Migration eines Multi-Brand-E-Commerce-Setups auf Shopify Plus: Delica modernisiert vier Shops in nur sieben Monaten
Dienstag, 7. April 2026
Latori GmbH

Migration eines Multi-Brand-E-Commerce-Setups auf Shopify Plus: Delica modernisiert vier Shops in nur sieben Monaten

Die Delica AG ist Teil der Industriegruppe des Schweizer Handelskonzerns Migros und verantwortet unter anderem mehrere bekannte Kaffee- und Konsumgütermarken. Zu diesen gehören unter anderem die Kaffeemarken Delizio und CoffeeB sowie der Onlineshop Migros Shop.

Um den steigenden Anforderungen an Performance, Skalierbarkeit und Stabilität gerecht zu werden, entschied sich Delica dazu, mehrere bestehende Onlineshops von Shopware auf Shopify Plus zu migrieren. Gemeinsam mit Latori wurde innerhalb von nur sieben Monaten ein neues Multi-Brand-Setup umgesetzt!

Im Interview erzählt uns Lundrim Hyseni vom Migros-Backoffice-Team, welche Herausforderungen hinter dem Projekt standen und wie die Migration erfolgreich umgesetzt werden konnte.

Auf einen Blick – das haben wir umgesetzt

  • Migration von Shopware zu Shopify Plus

  • Umsetzung eines Multi-Brand-Setups mit vier Shopify-Instanzen

  • Design- und Frontend-Implementierung für mehrere Shops

  • Datenmigration mit Matrixify

  • Integration mehrerer Shopify Apps und Schnittstellen

  • Umsetzung spezieller Prozesse (z. B. Maschinenregistrierung)

  • Stabiler Launch aller Shops innerhalb von sieben Monaten

Möchten auch Sie von Shopware oder einer anderen Plattform zu Shopify oder Shopify Plus wechseln? Kontaktieren Sie uns und wir sprechen gemeinsam über Ihr Projekt.

Die Marke Delica und ihre E-Commerce-Struktur

Vier Startseiten von Websites, auf denen Kaffeeartikel und Sonderangebote präsentiert werden, darunter Kapseln, eine Kaffeemaschine und Preisangebote vor grünem Hintergrund.

Die Delica AG gehört zur Industriegruppe des Schweizer Einzelhandelskonzerns Migros. Innerhalb dieser Struktur übernimmt Delica die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb verschiedener Marken, insbesondere im Kaffee-Segment.

Zu den digitalen Vertriebskanälen gehören mehrere eigenständige Shops:

  • CoffeeB Schweiz

  • CoffeeB Deutschland

  • Delizio Schweiz

  • Migros Shop Deutschland

Alle Shops bedienen unterschiedliche Märkte und Zielgruppen, sind aber technisch eng miteinander verbunden.

Ein lächelnder Mann mit kurzen Haaren und einem Spitzbart in einem runden Bildausschnitt. Text darunter: „Lundrim Hyseni, Solution Architect bei der Migros-Genossenschafts-Gesellschaft.“

“Wir haben ein Multi-Brand-Setup umgesetzt. Die Shops laufen zwar in mehreren Instanzen, aber die Code-Basis ist im Kern identisch.” erklärt Lundrim Hyseni.

Diese Architektur ermöglicht Synergien zwischen den Marken und reduziert langfristig Wartungs- und Entwicklungskosten.

Lesetipp: Shopify vs. Shopware: Wir nehmen beide Plattformen unter die Lupe.

Das machte den Wechsel von Shopware nötig

Vor der Migration setzten die Marken auf eine Shop-Umgebung auf Basis von Shopware. Über die Jahre war diese jedoch immer weiter gewachsen und brachte zunehmend technische und organisatorische Herausforderungen mit sich. Insbesondere der laufende Betrieb erwies sich als aufwändig: Updates und Verbesserungen mussten regelmäßig manuell betreut werden, was den Wartungsaufwand und damit auch die Betriebskosten spürbar erhöhte.

Hinzu kam eine historisch gewachsene Systemarchitektur. Durch zahlreiche Erweiterungen und zusätzliche Layer, die im Laufe der Zeit integriert worden waren, wurde die Plattform immer komplexer und entsprechend schwieriger zu warten oder weiterzuentwickeln. Auch die Stabilität des Systems stellte das Team vor Probleme – insbesondere zu umsatzstarken Zeiten wie rund um den Black Friday oder während des Weihnachtsgeschäfts kam es immer wieder zu Ausfällen.

„Die Umgebung war einfach nicht stabil genug. Gerade zu Spitzenzeiten hatten wir immer wieder Probleme“, berichtet Lundrim Hyseni.

Für ein wachsendes E-Commerce-Geschäft war diese Situation auf Dauer nicht tragbar, sodass sich das Team nach einer neuen, zukunftsfähigen Lösung umsah.

