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Shopify Plus Vorteile 6 November 2018

6 Tipps für Nachhaltigkeit im E-Commerce

6 Tipps für Nachhaltigkeit im E-Commerce

Jedes E-Commerce Unternehmen ist abhängig vom Konsumverhalten, das sich stetig im Wandel befindet. Ein Aspekt, der momentan starken Einfluss nimmt, ist das steigende Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Dabei geht es nicht nur um Auswirkungen auf das Klima, sondern auch um Arbeitsbedingungen und Ökonomie. Eine Studie des BDEW zeigt, dass 74,5 % der Befragten ihr persönliches Verhalten bereits nur für das Klima und die Erhaltung unserer Umwelt ändern würden.

Findet ein Umdenken bei Konsumierenden statt, müssen Unternehmen dieser Nachfrage gerecht werden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was Sie tun können, um beim Thema Nachhaltigkeit ganz vorn mit dabei zu sein und welche Herausforderungen und Chancen Sie dabei erwarten.

Wozu führt Nachhaltigkeit im E-Commerce?

Mal ganz abgesehen davon, dass Nachhaltigkeit das Leben auf unserer Erde langfristig lebenswert macht, gibt es zahlreiche Vorteile für Ihr Unternehmen. Das steigende Interesse an einem nachhaltigen Lebensstil beeinflusst merklich das Konsumverhalten der Bevölkerung. Laut einer Studie des Capgemini Research Institutes würden 48 % der Deutschen, also fast jede zweite Person, bei einer weniger bekannten Marke einkaufen, sofern diese nachhaltiger ist.

Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur mit dem Gedanken „Ich tue etwas Gutes.“ verbunden, sondern ist für Verbraucher ein Zeichen von hoher Qualität und Vertrauen. Wenn Sie Ihr E-Commerce nachhaltig ausrichten und transparent und ehrlich damit umgehen, können Sie die Kundentreue und damit auch Ihren Umsatz steigern. Sie können allerdings nicht nur die Zahl Ihrer Kunden und Kundinnen erhöhen, sondern sparen ebenfalls Geld durch einen geringeren Verbrauch von Verpackungen und Strom. Arbeiten Sie mit regionalen Produzenten und Lieferanten zusammen, verringern sich gleichzeitig Ihre Lieferwege und Lieferzeiten.

Besonders wichtig ist die Kundenmeinung bei der Umstellung auf ein nachhaltigeres E-Commerce. Ein nachhaltiges Image und nachhaltige Kampagnen sollten immer zum Unternehmen und Produkt passen, da sich die Vermarktung dieser Eigenschaft auf einem schmalen Grat befindet. Einerseits steht Nachhaltigkeit für höhere Qualität, andererseits werden Marken, dessen nachhaltige Werbebotschaft nicht zu Ihnen passt, als unglaubwürdig eingestuft. Ist das Interesse erstmal geweckt und das Vertrauen gesichert, bietet sich über den Aspekt der Nachhaltigkeit ein Alleinstellungsmerkmal, das Ihre Marke von der (größeren) Konkurrenz abhebt.

Lesetipp: Wie Sie sich bereits in den Suchmaschinen optimal platzieren, erfahren Sie in unserem SEO-Guide.

Tipp 1: Gehen Sie mit gutem Beispiel Voran

Wenn Sie Ihre Marke persönlich gestalten, sehen sie Ihre Kunden und Kundinnen als Vorbild. Zeigen Sie Ihren Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen und im Alltag. Sie können beispielsweise immer mehr auf Ihr Auto verzichten und stattdessen mit dem Rad fahren oder für Ihren Arbeitsplatz energiesparende LED-Lampen nutzen.

Lassen sich CO2-Emmissionen nicht vermeiden, können Sie einen Teil Ihrer Einnahmen an verschiedene Organisationen spenden, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Auf diese Weise können Sie einen Teil oder Ihr gesamtes verursachtes CO2 kompensieren. Prüfen Sie regelmäßig den Ist-Zustand Ihres Unternehmens und an welchen Stellen Verbesserungspotenzial besteht.

Mit einer klaren Kommunikation bauen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden in Ihre Marke auf. Bleiben Sie dabei transparent, ehrlich und vermeiden Sie Green Washing. Durch die Nutzung von branchenüblichen Gütesiegeln ist auf den ersten Blick erkennbar, dass Ihre „grünen“ Versprechen authentisch und glaubwürdig sind.

Die Produkte unseres Kunden TeeFee wurden mit verschiedenen Gütesiegeln ausgezeichnet, darunter FSC und Bio-Siegel. | Latori
Die Produkte unseres Kunden TeeFee wurden mit verschiedenen Gütesiegeln ausgezeichnet, darunter FSC und Bio-Siegel.

Tipp 2: Prüfen Sie Ihre Dienstleister und Partner

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gehen wollen, müssen Sie auch Ihre Dienstleister dementsprechend auswählen. Prüfen Sie, ob nachhaltige Materialen und Produktionsverfahren genutzt werden. Außerdem sollten auch Ihre Dienstleister auf soziale Arbeitsbedingungen und faire Löhne achten.

