um das Shopsystem immer auf dem neuesten Stand. Wir durften schon zahlreiche nationale und internationale Marken beim Wechsel zu Shopify Plus unterstützen.

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