Lesetipp: Ladezeiten sind ein entscheidender Faktor für die Performance. Wir zeigen, wie Sie Ihre Website Geschwindigkeit testen.

Darum fiel die Wahl auf Shopify Plus und Latori

Eine deutsche Website, auf der Kaffeeartikel wie „Coffee Ball“ und „Kaffeemaschine“ angeboten werden, mit Schlagwörtern wie „Marktführer“ und „Stabilität“.

Die Migros-Gruppe hatte bereits im Vorfeld eine umfassende Evaluierung verschiedener E-Commerce-Plattformen durchgeführt, um eine langfristig tragfähige Lösung für ihre digitalen Vertriebskanäle zu finden. Im Rahmen dieser Analyse wurden zahlreiche Systeme geprüft – von international etablierten Plattformen bis hin zu modernen API-First-Ansätzen. Ziel war es, eine Technologie zu finden, die sowohl den aktuellen Anforderungen als auch zukünftigen Wachstumsplänen gerecht werden kann.

Am Ende überzeugte Shopify Plus aus mehreren Gründen: Ein entscheidender Faktor war das vollständig cloudbasierte Hosting-Modell: Infrastruktur, Wartung und Skalierung werden vollständig von Shopify übernommen, wodurch interne Ressourcen entlastet werden und sich Teams stärker auf das eigentliche Geschäft konzentrieren können.

Darüber hinaus spielte die Stabilität der Plattform eine zentrale Rolle. Shopify gilt weltweit als eine der zuverlässigsten Commerce-Lösungen und ist darauf ausgelegt, auch bei starken Traffic-Spitzen – etwa während großer Verkaufsaktionen – stabil zu bleiben. Nicht zuletzt war auch die Marktführerschaft ein wichtiger Aspekt. Das Team wollte bewusst auf eine etablierte Plattform setzen, die bereits von vielen großen Unternehmen genutzt wird.

„Wir wollten eine Plattform, bei der wir nicht zu den ersten Nutzern gehören, die neue Features testen müssen“, erklärt Lundrim Hyseni.

Bei der Suche nach einer passenden Shopify Plus Agentur fiel die Wahl schließlich auf die Shopify-Experten von Latori, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit Shopify Plus empfohlen wurden.

Die Migration: Umsetzung eines Multi-Brand-Setups

Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt vier eigenständige Shop-Instanzen auf Basis von Shopify Plus umgesetzt, jeweils für unterschiedliche Marken und Märkte. Nach einem gemeinsamen Kick-off im Mai startete die eigentliche Entwicklungsphase im Sommer. Bereits im Dezember konnten alle Shops erfolgreich live gehen.Eine Zeitleiste auf grünem Hintergrund mit Markenlogos und Veranstaltungsterminen für 2025 für Delica, CoffeeB, Delizio und Migros Shop.

„Wir haben mit Latori vier Shops in rund sieben Monaten umgesetzt – darauf sind wir wirklich stolz“, berichtet Lundrim Hyseni rückblickend auf das Projekt.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war dabei die zugrunde liegende technische Architektur. Obwohl es sich um mehrere Instanzen handelt, basieren alle Shops auf einer gemeinsamen technischen Grundlage. Sie teilen sich eine einheitliche Codebasis, ähnliche Frontend-Strukturen sowie identische Kernprozesse. Diese Herangehensweise ermöglichte es, Entwicklungen mehrfach zu nutzen und neue Features effizient über mehrere Shops hinweg auszurollen.

Lesetipp: Von Shopware zu Shopify migrieren - darauf sollten Sie achten.

Individuelle Anforderungen und technische Besonderheiten

Anmeldeseite der Website mit den Optionen, ein Gerät zu registrieren, sich mit E-Mail-Adresse und Passwort anzumelden oder ohne Anmeldung fortzufahren.

Neben der Standardfunktionalität von Shopify mussten im Rahmen der Migration auch mehrere individuelle Prozesse umgesetzt werden, die speziell auf die Anforderungen der Marken zugeschnitten sind.

Maschinenregistrierung

Webseite zur Registrierung von Kaffeemaschinen mit Feldern zur Länderauswahl, zur Eingabe der Registrierungsnummer und einer Schaltfläche zum Weitergehen.

Eine zentrale Funktion für die Kaffeemarken ist die Registrierung von Kaffeemaschinen durch Kunden. Dieser Prozess wurde vollständig im Frontend umgesetzt und mit der bestehenden Systemlandschaft verbunden. Dadurch können Nutzer ihre Geräte direkt nach dem Kauf registrieren und entsprechende Services oder Vorteile nutzen.

Login-Integration

Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Integration eines externen Login-Systems. Hierbei wurde ein Single-Sign-On-Prozess implementiert, der außerhalb von Shopify verwaltet wird, aber nahtlos im Frontend der Shops eingebunden ist. So können bestehende Nutzerkonten weiterhin genutzt werden, ohne dass Kundendaten neu angelegt werden müssen.