Die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern bringt einige Vorteile mit sich. So erleichtert es Ihnen nicht nur die Kommunikation miteinander, sondern Sie können zusätzlich Zeit und Geld sparen. Unser Kunde Shape Republic macht es vor und setzt bei der Herstellung seiner beliebten Fitness-Shakes auf Regionalität.

Alle Shape Republic-Produkte sind als „Made in Germay“ gekennzeichnet | Latori
Alle Shape Republic-Produkte sind als „Made in Germay“ gekennzeichnet

Tipp 3: Shopify als nachhaltiges Shopsystem

Sollten Sie noch in der Planung Ihres Shops sein oder über einen Relaunch Ihres alten Shops nachdenken, ziehen Sie als Shopsystem Shopify in Erwägung. Das Unternehmen hat es in den letzten Jahren geschafft klimaneutral zu werden, indem sein gesamtes verursachtes CO2 kompensiert wird. Shopify klärt über die eigenen Maßnahmen auf und hat einen Nachhaltigkeitsfonds eingerichtet, durch den jedes Jahr mindestens 5 Millionen Dollar für die Umkehrung des Klimawandels eingesetzt werden.

Doch nicht nur das Unternehmen selbst handelt nachhaltig. Die Rechenzentren der Plattform werden mit erneuerbaren Energien betrieben, wodurch jeder Shopify-Store automatisch auf technischer Seite klimaneutral ist. Um den Shopbetreibern den Schritt in Richtung Nachhaltigkeit weiter zu erleichtern, bietet Shopify verschiedene Tools und Apps zum Thema

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So kann jeder Store seine monatlich verursachten Emissionen mit der App Offset berechnen lassen und einen entsprechenden Betrag als CO2-Ausgleich zahlen. Die Betreiber können ihren Shop kennzeichnen, sodass die Kundschaft direkt erkennt, dass hier etwas für das Klima getan wird.

Bei der App Verdn stehen besonders die Endkunden im Fokus. Bei Nutzung der App im Shop werden den Onlineshoppern verschiedene Optionen vorgeschlagen, wie sie ihr mit dem Kauf verursachtes CO2 kompensieren können. Sie tätigen dabei nicht nur eine anonyme Zahlung, sondern wählen ein konkretes Projekt aus und erhalten regelmäßige Updates zur Entwicklung. Als Shopbetreiber oder -betreiberin können Sie Ihre Kundschaft auf diesem Weg direkt mit ins Boot holen und gemeinsam Einfluss nehmen.

Lesetipp: Sie sind auf der Suche nach weiteren guten Tools für Ihren Shop? Lesen Sie unseren Beitrag über die 10 besten Shopify-Apps.

Tipp 4: Überdenken Sie Ihren Versand

Verpackung und der Versand | Latori

Die Verpackung und der Versand spielen im E-Commerce eine besonders große und wichtige Rolle. Gerade an diesen Stellen können Sie viel verändern, um klimaneutral zu werden.

Verbannen Sie zunächst Plastik aus Ihren Verpackungen und Versandmaterialien. Es gibt zahlreiche Alternativen, die wiederverwendbar sind und im besten Fall aus recycelten Materialien bestehen. Doch verwenden Sie auch davon nur das, was Sie wirklich brauchen. Im Detail heißt das, nutzen Sie passende Verpackungsgrößen. Versenden Sie zum Beispiel keine Schallplatte in einem Karton so groß wie ein Werkzeugkasten mit tausenden Pappschnipseln als Füllung.

Sichtbar wird eine nachhaltige Verpackung mit einem entsprechenden Branding. Die Kunden und Kundinnen nehmen den Mehrwert damit ganz besonders wahr und erhalten ein gutes Gefühl beim Kauf Ihrer Produkte.

Nicht nur die Verpackung ist beim nachhaltigen Versand wichtig, sondern natürlich auch die Lieferung selbst. Unser Kunde JoyBräu setzt dabei auf nachhaltigen Versand mit dem GoGreen-Service der Deutsche Post DHL Group. Mit dem Service wird das verursachte CO2 der Sendungen möglichst vollständig kompensiert. Der Dienstleister arbeitet zudem daran, CO2-Emissionen nicht nur auszugleichen, sondern diese gar nicht erst zu verursachen.

JoyBräu zeigt seine nachhaltige Versandart im Footer | Latori
JoyBräu zeigt seine nachhaltige Versandart im Footer

Tipp 5: Passen Sie Ihre Retourenstrategie an

Auch durch Retouren wird die Umwelt mit mehr Emissionen belastet und zusätzlich verursachen sie Kosten für Ihr Unternehmen. Ihr Ziel ist es also, Ihrer Kundschaft so wenige Gründe wie möglich für eine Rücksendung zu geben.

Beginnen können Sie dabei mit dem Verzicht auf kostenlose Retouren. Allerdings sollten Sie als Shop-Betreiber abwägen, ob Sie das Angebot der kostenlosen Rücksendung eher als Marketinginstrument benötigen und stattdessen Retouren auf andere Weise so gut es geht vermeiden. Verbraucher bestellen nachweislich mehr Produkte, wenn sie beim Rückversand keine zusätzlichen Kosten erwarten. So müssen sie vor der Bestellung nicht intensiv über die Kaufentscheidung nachdenken, sondern können dies auch Zuhause noch tun, ohne für die Kosten der Retoure aufkommen zu müssen.

Um Kaufentscheidungen bereits online zu erleichtern, sollten Sie Ihre Produkte so greifbar wie möglich darstellen. Im Fashionbereich können Sie dies mit detaillierten Maßtabellen und Produktfotos an unterschiedlichsten Körperformen erreichen. Beschreiben Sie Ihre Produkte so, dass Ihre Kunden sich selbst, ohne Ihre Produkte in den Händen zu halten, ein gutes Bild davon machen können. Vergleichen Sie beispielsweise die Haptik, Größe oder Form mit einem Gegenstand, den Ihre Zielgruppe sehr wahrscheinlich Zuhause hat oder der zumindest leicht zugänglich für jeden ist.

Alle Retouren werden sich nicht vermeiden lassen. Machen Sie deshalb das Beste aus denen, die Sie erhalten. Noch vor der Rücksendung, können Sie Ihren Kunden anbieten verschiedene Bestellungen im gleichen Paket zurückzuschicken. Ihre Kunden sparen dabei Zeit, müssen nur ein Paket zum Versanddienstleister bringen und die verursachten Emissionen sind ebenfalls geringer. Im besten Fall stellen Sie die zurückgegebenen Waren wieder zum Verkauf und die Retourverpackung nutzen Sie erneut. Das Versandetikett können Sie beispielsweise über eine Banderole am Paket befestigen, welche bei erneuter Nutzung nur ausgetauscht werden muss.

Lesetipp: Sie möchten nicht nur Ihre Retourenstrategie anpassen? Wie Sie Ihren Onlineshop in 9 Schritten optimieren können, erfahren Sie hier.

Tipp 6: Informieren Sie Ihre Kundschaft

JoyBräu zeigt seine nachhaltige Versandart im Footer | Latori
Unser Kunde Wildling stellt seine Werte auf einer eigenen Seite vor und hebt sein besonderes Anliegen bei allen Produkten hervor.

Trotz der steigenden Relevanz des Themas Nachhaltigkeit, ist das Informations- und Aufklärungsbedürfnis nach wie vor hoch. Nehmen Sie Ihre Zielgruppe mit bei Ihren Maßnahmen hin zu einem nachhaltigen Unternehmen und klären Sie sie darüber auf, was sie selbst tun können. Verdeutlichen Sie, welchen Einfluss die Entscheidung für einen „grünen“ Versand auf die Umwelt hat oder was es ausmacht alle Produkte einer Bestellung zusammen zu versenden und dafür eine längere Lieferzeit in Kauf zu nehmen.

Klären Sie Ihre Kunden und Kundinnen über die Zusammensetzung Ihrer Preise auf und welchen Mehrwert sie dafür erhalten - materiell und emotional. Höhere Preise stellen nach wie vor die größte Hürde beim Kauf von nachhaltigen Produkten dar, weshalb Onlineshopper eher auf diese verzichten und sich für die günstigere, weniger umweltverträgliche Variante entscheiden.

Herausforderungen und Chancen für Nachhaltige Unternehmen

Die wohl größte Herausforderung für das nachhaltige E-Commerce ist es, die Kundschaft vom Mehrwert der eigenen Marke zu überzeugen. Es müssen Kompromisse gefunden werden, mit denen Sie sowohl Ihre Werte vertreten können als auch Ihre Kunden und Kundinnen zufrieden stellen können. Schaffen Sie einen materiellen und emotionalen Anreiz für Ihre nachhaltige Marke und zeigen Sie, dass bei der Entscheidung für Ihr Produkt auf nichts verzichtet werden muss, was weniger nachhaltige Produkte bieten.

Diese Überzeugung bietet Ihrem Unternehmen auch die größte Chance: eine gestärkte Kundenbindung. Nutzen Sie Ihre Werte als Alleinstellungsmerkmal und erreichen Sie durch die Kommunikation mit Ihren Kaufinteressierten und ein überzeugendes Gesamtpaket ein festes Vertrauen. Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Fokus und schaffen Sie damit das Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit und Kundenerwartungen.

Mit einer offenen und ehrlichen Haltung schaffen Sie Vertrauen in Ihre Marke und Verständnis für Ihre Werte. Es ist nicht nötig, dass Sie von Anfang an alles perfekt machen. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und starten Sie nach und nach durch. Ihr nachhaltiges Denken wird schon bald für ein gutes Image sorgen, mit dem Sie Kunden werben und langfristig an sich binden können.

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