Datenmigration

Auch die Migration der bestehenden Shopdaten spielte eine zentrale Rolle im Projekt. Für die Übertragung der Daten kam das Shopify-Tool Matrixify zum Einsatz. Damit wurden unter anderem Produktdaten, Kundendaten sowie historische Bestellungen aus dem alten System übernommen.

Um den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten, begann das Team bereits sehr früh im Projekt mit der Datenaufbereitung. 

„Wir haben praktisch ab Woche eins damit begonnen, Daten aus dem alten System zu exportieren“, erinnert sich Lundrim

Diese frühzeitige Vorbereitung erwies sich als wichtiger Faktor für eine erfolgreiche und strukturierte Migration.

App-Integration und technische Infrastruktur

Logos von drei Apps: Bogos mit einem stilisierten „B“, Matrixify mit einem digitalen Muster und Channable mit sich überlappenden bunten Sechsecken.

Um die Funktionalität von Shopify Plus optimal an die Anforderungen der verschiedenen Shops anzupassen, wurden mehrere Apps und Schnittstellen integriert. Diese erweitern die Standardfunktionen der Plattform und sorgen dafür, dass zentrale Geschäftsprozesse effizient abgebildet werden können.

Zu den wichtigsten Apps im Setup gehörten neben dem bereits erwähnten Matrixify, auch die App Bogos, die für Promotion- und Geschenkmechaniken benötigt wurde. Damit können fortan Bonusartikel oder Geschenke bei bestimmten Bestellungen automatisiert angeboten werden.Ein Popup auf einer Kaffee-Website, das Geschenkideen mit Preisen anzeigt, vor dem unscharfen Hintergrund einer Produktseite für Kaffeemaschinen.

Ein weiteres zentrales Tool ist Channable, das für das Management von Produktfeeds verwendet wird und die Anbindung an externe Vertriebskanäle erleichtert. Darüber hinaus wurde eine individuelle Integration für das Marketing-Automation-System Emarsys umgesetzt, sodass relevante Shop-Events direkt in Marketing- und CRM-Prozesse einfließen können.

Für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen nutzt das Team außerdem die GraphQL-Schnittstellen von Shopify. Dadurch lassen sich Daten effizient abrufen und in bestehende Systemlandschaften integrieren.

Lesetipp: Die besten Shopify-Apps: Wir geben Ihnen eine Übersicht über die Tools im Shopify-Ökosystem.

Ergebnisse nach dem Go-Live

Bereits kurz nach dem Go-Live konnten erste positive Effekte beobachtet werden. Besonders deutlich zeigte sich der Unterschied in der Stabilität der Plattform. Während es im alten System immer wieder zu Problemen während stark frequentierter Verkaufsphasen gekommen war, lief der neue Shop auf Shopify zuverlässig – selbst in besonders umsatzstarken Zeiten.

„Wir hatten keine Downtime, weder am Black Friday noch in der Weihnachtszeit“, berichtet Lundrim Hyseni.

Auch aus geschäftlicher Perspektive war der Relaunch ein Erfolg: Der Delizio-Shop verzeichnete nach dem Launch das erfolgreichste Verkaufsjahr seiner Geschichte. Gleichzeitig sank die Anzahl der Supportfälle deutlich, was auf eine stabilere Plattform und eine verbesserte Nutzererfahrung hindeutet.

Ausblick: Was ist in Zukunft geplant?

Nach der erfolgreichen Migration liegt der Fokus bei Delica AG nun auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden Shops. Ziel ist es, die Plattform Schritt für Schritt auszubauen und zusätzliche Potenziale im E-Commerce zu erschließen.

Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem neue Upselling-Funktionen, mit denen Kundinnen und Kunden gezielt ergänzende Produkte angeboten werden können. Gleichzeitig arbeitet das Team daran, bestehende Shop-Prozesse weiter zu optimieren und die Nutzerführung noch intuitiver zu gestalten. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die kontinuierliche Verbesserung der Customer Experience, um das Einkaufserlebnis für die Kundschaft stetig weiterzuentwickeln.

Parallel dazu prüft auch die übergeordnete Migros-Gruppe, ob weitere bestehende Shops langfristig auf Shopify Plus migriert werden könnten. Zwar steht aktuell zunächst die Stabilisierung und Weiterentwicklung der bereits migrierten Plattformen im Fokus, doch perspektivisch könnte Shopify innerhalb der Organisation eine noch größere Rolle im digitalen Vertrieb einnehmen.

Sie planen ebenfalls eine Migration zu Shopify oder Shopify Plus? Ob Multi-Brand-Setup, internationale Shops oder komplexe Migrationen – wir unterstützen Sie bei Ihrem Shopify-Projekt. Kontaktieren Sie uns unverbindlich und wir sprechen gemeinsam über Ihre Anforderungen.

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